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Scharf, schärfer, HDR (10), HDR(10)+ – Das steckt hinter den Begriffen

Ein – wenn nicht das wichtigste – Entscheidungskriterium beim Kauf eines neuen Fernsehers ist die Bildqualität. Eine hohe Auflösung ist bei den meisten neuen Modellen eine Selbstverständlichkeit, bereits die Mittelklasse der TVs wartet mittlerweile eigentlich durchgehend mit UHD beziehungsweise 4K auf. Das Zünglein an der Bildqualitäts-Waage kann heute unter anderem die Tatsache sein, ob und in welchem Umfang ein Fernsehgerät HDR-fähig ist.

Was ist HDR?

HDR steht für „High Dynamic Range“ – also einen großen Umfang der Dynamik. Was aber bedeutet das? Auf der einen Seite haben HDR-Geräte eine sehr starke Leuchtkraft in den hellen Bereichen, auf der anderen Seite können sie auch ein sehr tiefes Schwarz darstellen. Das ermöglicht eine sehr detaillierte Bilddarstellung, sowohl in hellen als auch in dunklen Bereichen. Die Kontraste, welche die Geräte wiedergeben, kommen schon sehr nahe an das heran, wie das menschliche Auge sieht.

Was ist HDR10?

Ist ein Fernseher – oder auch ein Monitor – mit der Bezeichnung „HDR10“ ausgestattet, hat man ein HDR-fähiges Gerät mit 10 Bit Farbtiefe vor sich, wodurch der Umfang der Dynamik sich vergrößert. So hat ein 10-Bit-Gerät 1.024 Helligkeitsabstufungen pro Farbkanal, während 8 Bit nur 256 Abstufungen ermöglichen. Häufig werden die Begriffe „HDR“ und „HDR10“ mittlerweile synonym gebraucht.

Was ist HDR(10)+?

2017 stellte der Elektronikkonzern Samsung HDR10+ (auch HDR10 Plus) vor. Diese neue HDR-Technologie arbeitet dynamisch und kann Inhalte in Bezug auf helle und dunkle Bildregionen flexibler berechnen. Eine Szene bei Nacht kann beispielsweise mit anderen Schwarz- und Kontrastwerten gezeigt werden als eine Szene am helllichten Tag. Der Standard HDR10+ ist offen für alle Hersteller und die Anbieter von Inhalten, mittlerweile sind neben Samsung auch weitere große Namen wie 20th Century Fox oder Panasonic auf den HDR10 Plus-Zug aufgesprungen. Dolby Vision zum Beispiel ist eine Technologie, die schon zu bis zu 12 Bit Farbinformationen (4096 Helligkeitsstufen) fähig ist, sich aber bislang aufgrund hoher Lizenzkosten noch nicht durchsetzen konnte.
 
Wer gut gerüstet in die Heimkino-Zukunft starten möchte, ist mit einem HDR10 Plus-fähigen Gerät bestens beraten und wird sich an erstaunlich realitätsnahen Fernsehbildern erfreuen können.