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Bitte lächeln! Tipps für eindrucksvolle Bilder

Noch nie wurde so viel fotografiert wie heute. Jede Sekunde werden schätzungsweise mehrere Millionen digitale Aufnahmen mit Smartphones und Kameras geschossen. Gleichzeitig wird ein erheblicher Prozentsatz dieser digitalen Bilder live oder zeitverzögert im Netz veröffentlicht. Dann sieht man leider auch, dass der Anteil richtiger schlechter Fotos erschreckend hoch ist. Einige sind unscharf und zu dunkel, andere wiederum verwackelt… Dabei ist es ganz einfach, gute Fotos mit einfachen Mitteln zu produzieren – hier einige wichtige Tipps.

1. Momente festhalten

Fotos, die ganz natürliche Situationen und Momente aus dem wahren Leben festhalten, sind der Hit. Jedenfalls sind sie beliebter als Bilder, auf denen angespannt posiert wird. Wenn genug Licht vorhanden und eine kurze Belichtungszeit eingestellt ist, sollte man die Models zur Bewegung motivieren. Bei Porträts hilft es, wenn die Menschen reden – daher stammt die berühmte Aufforderung „Say Cheese!“. Auch im Deutschen gibt es ein schönes Wort, das für ein lebendiges Gesicht sorgt: Spaghettisoße. Und noch etwas: Wenn ganz ungezwungene Bilder entstehen sollen, dann sollten sie auch in ungezwungenen Situationen aufgenommen werden. Einfach einen schönen Moment abwarten und drauf los fotografieren.

2. Auf Augenhöhe fotografieren

Wenn Leute ihre Kinder und Haustiere fotografieren, sind die Ergebnisse manchmal regelrecht deprimierend – und zwar weil sie von oben geknipst wurden! Egal ob Kinder und Enkelkinder, sitzende Leute oder der Nachbarshund: Es ist wichtig, immer mit dem Objektiv auf Augenhöhe zu gehen! Ein Perspektivenwechsel lohnt sich übrigens auch bei anderen Motiven, wie z.B. Landschaften. Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven und Blickwinkeln zu schießen, kann zu überraschenden und interessanten Bildern führen. Ausprobieren lohnt sich!

3. Still halten

Ein Bild ist dann verwackelt, wenn alle Konturen unscharf erscheinen. Das entsteht, wenn sich die Kamera während der Aufnahme bewegt hat und tritt bei schlechten Lichtverhältnissen und langen Belichtungszeiten auf. Man kann das verhindern, indem man die Kamera bei der Aufnahme fixiert und den Selbstauslöser aktiviert. Wer kein Stativ dabei hat, legt die Kamera auf einer ebenen Fläche (Fensterbank, Tisch, Stufe etc.) ab und löst aus. Achtung: Kontrollieren, ob nicht versehentlich Teile der Fläche mit im Bild sind!

4. Auf das Licht achten

Der Klassiker: Mutti und die Kinder lächeln am Strand in die Kamera, aber auf dem Foto sieht man nur dunkle Flächen. Dies lässt sich meist ganz einfach beheben, indem die Menschen oder Dinge, die fotografiert werden sollen, von vorne beleuchtet werden. Tagsüber heißt das draußen: Der Fotograf sollte immer mit dem Rücken zur Sonne stehen. Und wenn es hinter dem Motiv sehr hell ist, dann hilft der eingebaute Blitz bei der Beleuchtung.

5. Scharf stellen

Alle Kameras und Fotografier-Apps haben eine Schärfeautomatik. Das bedeutet, dass der Apparat das Bild selbst scharf stellt. Die Schärfe legt das Programm je nach Einstellung auf den Gegenstand in der Mitte. Will man aber gar nicht die Mitte scharf haben, muss man der Kamera zeigen, welcher Bereich scharf fotografiert werden soll. Das kann man meist per Touchscreen tun. Falls nicht, bewegt man den Apparat so, dass das Motiv in der Mitte ist, lässt scharfstellen und bewegt die Kamera dann mit halb gedrücktem Auslöser so wie der Ausschnitt gewünscht ist.

6. Mit Effekten sparsam umgehen

Ob Instagram oder Lightroom: Viele Menschen haben es sich angewöhnt, jedes Foto durch einen oder mehrere Filter zu jagen. Das führt dann zu scheinbar spektakulären Ergebnissen – mit denen man aber nur noch wenige Menschen beeindrucken kann. Besser ist es, Fotos möglichst authentisch und einfach zu publizieren. Und wenn es Filter sein müssen, dann sollte man sich auf eine kleine Auswahl beschränken – so werden die eigenen Fotos unverwechselbar.

7. Komposition ist alles

Von einem Schnappschuss ist die Rede, wenn man die Linse einfach auf das draufgehalten hat, was man fotografieren wollte. Bei einem Foto aber ist der Bildaufbau von großer Bedeutung. Das beginnt beim Bildausschnitt, den man durch Zoomen festlegen kann. Erstens: Alles aus dem Ausschnitt raushalten, was für das Bild unwichtig ist. Zweitens: Mindestens eine exakt waage- oder senkrechte Linie im Bild haben. Bei Landschaften sollte der Horizont zum Beispiel immer parallel zur unteren Bildkante verlaufen.

 

Sie denken über eine neue Kamera nach? Da es so unterschiedliche und viele Kameratypen gibt, fällt die Auswahl nicht leicht. Wir haben die wichtigsten miteinander verglichen.