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CeBIT 2016 – Alles wird digitalisiert und vernetzt

 

Schon lange ist die alte Tante CeBIT keine Computermesse mehr. Spätestens bei der aktuellen Veranstaltung vom 14.03.2016 bis zum 18.03.2016 wird klar: Es geht um die Digitalisierung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf Otto Normalverbraucher, der sein Leben ja mittlerweile auch schon ziemlich digitalisiert und vernetzt hat. Trotzdem: Die CeBIT ist keine Konsumentenmesse mehr – das war sie allerdings auch nur in den goldenen Jahren der Homecomputer und noch einmal parallel zum Siegeszug von Handy und Smartphone.

Und doch berühren die Kernthemen der diesjährigen Messe auch und an vielen Stellen das Leben von uns allen; an manchen Stellen geht es dann auch um Dinge, die man kaufen kann, also Consumer-Produkte. Eine ganze Halle (16) ist den Drohnen gewidmet; eine Fachkonferenz für Experten gehört dazu. Für Normalos interessant: Drohnen-Sport, also das Fliegen mit den viel-propellerigen Dingern im sportlichen Wettkampf. Ähnlich wie beim Modellflug können Drohnen-Piloten nach festen Regeln gegeneinander ihr Geschick beweisen. Besonders trendig auf diesem Feld sind Mini-Drohnen für den Sport in Hallen.

Auch zum „Internet of Things“ (IoT) gibt es einen in die Messe integrierten Fachkongress. Der wird sicher feststellen, dass aus dem einstigen Zauberwort rasend anwachsende Realität geworden ist – insbesondere auf dem Smarthome-Feld. Denn inzwischen kann jeder Eigenheimbesitzer sein Häuschen für relativ kleines Geld mit allerlei Sensoren und Empfängern ausstatten, die ihm die Überwachung seines Hab und Guts und die Steuerung von Heizung, Licht und Jalousien erlauben. Im Smarthome-Bereich entwickelt sich das Phone zum alleskönnenden Fernbedienung. Weil sich das Gebiet auch langsam standardisiert, wird es vielleicht auf der CebIT schon Universal-Apps geben, mit denen sich Geräte unterschiedlicher Hersteller kontrollieren und steuern lassen.

Das Thema Sicherheit wird erneut breiten Raum einnehmen. Wobei es zunehmend weniger um die Sicherheit privater PCs geht, als vielmehr um die Angreifbarkeit und den Schutz von IT-Systemen der Unternehmen und öffentlicher Institutionen. Dass es auch um die Sicherheit von Daten in Clouds geht, könnte allerdings auch Privatpersonen interessieren, denn inzwischen hat praktisch jeder Nutzer eines Smartphones und/oder Computers auch irgendetwas in irgendeiner Cloud gespeichert.

Eine wahre Flut an Neuheiten wird es auf dem Bereich der Unternehmens-Software geben. Wer dachte, im Bereich der Business-Lösungen sei schon alles erfunden, sieht sich getäuscht. Aktuell sind es weniger die namhaften und großen Softwarehäuser, sondern kleine Unternehmen und Start-ups, die für Innovationen sorgen.

Und weil es nur ganz vereinzelt Produktneuheiten geben wird und keiner der großen Hersteller von Phones, Tablets und Notebooks oder Komponenten Neuigkeiten angekündigt hat, dürfte ein Besuch der CeBIT 2016 eigentlich nur für Experten interessant werden. Einzig die Drohnen-Halle könnte zum Magnet für Konsumenten werden.