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gamescom 2016: Virtual Reality, 3D und mobiles Gaming im Fokus

 

Eines ist klar: Die Games-Industrie ist inzwischen so ausgewachsen, dass sie bei den Umsätzen mindestens auf demselben Niveau steht wie Film- und Musikindustrie. Die wesentlichen Akteure kommen schon lange nicht mehr nur aus den USA (Software) und aus Japan (Hardware), sondern auch aus Europa und die wichtigste Gaming-Messe auf dem Kontinent ist die gamescom. Hier ein kleiner Überblick über das, was uns auf der Messe 2016 erwartet.

Breites Programm zur gamescom

Vom 17. bis zum 21. August findet die gamescom bereits zum 25. Mal statt – erneut auf dem Messegelände in Köln mit über 800 Ausstellern, die die neuesten Trends präsentieren. Dabei ist sie vor allem eine Fachmesse, die dem Konsumentenpublikum verschlossen bleibt. Für jedermann offen ist die sogenannte „entertainment area“, die besonders am Messesamstag randvoll voll sein wird.

Zahlreiche In- und Outdoor-Events laden zum Zuschauen und Mitmachen ein: Die Palette reicht von Lasergames über Paintball und einer Freestyle Motorcross Show, bis hin zum sogenannten „cosplay village“ für Fans der Anime- und Manga-Szene. Hier gibt es viele spannende Highlights, aufwendige Showacts und natürlich einen Contest um die besten Cosplayer auszuzeichnen.

  

(Fotos: Koelnmesse)

Virtual Reality: Der Top-Trend der gamescom 2016

Wie bei ähnlich gelagerten Messen der Computerindustrie gehören auch gewisse Medienrituale zur gamescom. Vor allem rund um Innovationen, also neue Hard- und Software. Gezeigt werden traditionell die aktuellen Geräte sowie gelegentlich der eine oder andere Prototyp. Zusätzlich gibt es haufenweise Ankündigungen.

Die betreffen im Jahr 2016 vor allem den Bereich „Virtual Reality“ (=VR). Denn die 3D- und VR-Technologien sind im Game-Sektor momentan der Top-Trend. Insofern spielen die aktuellen VR-Brillen und natürlich auch das Thema, ab wann, weitere VR-Brillen erhältlich sein werden und was diese leisten können, eine große Rolle.

So ist auch die neue VR-Brille „Oculus Rift“ in der „entertainment area“ zu sehen und auszuprobieren. Schließlich ist sie inzwischen lieferbar, und angepasste Games dafür sind erhältlich. Der Träger wird mit dem Aufsetzen der Brille regelrecht von der Außenwelt abgeschirmt. Zwei hochauflösende OLED-Displays projizieren räumliche Bilder und geben so dem Gamer das Gefühl, selbst Teil des Spiels zu sein. 

Weitere visuelle Highlights bieten auch die "HTC Vive", die im Vorjahr zur „Hardware des Jahres“ der gamescom gewählt wurde, die "Playstation VR" und die "Samsung Gear". Im Samsung Gear Theater können sich die Besucher der Messe z.B. auf eine rasante Fahrt auf einer virtuellen Achterbahn begeben.

Konsolen: News im Nebel

Bereits seit einiger Zeit im Gespräch ist die für März 2017 geplante Konsole von Nintendo: „NX“. Dabei soll es sich um eine Mobilkonsole handeln, auf der sowohl unterwegs als auch zu Hause angeschlossen an den Fernseher gespielt werden kann. Auf der diesjährigen gamescom ist die Konsole nicht vetreten. So bleiben nur die üblichen Spekulationen, die bereits seit Monaten durch die Szene schweben.

Anders ist es bei Microsoft: Über die kommende „Xbox One S“ ist bekannt, dass sie 40 Prozent kleiner sein und 4K-Video beherrschen wird. Die „Xbox Scorpio“ soll laut Microsoft sogar die Welt des Gaming neu definieren. Auf der gamescom erfahren Messebesucher jedoch nicht viel mehr als das, was bereits bekannt ist. Ganz im Nebel steckt nach wie vor die Playstation Neo, und das wird sich durch die gamescom auch nicht ändern.

  

(Fotos: Koelnmesse)

Games: Mobiles Gaming stark im Kommen

In der „entertainment area“ werden sich Besucher vor allem auf die Konsolen stürzen, auf denen neue Games laufen. Da jedoch seit einiger Zeit über alle Genres hinweg eine Spielidee-Flaute herrscht, wird es hier eher wenige Neuheiten geben. Die Entwickler konzentrieren sich hingegen auf Fortsetzungen großer Hits. Die Palette der Sequels reicht von „FIFA 17“ und „PES 2017“ über „Call of Duty: Infinite Warfare“ bis hin zu „Battlefield 1“. Sehr begehrt wird mit Sicherheit auch die neueste Folge eines Klassikers sein: „The Legend of Zelda – Breath of the Wild“.

Nicht zuletzt wird der gigantische Erfolg von „Pokémon Go“ den Blick auf der gamescom 2016 auf das mobile Gaming lenken. Nach "Niantic", der Entwicklerfirma des Pokémon-Spiels, stehen nun weitere Firmen in den Startlöchern, die in mobiles Spielen investieren. Die Hersteller setzen auf die intuitive Verbindung von Spiel und Realität und wollen Menschen erreichen, die zuvor nicht spieleaffin waren. Hier könnten die vielen Independent-Entwickler in den Fokus rücken, weil sie es sind, die nicht nur alte Arkade- und Konsolen-Hits für Smartphone und Tablet umschreiben, sondern wirklich neue, für Mobilgeräte besonders reizvolle Spielideen bringen.

Fazit: In Köln wenig Neues

Alles in allem gibt es relativ wenig Neues in Köln zu sehen. Dafür lässt sich in der „entertainment area“ jedoch einiges, was gerade erst in den Handel kommt oder gar erst im Herbst Premiere haben wird, ausprobieren. 

 

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