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Schlägt Edge alle? – Der große Browser-Vergleich

Mit Windows 10 hat sich Microsoft nach langen, langen Jahren vom guten, alten Internet Explorer (kurz: IE) verabschiedet und einen von Grund auf neu entwickelten Browser namens „Edge“ eingebaut. Richtig gelesen: Edge geht nur mit Win10 und lässt sich zurzeit auch nicht separat downloaden. Nun stellt sich Otto Normalanwender die Frage, wie denn das neue Microsoft-Teil im Vergleich zu den aktuellen Platzhirschen der Browser-Szene abschneidet.

Marktanteile: Firefox vor Chrome und Safari

Der IE ist nicht nur recht unbeliebt, sondern hält aktuell nur noch einen Marktanteil von gut 10 Prozent (Stand: August 2015). Anführer ist schon seit Längerem der Firefox (ca. 30%) vor Google Chrome (26%) und Apple Safari (rund 23%). Diese Statistik bezieht sich übrigens auf die Browser auf allen Geräten, also auch auf Smartphones und Tablets. Das erklärt den hohen Anteil von Safari, das ja auf Windows-Computern kaum genutzt wird.

Je mehr Menschen nun Windows 10 auf ihren Computern und Mobilgeräten installieren, desto höher müsste eigentlich auch der Anteil werden, den Edge erobert. Aber nur, wenn die Anwender nicht nur auf Win10 umsteigen, sondern Edge anstelle ihres bisherigen Lieblings-Browsers nutzen.

Performance: Chrome vor Firefox und…

Die Computerzeitschrift Chip hat im Juli die Leistungsdaten der gängigen Browser ermittelt und zwei klare Sieger gekürt. Schnellster Browser ist Chrome vor Firefox. Bei den üblichen Benchmarktests lag Edge sogar noch hinter dem alten IE – allerdings wurde in die Bewertung auch einbezogen, ob und welche Erweiterungen es gibt. Und da muss Edge einfach noch passen. Bei der Verarbeitung von Javascript ging der neue MS-Browser allerdings als klarer Sieger ins Ziel.

Weil auch die Performance der jeweiligen Grafikeinheit gut ausgenutzt wird, erscheint Edge in der Praxis in etwa so schnell wie Chrome, auf jeden Fall aber schneller als der Firefox. Der Safari ist, wenn auf einem Mac betrieben, der Schnellste im Verein. Unter Windows liegt er dagegen eher auf einer Höhe mit dem Firefox.

Mobil: Chrome und Safari

Wer unterwegs surft, verwendet auf einem Android-Phone in aller Regel den eingebauten Browser, der im Prinzip Chrome ist, und auf dem iPhone auf jeden Fall die entsprechende Safari-Variante. Aber auf Android-Geräten wird gern auch der Firefox oder sogar das fast vergessene Opera eingesetzt. Hier wird Edge kaum etwas zu gewinnen haben. Aber: Als integrierter Bestandteil der mobilen Win10-Version soll Edge nach ersten Expertentest umwerfend gut sein – aber eben nur auf einem Windows-Mobilgerät.

Fazit: Edge ist gut für Windows 10


Edge mit seiner extrem spartanischen Benutzeroberfläche, seiner guten Performance und einigen netten Features ist der richtige Browser für Windows 10. Nur wer spezielle Bedürfnisse hat, die er bisher mit Erweiterungen (Add-ons, Plug-ins) für Firefox oder Chrome bedient, muss noch warten, bis es die entsprechenden Tools auch für Edge gibt.

Wer auf seinem Desktop-PC oder Notebook bei Windows 7 bleibt, kann ohnehin nicht wechseln, und Mac-User werden sicher nicht auf ihren Safari verzichten. In der mobilen Welt sind die Karten noch klarer verteilt: Edge für Windows, Chrome für Android, Safari für iOS.