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Der ganz große Kaffeegenuss – Welche Maschine ist die richtige?

Früher war Bohnenkaffee ein Luxusartikel. Heute gilt Kaffee als Genussmittel, und ist für viele Menschen auch ein Lebensmittel. Und das weltweit. Selbst bei den Briten und den Japanern, den klassischen Teetrinkern, ist der Kaffeeverbrauch im vergangenen Jahrzehnt stark angestiegen. So hat sich eine globale Kaffeekultur ausgebreitet, in der jede Sorte und jede Zubereitungsart ihren Platz gefunden hat. Es gibt eine Vielzahl an Kaffeemaschinen, die Frage, die bleibt, ist nur: Welche ist die richtige für mich?

Gebrüht oder mit Dampfdruck erzeugt

Ganz grundsätzlich kann Kaffee aus gerösteten und gemahlenen Bohnen auf drei verschiedene Art und Weisen hergestellt werden. Entweder wird das Kaffeemehl mit Wasser aufgekocht, mit kochendem Wasser überbrüht, oder heißer Wasserdampf wird unter Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Das letztgenannte Verfahren führt zum Espresso.

Für einen echten Espresso braucht man entweder die berühmte Espressokanne für den Herd oder eine Espresso- bzw. Dampfdruckmaschine. Der gute alte Filterkaffee wird dagegen in der klassischen Kaffeemaschine aufgebrüht. Inzwischen haben aber Kaffee-Pads und -Kapseln die Kaffeekultur revolutioniert. Immer mehr Menschen haben oder wünschen sich eine Maschine, die in Sekunden aus einer Kapsel oder einem Pad leckeren Kaffee in die Tasse bringt. Die Spitze der Kaffeekultur aber markieren Kaffeevollautomaten, in denen die Bohnen gemahlen und das Kaffeemehl dann frisch aufgebrüht wird.

Die Filtermaschine

Die klassische Filtermaschine ist sozusagen DIE Kaffeemaschine. Sie kam in den Sechzigerjahren auf und knüpft an die Tradition des gebrühten Bohnenkaffees an, bei dem erhitztes Wasser durch einen mit Kaffeemehl gefüllten Papierfilter in die Kanne läuft. Nach demselben Prinzip bereiten heute noch Filtermaschinen das beliebte Heißgetränk zu. Allerdings hat sich die Technik in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert. So haben Thermoskannen in vielen Fällen die Glasbehälter und Warmhalteplatte abgelöst. Die erreichten Wassertemperaturen sind höher, und der Filterbehälter ist stärker gegen über der Umgebungsluft abgeschottet. Zudem verfügen viele Filtermaschinen mittlerweile über nützliche Zusatzfunktionen wie z.B. eine Timerfunktion. So kann sich der Genießer vom Duft des frischen Kaffees wecken lassen.

Die Espressomaschine

Wer kennt sie nicht, die chromblitzenden Maschinen in den italienischen Eisdielen, Cafés und Restaurants? Manche sind wirklich riesig, dienen aber trotzdem nur dem Zweck, Espresso und dazu den beliebten Milchschaum zu erzeugen. Tatsächlich sind auch Espressomaschinen für den Hausgebrauch technische Wunderwerke, denn der mit ihnen zubereitete Kaffee wird nur schmecken, wenn die Dampferzeugung jederzeit perfekt funktioniert. Und das geht nur, wenn optimale Materialien mit größter Sorgfalt verarbeitet wurden.

Brauchbare Espressomaschinen sind aus diesem Grund nicht ganz günstig. Die unterste Preisstufe für kleine Maschinen mit Dampfdüse für den Milchschaum liegt bei um die 150 Euro. Wesentlich langlebiger sind Geräte für mind. 300 Euro. Darüber beginnt der Bereich der semiprofessionellen Maschinen – die Preisskala ist nach oben offen.

Kapsel- oder Pad-Kaffeemaschinen

Als um 2001 der niederländische Elektronikhersteller Philips gemeinsam mit dem ebenfalls niederländischen Kaffeeröster Douwe Egberts das Senseo-System entwickelte, konnte niemand ahnen, wie rasant Kaffeepads und später -kapseln den Markt erobern würden. Die Idee war so einfach wie genial: Mit einem Pad wird in einer spezialisierten Maschine in Sekunden genau eine Portion Kaffee gekocht und gleich in die Tasse befördert.

Inzwischen gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Gattungen und mehrere Systeme auf dem Markt. Kaffee wird einerseits – passend für den jeweiligen Typ – gemahlen in Pads verkauft, die von der Konstruktion her Teebeuteln ähneln. Andererseits befüllen verschiedene Anbieter Aluminiumkapseln mit Kaffeepulver. Teilweise direkt mit dabei sind auch andere Bestandteile wie z.B. Milch, um Cappuccino, Latte Macchiato, Kakao und vieles mehr zu zaubern. Auch wenn inzwischen Kaffeemaschinen am Markt sind, die verschiedene Pads verarbeiten können, gilt grundsätzlich: Immer die passenden Pads oder Kapseln für die vorhandene Maschine kaufen.

Der Kaffeevollautomat

Kaffee-Gourmets werden es kaum glauben, aber Vollautomaten gibt es erst seit knapp 30 Jahren. Ein findiger Berliner hatte sich die Verkaufsautomaten für Heißgetränke genauer angesehen und dabei die Vision entwickelt, jeder Freund des guten Bohnenkaffees könnte sich über ein Gerät freuen, das vom Mahlen des Kaffees bis zum Aufschäumen der Milch alles erledigt. Je eine italienische und eine Schweizer Firma übernahmen die Idee und entwickelten die ersten Maschinen dieses Typs. Bis auf den heutigen Tag stammt die absolute Mehrheit der Kaffeevollautomaten oder zumindest der verbauten Technik von Jura oder Saeco.

Wer täglich wunderbaren frischen Kaffee im Zweipersonenhaushalt auf dem Tisch haben möchte, ist mit einem Vollautomaten im Preissegment zwischen 500 und 700 Euro gut beraten, sollte aber großen Augenmerk auf die Verarbeitungsqualität und die Reinigungsmöglichkeiten legen. Für 1.000 bis 1.200 Euro werden die bewährten Maschinen der bekannten Hersteller angeboten, die für ihre Lebensdauer bekannt sind. Soll der Vollautomat für acht, zehn oder mehr Jahre ein ganzes Büro mit dem aromatischen Heißgetränk versorgen, müssen mindestens 1.800 bis 2.000 Euro investiert werden.

Fazit

Für welche Art des Kaffeekochens mit einer Maschine man sich entscheidet, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer gerne günstig und in großen Mengen den klassischen Kaffee wie bei Oma trinken möchte, der greift zur Filtermaschine. Hier wird jedoch nicht sehr viel Vielfalt geboten. Bei den Pad- und Kapselautomaten gibt es den Kaffee hingegen in verschiedensten Geschmacksrichtungen und Ausführungen. Die Zubereitung ist einfach und schnell, das Versorgen aller geladenen Gäste am Geburtstag damit aber eher mühsam. Das größte Manko der Kapsel- und Pad-Maschinen: Sie verursachen sehr viel Müll und belasten damit die Umwelt. Sehr viel umweltfreundlicher arbeiten die Kaffeevollautomaten. Sie versprechen mit der richtigen (manchmal aufwendigen) Reinigung viele Jahre vollaromatischen Kaffeegenuss.

 

Kaffee ist ein vielseitiges Produkt, das sich hervorragend für verschiedene Rezepte eignet. Wir haben ein paar leckere Ideen gesammelt.