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Damit der Strom auch bei Open-Air-Aktivitäten nicht ausgeht

Die Menschen werden immer mobiler, die Gerätschaften auch, und bei schönem Wetter geht’s mitsamt Notebook, Digicam, Tablet, Smartphone, einem mobilen Player und/oder akku-betriebenen Boxen nach draußen. Und plötzlich gilt: Kein Bild, kein Ton – die Akkus haben keinen Saft mehr. Weil dann häufig gerade keine Steckdose im Wald und auf der Heide zu finden ist, ist es schnell Essig mit Musik und Kommunikation. Da hilft nur Vorbeugen.

 

Der Zweit- und Drittakku fürs Phone

 

Handy-Pioniere wissen es längst: Je mobiler, desto mehr Zusatzakkus fürs Funktelefon. Die hält der Kenner immer schön aufgeladen und nimmt sie dann auch mit, wenn er unterwegs ist. Das gilt prinzipiell für alle mobilen Geräten mit (leicht) wechselbarem Akku, also zum Beispiel auch für Digitalkameras. Um diese Zweit- und Drittakkus sinnvoll zu nutzen, empfiehlt sich:

  • ein passendes Ladegerät anzuschaffen,
  • die Akkus mit Laufnummern (1, 2, 3 etc.) zu beschriften,
  • diese Akkus regelmäßig tauschen.

Das bedeutet: Ist Akku Nr. 1 leer, wird er durch Nummer 2 ersetzt, während Nr. 1 auflädt … und so weiter. Eine Zeitlang waren gerade für Smartphones (und auch Handys) Akkus von Drittanbietern mit mehr oder weniger drastisch erhöhter Kapazität in Mode. Ja, es gab sogar dickere Akkus und passende Ersatzunterteile fürs Mobiltelefon. Weil die meisten Hersteller und Geräte aber nur noch Akkus mit der vorgegebenen Nennleistung erlauben bzw. vertragen, hat sich das Thema weitestgehend erledigt.

 

Powerbanks als Allzwecklösung

 

In den Zeiten von fest verbauten Stromquellen im Gerät werden auch kaum noch Austauschakkus oder Zusatzakkupacks für mobile Computer angeboten. Das heißt: Ist die Batterie leer, kann man einfach nichts mehr machen.

 

Seit einiger Zeit sind aber externe Akkus auf dem Markt, die meist unter der Bezeichnung „Power Banks“ laufen. Dabei handelt es sich um Akkus in einem robusten Gehäuse, die (fast) jedem Mobilgerät als Versorger dienen können. Inzwischen reicht die Spannbreite von Geräten mit Form und Größe einer Zigarre bis hin zu Kästen mit den Grundmaßen eines Smartphones und mehreren Zentimetern Höhe. Die Kapazität beginnt bei unter 2.000 mAh und reicht bei Geräten für um die 50 Euro bis zu annähernd 20.000 mAh.

 

Was bedeutet dieser Wert in der Praxis? Aus einer Powerbank mit 16.000 mAh lässt sich ein iPad mehr als einmal, ein Galaxy S5 viermal und ein iPhone 6 gar sechsmal komplett aufladen. Erst dann ist auch die Powerbank leer und muss aufgeladen werden. Dafür wird eine entsprechend lange Zeit gebraucht – ein 10.000-mAh-Kästchen braucht (je nach Hersteller) zwischen acht und zwölf Stunden für eine komplette Ladung. Die Preise liegen zwischen rund 13 Euro für 3.200 mAh und annähernd 90 Euro für Geräte mit einer Kapazität jenseits der 20.000-mAh-Marke.

 

Die Verbindung zwischen Powerbank und Mobilgerät wird per USB-Kabel hergestellt; wichtig ist deshalb bei der Anschaffung eines solchen Energiebündels gleich die passenden Kabel mit einzukaufen. Außerdem ist es dringend ratsam, ein Steckernetzteil für die Powerbank – das nicht immer zum Lieferumfang gehört – anzuschaffen. So kostet eine Kombination empfehlenswerter Größe mit allem Drum und Dran dann knapp 40 Euro.

 

Alternative Energiequelle: Solarpanel

 

Nun ist man also draußen, und es ist schön. Die Sonne scheint und… Halt, wenn die Sonne scheint, kann man ihre Energie doch nutzen. Ja, seit einiger Zeit sind portable Solarpanel zu erschwinglichen Preisen zu haben, die es schaffen, einen Mp3-Player oder ein Smartphone in akzeptabler Zeit zu laden – wenn sich möglichst wenig Wolken zwischen Quelle und Empfänger schieben.

 

Sowohl im Preis, als auch in Leistung und Qualität unterscheiden sich die Sonnensegel ganz erheblich. Deshalb ist zunächst der Griff zu Angeboten bewährter Hersteller anzuraten. Außerdem ist sehr empfehlenswert, darauf zu achten, dass die Solarzellen möglichst robust verpackt sind, dass sich die Panel gut falten, gut aufstellen bzw. über Ösen befestigen lassen. Bei der Technologie gibt es dagegen relativ wenig Unterschiede: Durchweg wird Monokristall-Silizium eingesetzt, die Effizienz bei der Umwandlung liegt meist in der Gegend oberhalb 15 Prozent.

 

Es gilt die Regel, dass umso mehr Strom erzeugt wird, je mehr Solarzellen an Bord sind. Und je mehr Solarzellen Dienst tun, desto teurer wird das Panel. Für den völlig netzunabhängigen Betrieb eines Notebooks sind mindestens 40 Watt Leistung nötig – die bei guter Qualität dann aber auch fast 200 Euro kosten. Ungefähr 14 Watt reichen für die meisten Smartphones, mit 20 Watt lassen sich Tablets gut versorgen.

 

Die ultimative Outdoor-Stromversorgung ist (nein, nicht der bezinbetriebene Generator) aber eine Kombination aus Solarpanel und Powerbank. So kann man während der Sonnenstunden gezielt eine oder mehrere Powerbanks aufladen und diese bei Bewölkung anzapfen.