EP:

DAB+: So geht Radio heute

Die Zukunft des Radios ist digital – so viel steht fest. Norwegen ist das erste Land, das sich komplett vom analogen Sendestandard verabschiedet hat, weitere europäische Länder werden folgen. Auch in Deutschland wird es über kurz oder lang einen Umstieg von UKW auf DAB+ geben. Höchste Zeit also, sich mit dem neuen digitalen Sendestandard etwas genauer zu beschäftigen.

Das verbirgt sich hinter DAB+

Warum schon wieder eine neue Technik, werden sich viele fragen. Die Antwort ist einfach: Wie beim Fernsehen stößt auch die analoge Übertragung von Hörfunkprogrammen an ihre Grenzen. Die verfügbaren UKW-Frequenzen sind alle vergeben. Für neue Programme oder gar multimediale Zusatzdienste ist kein Platz. Doch zum Glück gibt es neben dem guten alten UKW-Empfang für Radiosender seit einigen Jahren auch eine moderne, digitale Technik: DAB+.

DAB steht für „Digital Audio Broadcasting, also die digital-terrestrische Verbreitung von Radiosignalen. Das Plus ist das Zeichen für beste, völlig rauschfreie Tonqualität mit stabilem Klangbild, eine größere Programmvielfalt und die Möglichkeit, programmbegleitende Zusatzdienste in Text und Bild – wie Verkehrsinformationen, Wetterprognosen, Interpreten, die aktuelle Fußballtabelle und vieles mehr – zu nutzen.

Volles Programm ohne Internetanbindung

Nicht nur alle öffentlich-rechtlichen, sondern auch zahlreiche private Radiostationen senden ihre Programme über DAB+. Außerdem eröffnet der moderne Verbreitungsweg auch vielen kleinen Spartenprogrammen die Möglichkeit der Bereitstellung neuer Angebote für Hörer mit ganz individuellen Vorlieben, wie zum Beispiel Klassik-Fans, Schlager-Freunde oder Heimat-Verbundene. Im Gegensatz zum Internetradio kommt DAB+ dabei ohne Internetverbindung aus. Der digital-terrestrische Empfang verursacht also weder Kosten noch belastet er das Internet-Datenvolumen und ist selbst dann eine verlässliche Informationsquelle, wenn mal kein Internet verfügbar ist. 

Ungestörter Radiogenuss dank guter Netzabdeckung 

Bis Ende 2018 soll es eine Netzabdeckung mit DAB+ von nahezu 97 Prozent geben. Das heißt: Ganz gleich, ob Sie zu Hause, im Auto, in der S-Bahn oder beim Wandern Ihren Lieblingssender empfangen möchten, es funktioniert – und zwar ohne knisternde Kanalüberlagerungen, lästige Sendersucherei oder Aussetzer, weil mal wieder kein Internet vorhanden ist. 

DAB+ Geräte für alle Einsatzbereiche

Alles, was Sie für den ungestörten Audiogenuss benötigen, ist ein Empfangsgerät, das den neuen DAB+ Standard unterstützt. Ältere analoge UKW-Radios sind in den meisten Fällen noch nicht DAB+ fähig. Alle neueren Geräte – von winzigen Taschenradios wie dem Dabman1 von Imperial, edlen Design-Radios von TechniSat oder Grundig, coolen Kofferradios wie dem Transita 120 von Nordmende, über hochwertige Micro-Stereo-Systeme, Heimkino-Receiver und Stereo-Receiver bis hin zu Autoradios und Navis – haben damit null Problem. Ihnen gehört die Zukunft, denn mit DAB+ bekommen Sie einfach mehr Radio.