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Der ganz große Kaffeegenuss – 5 feine Kaffeerezepte

Kaffee muss nicht immer heiß getrunken werden – gerade im Sommer erfrischen kalte Varianten des braunen Getränks ganz besonders. Außerdem eignet sich das flüssige Extrakt der Bohne für allerlei süße Genüsse. Dass der Kaffee aber auch fast zwingend in verschiedene Gerichte der Texmex-Küche gehört, ist weniger bekannt. Hier fünf feine Kaffeerezepte aus den genannten Kategorien. 

Die Kaffee-Rezepte liegen übrigens hier zusammengefasst zum Download bereit.

Klassischer Eiskaffee

Diese Spezialität stammt wider Erwarten nicht aus der italienischen Speiseeiskultur, sondern wurde vermutlich nördlich der Alpen erfunden. Deshalb gehört in den klassischen Eiskaffee auch kein Espresso, sondern ein doppelt starker Filterkaffee. Den kann man heutzutage prima mit einer traditionellen Filtermaschine oder dem Kaffeevollautomaten erzeugen. Wer aber eher den Geschmack des italienischen Espressos mag, braut sich das Getränk eben in der Espressomaschine.

Puristen werden auch das obligatorische Vanille-Eis selbst herstellen. Das geht mit einer Eismaschine fürs Tiefkühlfach ganz einfach, und man kann die Intensität des Vanillegeschmacks nach Lust und Laune steuern.

Zutaten: Kaffee, Vanilleeis, Schlagsahne

Zubereitung: Den Kaffee nach dem Kochen süßen und abkühlen lassen. Er sollte vor der Verwendung so warm sein, dass man sich nicht daran verbrüht. Dann zwei, drei Kugeln Vanilleeis in ein hohes Glas geben und den Kaffee dazugießen. Wichtig: Nicht rühren! Zum Schluss eine kleine Sahnehaube auf das Getränk geben, Milch hat im klassischen Eiskaffee nichts verloren. Traditionell wird der Kaffee durch einen Trinkhalm genossen, bevor am Ende das Eis gelöffelt wird. 


Griechischer Frappé aus frischem Mokka

Wenn es ein griechisches Nationalgetränk gibt, dann ist das weder der Ouzo, noch der Retsina, sondern der Frappé. Der wird in jedem Kafenion, in jedem Restaurant und an jeder Strandbude serviert. Traditionell entsteht er aus löslichem Kaffee – es gibt sogar eine speziell für Griechenland abgefüllte Sorte aus dem Hause Nescafé. Überraschend lecker ist aber eine Variante aus frischem Mokka. So nennt man Kaffee, der aus dem feinen Mehl dunkel gerösteter Bohnen aufgekocht wird.

Zubereitung: Kaffee, Zucker, Mokka, Eiswürfel

Zubereitung: Kaffeepulver und Zucker im Verhältnis 5:1 in einen Topf füllen, Wasser hinzugeben und das Gebräu kurz sprudelnd aufkochen. Für einen Frappé dann das Getränk durch ein feines Sieb geben und vollständig abkühlen lassen. Zum Schluss den Mokka mit ein, zwei Eiswürfeln in den Mixer geben und diesen laufen lassen, bis das Eis zerschlagen ist. Serviert wird der Frappé dann mit ein, zwei Eiswürfeln pro Portion in einem hohen Glas.

Mokkacreme aus echtem Espresso

Eigentlich ist das Attribut „Mokka“ bei dieser Creme irrführend, denn das Ausgangsprodukt ist hier echter Espresso. Für vier Dessertportionen Mokkacreme braucht man zunächst vier Tassen Espresso in normaler Stärke, der vor der Weiterverarbeitung nicht abgekühlt sein muss.

Zutaten (für 4 Portionen): Kaffee, 2 Blatt Gelatine, 2 Eier, 2 EL brauner Rohrzucker, 200 ml Schlagsahne

Zubereitung: Gelatine in kaltem Wasser einweichen und gut ausdrücken. Espresso, Eier und Zucker mit dem Handrührer in einer großen Metallschüssel (Kessel) vermischen und anschließend knapp zehn Minuten lang über Wasserdampf schaumig schlagen. Die Mixtur sollte immer warm, fast heiß sein, aber nie so sehr, dass das Ei gerinnt. Kessel vom Dampf nehmen und die Gelatine unter Rühren in der Mischung auflösen. Zum Schluss – ebenfalls unter Rühren – im kalten Wasserbad (Spülbecken) ganz abkühlen. In Portionsschälchen oder -gläschen geben und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Man kann ganze oder zerhackte Mokkabohnen (die ja eigentlich aus Schokolade bestehen) unterheben oder die Creme mit Früchten servieren. Ein besonders feines Dessert sind kleine (selbstgebackene) Windbeutel mit Mokkacreme gefüllt.


Kaffeekuchen in verschiedenen Varianten

Der Kaffeekuchen besteht aus klassischem Rührteig, wird in der Kastenform gebacken und mit einer Schokoglasur überzogen. Hier das Basisrezept:

Zutaten: Kaffee, 150 g weiche Butter, 200 g Kristallzucker, 220 g Mehl, 4 mittelgroße Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Backpulver, 1 Päckchen Puddingpulver (Vanille), 1 Espressotasse abgekühlter starker Bohnenkaffee (kein Espresso!), 3 EL Milch, 1 Prise Salz

Zubereitung: Eier trennen und Eiweiß steifschlagen. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Rührgerät schaumig rühren. Zuerst Mehl, Pudding- und Backpulver mit den Knethaken in den Schaum rühren und dann erst Kaffee und Milch hinzugeben. Das steife Eiweiß portionsweise und sanft unterheben. Kastenform gut mit Butter einfetten und Teig darin gleichmäßig verteilen und oben glattstreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 160° Grad (Umluft) auf mittlerer Höhe 50 bis 60 Minuten backen. Danach kurz in der Form abkühlen und dann auf ein Gitter stürzen und ganz auskühlen lassen.

Entweder mit einer Instant-Glasur (Schoko, Mokka etc.) überziehen oder selbst Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und auftragen.

Varianten: Stärker wird der Kaffeegeschmack, wenn der Kaffee nach Mokka-Methode zubereitet wurde und man die Milch ganz weglässt. Interessant ist auch, auf Vanillezucker und -pudding zu verzichten und stattdessen mit einem Gläschen Cognac, Brandy oder Calvados zu aromatisieren.


Chili con Carne mit Kaffee

Experten sagen, dass in ein echtes Chili con Carne – dem Leitgericht der Texmex-Küche – zwingend Kaffee gehört. Und zwar gebrüht nach Cowboy-Art. Das hat damit zu tun, dass diese Küche nur wenig mit der mexikanischen Kochkultur, aber viel mit der Art und Weise zu tun hat, wie die Kuhhirten sich selbst bekochten. Weil am Lagerfeuer immer eine Blechkanne mit heißem Kaffee stand, kam irgendwer auf die Idee, das Chili damit zu verfeinern. Und so blieb es auch.

Wichtig: Der Kaffee darf geschmacklich schon von der Röstung her nicht in die Espresso-Richtung gehen. Er sollte eher wie klassischer Bohnenkaffee von Oma schmecken, nur sehr viel stärker. Wer es ganz authentisch mag, kocht drei Esslöffel grob gemahlene Bohnen mit 250 ml Wasser (ohne Zucker!) auf, lässt das Gebräu kurz ziehen und siebt es dann durch.

Die einfachste Chili-Variante, die nach Kaffee schreit, geht so:

Zutaten (für 4 Portionen): Kaffee, 500 g Rinderhack, 1 große Zwiebel, 1 feurige Chili-Schote, 1 Dose stückige Tomaten, 1 Dose Kidney-Bohnen, 1 kleine Dose Mais, 1 Handvoll gehackte glatte Petersilie, neutrales Öl, Salz, Pfeffer, Chilipulver, gemahlener Kreuzkümmel, getrocknetes Oregano, 200 ml Cowboy-Kaffee

Zubereitung: Zwiebel fein würfeln und gemeinsam mit dem Hack in neutralem Öl scharf anbraten, sodass das Fleisch krümelig wird. Chili-Schote sorgfältig entkernen, fein schneiden und kurz mit anbraten. Kreuzkümmel, Tomaten und Kaffee hinzugeben, salzen und pfeffern und 2 bis 3 Minuten aufkochen lassen. Dann die Temperatur senken, Bohnen und Mais abtropfen lassen und dazugeben. Alles 20 Minuten ganz leicht köcheln und immer wieder gut durchrühren. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel- und Chili-Pulver sowie getrocknetem Oregano abschmecken und mit der gehackten Petersilie bestreuen.

Noch exotischer wird dieses beliebte Partygericht, wenn zusätzlich mit Kakaopulver und Chipotle-Soße gewürzt wird.

Bon Appetit!

 

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