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Trockner versus Wäscheständer

Trockner haben einen schlechten Ruf – sie gelten als Energiefresser und teuer. Doch ist der Wäscheständer in Zeiten von energieeffizienten Wärmepumpentrocknern gerade für mehrköpfige Familien tatsächlich die bessere Alternative? Wir haben genau hingeschaut. 

Natürlich in trockenen Tüchern

Mit den Kindern ziehen auch die Wäscheberge in das Zuhause ein. Etwa vier Kilo Wäsche pro Woche produziert jedes Familienmitglied. Und die wollen nicht nur gewaschen, sondern auch getrocknet und sogar gebügelt werden. Im Sommer bei schönem Wetter ist das Trocknen von Shirts, Hemden, Hosen und Co. auf der Wäscheleine mit Sicherheit die schonendste, preisgünstigste und wohlriechendste Art des Wäschetrocknens. Doch viele Familien haben weder die Möglichkeit, Ihre Wäsche an der frischen Luft zu trocknen noch einen separaten Haushaltsraum – von der Wetterabhängigkeit mal ganz zu schweigen. Und wer will schon ständig einen Wäscheständer im Wohnzimmer stehen haben?

Komfort geht vor?

Um das Wäschechaos einigermaßen in Schach zu halten, entscheiden sich daher viele Eltern für einen Wäschetrockner. Die Komfortvorteile liegen auf der Hand: Der Waschtag kann unabhängig vom Wetter stattfinden, Socken und Unterhosen baumeln nicht im Wohnzimmer herum, die Handtücher sind superflauschig und manche weitere Wäscheteile so knitterfrei, dass sie nicht mal gebügelt werden müssen. Aber wie sieht es mit den Kosten aus?

Die Energie-Frage

Klar, ein Wäschetrockner benötigt Strom. Aber auch das Trocknen auf dem Wäscheständer verursacht – außer im Sommer – Zusatzkosten. Beim Wäschetrocknen in der Wohnung wird die Feuchtigkeit nämlich an die Raumluft abgegeben. Um Schimmelbildung zu vermeiden, muss dann häufig gelüftet werden und das wiederum steigert die Heizkosten. Zudem sind moderne Kondenstrockner mit innovativer Wärmepumpen-Technologie, welche die Abwärme erneut für den Trockenvorgang nutzen, heutzutage wirklich sparsam. Viele neue Geräte besitzen die Energieeffizienzklasse A+++. Eine 8-kg Ladung frisch getrockneter Wäsche verbraucht dann gerade einmal 1,4 kWh. Geht man von 30 Cent pro Kilowattstunde aus, kostet ein Trockenvorgang also erschwingliche 42 Cent. Darauf kommt es beim Trockner an Achten Sie beim Kauf eines Trockners also unbedingt auf die Energieeffizienzklasse. Daneben macht sich langfristig auch die Investition in ein Gerät mit Selbstreinigungsautomatik des Kondensators bezahlt, wie es beispielsweise beim Siemens WWT45W492 der Fall ist. Der SelfCleaning Condenser sorgt nämlich für einen gleichbleibend niedrigen Energieverbrauch – und das ein Trocknerleben lang. Ebenso sinnvoll ist ein Feuchtigkeitsmesser. Bei sensorgesteuerten Trockenvorgängen, wie sie zum Beispiel der Lavatherm von AEG bietet, wird das Programm abgeschaltet, sobald der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist. Eine Übertrocknung der Wäsche, die nicht nur der Umwelt, sondern auch den Fasern schadet, ist damit vom Tisch. Auf der anderen Seite verhindern diese Maschinen aber auch, dass die Wäsche feucht bleibt und sich darauf Bakterien und Keime bilden, was sich gerade bei Babys und Allergikern auf die Gesundheit auswirken kann. Der Wärmepumpentrockner von Beko besitzt sogar ein eigenes BabyProtect Programm. Wichtig für Familien ist darüber hinaus die Ladekapazität: Acht bis neun Kilo sind für eine vierköpfige Familie schon fast ein Muss – und voll beladen ist das Gerät auch am effizientesten.

Zwei ... mit einer Klappe

Die bequemste Alternative für Familien mit wenig Platz ist natürlich ein Kombigerät aus Waschmaschine und Trockner. Bei den sogenannten Waschtrocknern sparen Sie sich nämlich zusätzlich das Umladen von einer Maschine in die andere. Mit dem NonStop 3H/3kg-Programm des AEG ÖkoKombi aus der 9000er Serie sind so bis zu drei Kilo Wäsche in nur drei Stunden gewaschen und getrocknet. Und der Miele WT 1 packt sogar 4 Kilo in nur 2,59 Stunden. Allerdings erreichen auch die energieeffizientesten Waschtrockner maximal die Energieklasse A.

Unser Fazit

Gerade für Familien mit Kindern sind moderne Wäschetrockner ein echter Gewinn. Und das nicht nur, weil sie den Aufwand für die Wäschepflege reduzieren, sondern vor allem, weil sie mittlerweile fast wirtschaftlicher sind als das Trocknen auf der Wäscheleine – zumindest in unseren Breiten.