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Bestes Alter: So bleiben Oma und Opa mit den Enkeln in Kontakt

Es ist doch herrlich, dass es das Internet, soziale Medien, Smartphones und Apps gibt. Denn diese ganze Technik und Vernetzung hilft Menschen aller Altersgruppen dabei, miteinander in Kontakt zu bleiben. Das finden auch immer mehr Leute im besten Alter, die in der Netzgemeinde inzwischen respektvoll als „Silver Surfer“ apostrophiert werden. Tatsächlich hat sich die Zahl der Facebook-User jenseits der 60-Jahre-Grenze seit 2012 fast verzehnfacht, noch eindrucksvoller sind die Zahlen des Messengers WhatsApp.

WhatsApp mit kleinen Hilfsmitteln

Die Beobachtung zeigt: Haben sich Oma und Opa erst einmal dafür entschieden, auch ein Smartphone zu benutzen, dann gehört das universelle Chat-Programm bei fast allen zur Erstausstattung. Schließlich sind die Kinder und Kindeskinder ab einem gewissen Alter auch WhatsApp-Nutzer. So verdrängt das Chatten teilweise das Telefonieren, aber vor allem die Kommunikation per SMS.

Das wichtigste Werkzeug für Familienmenschen höheren Alters ist dabei die WhatsApp-Gruppe. Diese macht es leichter, allen Enkeln auf einmal Grüße, Fotos und Videos aus dem Urlaub zu senden. Das Gute ist: Man kann ein und dieselbe Person mehreren Gruppen zuordnen. So richtet Oma vielleicht eine Gruppe für die Familie von Tochter Susanne ein, während Opa alle Enkel in einer Gruppe versammelt.

Für viele Best Ager aber ist die schwächere Sehkraft bei der Nutzung des Smartphones das größte Problem. Das betrifft weniger das Lesen der Botschaften, als das Tippen von Nachrichten auf den winzigen virtuellen Tasten. Helfen kann hier ein sogenannter „Pen“ oder „Stylus“. Anstelle der Finger tippt man mit diesem Stift auf die Tasten. Mit der aktivierten Einstellung „Display drehen“ (über diese Einstellung verfügt jedes Smartphone) kann man das Smartphone quer festhalten. Dadurch vergrößern sich die Buchstaben auf der Tastatur und das Tippen vereinfacht sich deutlich.

Sprechenden Menschen wird geholfen

Besonders bequem wird das Chatten, wenn man die Spracherkennung nutzt. Sowohl Apple-, als auch Android-Geräte bieten Funktionen, mit denen das Gesprochene in einen Text umgewandelt wird. Mit ein bisschen Übung und gelegentlichem Nacharbeiten entstehen so mühelos WhatsApp-Nachrichten.

Für den, der keine Textnachricht versenden möchte, gibt es noch die Sprachnachricht bei WhatsApp. Da erzählt der Großvater den Enkeln von der Radtour mit Oma, die wiederum das gewünschte Familienbackrezept ins Smartphone spricht und per WhatsApp versendet.

Sind Seh- und Hörkraft stärker eingeschränkt, bleibt immer noch Skype. Dieses Kommunikationssystem bietet Videotelefonie per Internet an. Skype funktioniert sowohl mobil über Smartphone und Tablet, als auch auf einem Notebook oder Desktop-PC – vorausgesetzt, letztere sind mit einer Webcam ausgestattet. Auf einem PC kann man das System so einrichten, dass selbst Menschen im hohen Alter mit zwei, drei Tastendrücken die Verbindung zu den Nachkommen aufbauen und sich virtuell mit ihnen unterhalten können.

Die geeignete Hardware und Kaufberatung bietet der EP:Fachhändler des Vertrauens an. In der Regel werden die Kinder ihren altgewordenen Eltern einen entsprechenden PC besorgen und alles so einrichten, dass die Kommunikation per Skype möglich wird. Übrigens eignet sich diese Lösung ganz besonders für Familien, die über den Kontinent oder gar Globus verstreut leben.

Und was ist mit Facebook?

Silver Surfer lieben Facebook! Ja, es soll inzwischen Leute im besten Alter geben, die neben Facebook kaum etwas im Internet nutzen. Schließlich findet man in der persönlichen Timeline bei Bedarf auch die Nachrichten aller Lieblingszeitungen und Fernsehsender. Und: Die Kinder und Enkel haben auch fast alle einen Account beim größten sozialen Netzwerk der Welt.

Die Kommunikation auf Facebook ist ein Geben und Nehmen. Davon profitieren vor allem die aktiven Senioren, die viel unterwegs sind, das Leben genießen und sich überall auf der Erde umsehen. Denn sie können durch regelmäßiges Posten von Fotos und Videos dokumentieren, wo sie sind und was sie tun.

Damit das nicht irgendwelche Nachbarn mitbekommen, schränken sie den Kreis der Mitleser ein. Facebook unterstützt das, indem Familien einen besonderen Schutz der Privatsphäre genießen. Haben sich die Verwandten untereinander „befreundet“ und dabei den jeweiligen Verwandtschaftsgrad angegeben, müssen alle so Verbundenen nur noch bestätigen, dass sie Enkel, Kind, Vater, Mutter, Oma, Opa & Co. sind. Die so entstehende Gruppe ist dann für alle außerhalb des Familienkreises unsichtbar.

Schließlich stellt der Messenger von Facebook eine echte Alternative zu WhatsApp dar – sofern mehr Familienmitglieder in diesem sozialen Netzwerk unterwegs sind, als dass sie WhatsApp verwenden. Flexible Großeltern nutzen eben beides.