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Kamera-Vergleich: Welche ist die richtige für mich?

Angesichts der Leistungsfähigkeit von integrierten Kameras in Smartphones fragt sich mancher Fotofreund, ob er überhaupt noch eine Digitalkamera braucht. Tatsächlich hängt das stark von den persönlichen Ansprüchen an die Fotos ab. Und zusätzlich von den Einsatzbedingungen. Bei näherer Betrachtung spricht dann viel dafür, doch eine Digitalkamera anzuschaffen, die wie angegossen passt. Wir haben die wichtigsten Kameratypen daraufhin analysiert.

1. Die klassische Kompaktkamera

Wie der Name schon sagt: Die Vertreter dieser Gattung sind kompakt. Passen also in eine Hemd-, Hosen- oder zumindest in eine Jackentasche. Und das bedeutet, dass man eine Kompaktkamera immer dabeihaben kann. An einem solchen Apparat ist alles dran, was man braucht. In der Regel ist ein Zoom-Objektiv verbaut, das für den Nah- und Weitwinkel, aber auch den Telebereich ausreicht. Ein mehr oder weniger guter Blitz ist integriert, und man kann sowohl Fotos schießen, als auch Videos aufnehmen. Da fragt sich der geneigte Smartphone-Besitzer natürlich: Na und, was kann solch eine Kompaktkamera besser?

Tatsächlich ist der Vorsprung nicht groß. Der Bildsensor wird bei einer Taschenkamera kaum mehr Megapixel aufnehmen können, und zoomen können Smartphone-Kameras auch. Die Vorteile liegen beim Objektiv und beim Speicherplatz. Denn Kompaktkameras sind durchweg mit guten bis sehr guten mehrlinsigen Objektiven namhafter Hersteller ausgerüstet, die einfach eine bessere Bildqualität erzeugen. Das liegt vor allem an der Größe, der Güte und der Anzahl der verbauten Linsen. Und wo tausend Aufnahmen den internen Speicher manches Smartphones zum Überlauf bringen, da können bei Kompaktkameras jederzeit die SD-Speicherkarten gewechselt werden, wenn eine voll ist.

Wer auf schwere Ausrüstung gerne verzichtet und eine handliche, leichte Kamera möchte, die trotzdem passable Fotos macht, ist mit der Kompaktkamera gut bedient. Auch der Preis spricht dafür: Brauchbare Apparate anerkannter Hersteller bietet der EP:Fachhandel schon für knapp 100 Euro.

2. Die digitale Spiegelreflexkamera

Anders als die klassische Kompaktkamera, erzeugt die Digitale Spiegelreflexkamera (Abk.: DSLR (steht für „Digital Single Lense Reflex“) Fotos mithilfe eines eingebauten Spiegels. Das einfallende Bild fällt, nachdem es die Objektivlinsen passiert hat, auf einen mechanisch kippbaren Spiegel, der das Licht entweder Richtung Sucher oder bei einer Aufnahme auf den Bildsensor leitet. Auch eingebaut sind große Sensoren, die auf der Fläche eines klassischen Kleinbildnegativs höchste Megapixelwerte bieten – und damit für beste Bildqualität sorgen.

Da die DSLR-Kameras etliche manuell einstellbaren Programme und automatische Programmfunktionen bieten, ist eine Vielzahl an fotografischen Möglichkeiten geboten. Mit unterschiedlichen Objektiven kann das Beste aus jedem Motiv herausgeholt werden. Das ganze Equipment macht sich im Urlaub oder beim Ausflug in die Natur jedoch bemerkbar. Sowohl die Kamera als auch die Objektive haben ein sehr hohes Gewicht.

Die preisgünstigsten Angebote in diesem Segment liegen bei etwa 400 Euro für ein Kit aus Kamerabody und einem Zoomobjektiv – nach oben gibt es praktisch keine Grenzen. Der EP:Fachhändler berät gerne und findet mit Ihnen gemeinsam das passende Modell.

3. Die vielseitige Systemkamera

Die Systemkamera vereint im Grunde die Vorteile von Kompaktkamera und DSLR. Denn einerseits sind die Vertreter dieser Gattung meistens deutlich kleiner und leichter als eine DSLR, andererseits haben sie auch große Bildsensoren und sind mit Wechselobjektiven ausgestattet.

Allerdings finden – um Platz und damit Gewicht zu sparen – Sensoren Verwendung, die maximal vier Fünftel der Fläche einer Vollformat-DSLR bieten. In der Praxis sind Unterschiede nur bei großformatigen Ausdrucken zu erkennen. Ansonsten ist gerade das Angebot an sehr guten Objektiven riesengroß  – die Palette reicht von der extrem lichtstarken Festbrennweite über Fischauge, Superweitwinkel und Zoom-Objektiven verschiedener Spannweiten bis hin zu extremen Teleobjektiven.

Die Bedienung ähnelt der von Spiegelreflexkameras, die installierten Programme sind teilweise identisch. Allerdings verfügt nur eine Minderheit der Systemkameras über einen optischen Sucher; der Bildausschnitt kann daher nur per Display kontrolliert werden. Preislich liegen brauchbare Systemkameras höher als einfache DSLRs – die Skala beginnt bei etwa 500 Euro. Spitzenvertreter dieser Sorte können mit einem Kit-Objektiv aber auch deutlich über 1.000 Euro kosten.

Fazit

Wer immer schon mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert hat, wird auch mit einer DSLR sehr gut zurechtkommen. Mit ihr werden Bilder bester Qualität geschossen. Einziger Nachteil ist das hohe Gewicht von Kamera und Objektiven. Die Systemkamera arbeitet mit einer anderen Belichtungstechnik als die DSLR und ist dadurch wesentlich kompakter und leichter. Auch mit der Systemkamera können Motive in ausgezeichneter Qualität aufgenommen werden. Allerdings sind die Anschaffungskosten zumindest bei hochwertigen Kameramodellen wesentlich höher als bei einer DSLR. Wer bei seinen Schnappschüssen mehr Qualität sucht als das Smartphone bietet und die Bedienung eines klassischen Fotoapparats schätzt, ist mit einer Kompaktkamera gut bedient.

 

Ist die richtige Kamera gefunden, muss das passende Zubehör her. Denn auch Objektive, Filter & Co. spielen beim Fotografieren eine große Rolle. Hier ein kurzer Überblick.