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Der große Selfie-Ratgeber: Wenn man selbst mit auf dem Foto sein will

Das Selbstporträt hat in der bildenden Kunst eine lange Tradition. Man denke nur an das Selfie, das ein gewisser van Gogh seinerzeit mit abgeschnittenem Ohr angefertigt hat. So weit muss niemand gehen, der sich der Welt da draußen im Internet präsentieren will. Wobei ja inzwischen das Mehrpersonen-Selfie voll im Trend liegt. Das hat in etwa dieselbe Funktion wie der Schnappschuss aus dem Urlaub, von der Party oder an einem berühmten Ort, das man früher mit der Agfa-Klick geknipst hat. Heutzutage werden Selbstporträts und Erinnerungsschnappschüsse vorwiegend mit dem Smartphone angefertigt. Die Legende sagt, dass die Entdeckung der Frontkamera zu diesem immer noch anhaltenden Trend geführt hat. Denn die Frontkamera ist so etwas wie die Kombination aus Taschenspiegel und Fotoapparat: Man sieht sich selbst und kann das, was man sieht knipsen.

 Tipp 1: Immer die Frontkamera nutzen!

Bis vor zwei Generationen eignete sich die Frontkamera eines Smartphones maximal für ein bisschen Videotelefonie mit Skype; die Auflösung lag auf altem Handy-Niveau, irgendwelche Einstellungen ließen sich gar nicht erst vornehmen. Das sieht heute anders aus. Manche Hersteller bewerben ihre Geräte inzwischen mit dem Hinweis „Selfie-Kamera“ und meinen damit, dass bei ihnen die Frontkamera richtig ordentliche Bilder in guter Auflösung macht.

Deshalb gilt: Mit einem Smartphone der vorletzten und aktuellen Generation kommt beim Selfie die Frontkamera zum Einsatz. Denn der Versuch, mit der Superduper-Heckkamera ein Selfie zu schießen, führt in der Regel zu merkwürdigen Verrenkungen des Knipsers.

 Tipp 2: Gut aussehen

Wer will nicht gut aussehen auf einem Selfie? Mit ein bisschen Probieren und Üben kriegt jeder schöne Selbstporträts hin. Entscheidend ist das Licht. Das Gesicht sollte ausreichend, aber nicht zu grell ausgeleuchtet werden. Das Licht sollte eher diffus als fokussiert kommen, und am besten mehr von der Seite als von oben oder unten. Bedeutet: Die Lichtquelle (bei Außen-Selfies also die Sonne…) sollte sich als seitlich vor der Fotografin bzw. dem Fotografen befinden. Wie genau das Antlitz dann beleuchtet wird, steuert man mit Bewegungen des Kopfes.

Besonders sympathisch kommen Gesichter rüber, wenn sie in warmen Farbtönen erscheinen. Sonnenlicht malt etwa ein, zwei Stunden nach Sonnenaufgang und etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang in besonders warmen Farben – die idealen Zeiträume zum Selfieren. Auch die Bekleidung spielt eine Rolle, denn das Licht wird zum Beispiel vom Oberteil reflektiert. Manchmal reicht ein bordeauxfarbiges Halstuch oder ein brauner Schal, um dem Bild die richtige Würze zu geben.

 Tipp 3: Den Hintergrund beachten


Die Mehrheit der Selfies wird geknipst, um Freunden zu zeigen, mit wem man wo und bei welchem Anlass war. Wenn auf dem Foto dann aber nur die Gesichter der Beteiligten zu sehen sind, erschließt sich der Anlass nicht. Also muss die Location bzw. die Party im Hintergrund sichtbar werden. Ein verbreiteter Fehler besteht darin, das Smartphone hoch in der Luft über den Köpfen der Mitmacher zu halten und nach unten zu fotografieren. Besser ist es, einen Winkel zu finden, bei dem außer den Gesichtern mehr zu sehen ist. Gerade hier ist die Selfie-Stange ein nützliches Zubehör, weil sie mehr Spielraum bietet.

Man kann die Abgebildeten aber auch so gruppieren, dass die Gesichter quasi um einen Durchblick in der Mitte gruppiert sind; dort sieht man dann die Bühne, den Tisch, die Tanzfläche oder was sonst zum Anlass gehört.

 Tipp 4: Selfies ohne Smartphone

Ja, man kann auch Selfies mit der Kamera machen. Das ist ja schon fast in Vergessenheit geraten. Wobei es bei dieser Tätigkeit schon seit Jahrzehnten ein absolutes No-Go gibt: Sich selbst im Spiegel knipsen und dabei den Blitz nutzen. Jeder kennt diese Fotos, auf denen sich auf Höhe des Kopfes eine Supernova zeigt… Überhaupt ist es völlig sinnlos, ein Selbstporträt im Spiegel zu versuchen und die Kamera dabei vor dem Gesicht zu haben.

Zu einem ordentlichen Selfie per Digicam gehört zwangsläufig ein Stativ. Das muss kein Dreibeingerät mit Schwenkarm sein. Ein Tischstativ für zehn Euro tut’s auch. Dann wählt man den Hintergrund so, dass man absehen kann, wo sich die zu fotografierenden Teile befinden, aktiviert den Selbstauslöser und rennt schnell an diese Stelle. Bequemer geht es mit einem Fernauslöser, die es für DSLRs jeder Marke gibt.



Noch bequemer und einfacher geht es mit speziellen Selfie-Kameras. Die Canon Legria Mini x eignet sich mit ihrem klapp- und drehbaren LCD-Screen (2,7“-Display) perfekt für Selfies. Dank Mini-Größe und leichtem Gewicht (675 g inklusive Akku und Speicherkarte) liegt sie angenehm in der Hand. Ihr Ultraweitwinkel sorgt für spannende Motivansichten, die mit dem Standfuß oder dem 1/4"-Stativgewinde optimal eingefangen werden können. Anschließend kann das aufgenommene Foto oder Video ganz einfach per WLAN aufs Smartphone oder Tablet übertragen und so mit Freunden geteilt werden.


 

 Fazit

Schöne und aussagekräftige Selfies sind keine Raketenwissenschaft, wenn man ein paar Dinge beachtet. Aktuelle Smartphones sind die idealen Werkzeuge zum Knipsen solcher Bilder. Nur eins noch: Sagen Sie nie zu einem Passanten, er möge bitte ein Selfie von Ihnen machen…