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EM-Party draußen: Die zweite Küche für Kleingarten und Wochenendhaus

Seit Jahren werden Kleingärten und Wochenendhäuser bei Familien, die in der Großstadt wohnen, im beliebter. Auch und gerade, wenn im Sommer eine Fußball-WM oder –EM läuft, denn dann schaut sich die ganze Familie draußen im Garten die Spiele an. Nun gehört zur netten EM-Party aber auch die gemeinsame Mahlzeit. Und da greifen viele Besitzer von Lauben leider immer nur auf den Grill zurück, weil es sonst keine Möglichkeit gibt, etwas Leckeres zu kochen. Das muss nicht sein, denn mit drei oder vier platzsparenden und preisgünstigen Elektrogeräten entsteht die komplette zweite Küche für Laubenpieper.

Unverzichtbar: Der Wasserkocher

Der berühmte britische Fernsehkoch Jamie Oliver sagte einmal: Sobald ich zum Kochen in die Küche kommen, setze ich als erstes den Wasserkocher in Gang. Das ist ein guter Anfang, weil man bei vielen Rezepten kochendes Wasser braucht. So kann man beispielsweise Tiefgekühltes schneller auftauen, einen Soßen- oder Suppenansatz ablöschen oder einfach nur Kaffee oder Tee bereiten. Deshalb ist ein elektrischer Wasserkocher unverzichtbarer Bestandteil der zweiten Küche.

Und wenn es Petrus doch nicht ganz so warm werden lässt, ist mit dem Kocher rasch heißes Wasser für ein Warmgetränk bereitet. Beim EP:Fachhändler findet sich eine große Auswahl an Geräten dieser Art mit unterschiedlichen technischen Daten und in verschiedenen Preisklassen; brauchbare Wasserkocher gibt es für 30 bis 40 Euro.

Dringend zu empfehlen: Ein Mini-Kühlschrank oder eine elektrische Kühlbox

Natürlich müssen auch in der zweiten Küche die Produkte vor der Zubereitung korrekt gelagert werden. Gerade im Sommer heißt dies: Gekühlt. Da bieten sich eine elektrische Kühlbox oder ein Mini-Kühlschrank als Lösung an. Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Typen liegt auf der Hand. Die elektrische Kühlbox ist immer mit einem Tragegriff ausgestattet, also mobil. Weil beinahe alle Boxen dieser Art am Zigarettenanzünder des Autos angeschlossen werden können, kühlen sie auch unabhängig von der Steckdose.

Während einigermaßen transportable Boxen einen Inhalt von höchstens 25 Litern aufweisen, bieten Mini-Kühlschränke für den stationären Betrieb typischerweise ein Volumen von 40 Litern und mehr. Zum Vergleich: Der klassische Unterbau-Kühlschrank ohne TK-Fach hat meist eine Kapazität von mehr als 85 Litern.

Eine sinnvoll einsetzbare elektrische Kühlbox kostet um die 60 Euro, während die Preise für nützliche Mini-Kühlschränke bei rund 100 Euro beginnen. Wer oft Tiefkühlkost zum Kochen mitbringen möchte, ist mit einer großen Kühlbox am besten bedient. Steht das Lagern von Vorräten im Vordergrund, empfiehlt sich dagegen ein Mini-Kühlschrank für das Wochenendhäuschen.

Und wer zur Fußballfete im Kleingarten eine größere Menge Getränke transportieren und dort kühl ausschenken möchte, der ist mit der Anschaffung von Mini-Kühlschrank UND elektrischer Kühlbox bestens ausgerüstet.

Beides sinnvoll: Kochplatten oder Elektrogrill

Ein gängiges Vorurteil besagt, dass man auf einem Grill immer nur grillen kann. Gerade beim Elektrogrill stimmt das nicht, denn bei den leistungsfähigeren Geräten kann der Grill auch als Hitzequelle für Töpfe und Pfannen verwendet werden. Natürlich eignen sich Kochplatten dafür am Ende besser. Wer also überhaupt kein Interesse am Grillen hat, sollte sich mit den praktischen Zweiplatten-Geräten befassen. Moderne Vertreter dieser Art besitzen entweder Ceran-Kochfelder oder arbeiten gar mit induktiver Wärmequelle. Sind die Kochstellen ausreichend groß, kann man problemlos den Topf für die Kartoffeln und die Bratpfanne für die Koteletts gleichzeitig nutzen.

Billig sind solche Kochplatten nicht; jedenfalls dann, wenn sie wirklich für richtiges Kochen genutzt werden sollen – die Preise beginnen bei ungefähr 40 Euro und gehen bei Induktions-Herdplatten bis weit über 200 Euro. Interessant sind auch Geräte, bei denen ein kleiner Backofen mit zwei Kochplatten ausgerüstet ist.

Soll wirklich gekocht werden, bietet sich der Typ E-Grill an, bei dem eine Hälfte aus einem Rost und die andere Hälfte aus einer Platte besteht. Denn auf einer solchen glatten Fläche können ganz normale Kochtöpfe genutzt werden wie auf einem Herd. Voraussetzung ist natürlich, dass eine entsprechende Hitze produziert wird. Elektrogrills, die das können, kosten mindestens rund 100 Euro.

Auch hier gilt: Kommt während der Fußballübertragung der Regen, und das Grillen muss ausfallen, werden die Würstchen für die Fans eben in der Pfanne auf der Kochplatte im Häuschen gebrutzelt.

Fazit: Die zweite Küche

Wer im Sommer während der EM draußen im Schrebergarten, in der Laube, in der Datsche oder im Wochenendhäuschen gern etwas Ordentliches kochen und essen möchte, sollte sich eine zweite Küche mit den wichtigsten Geräten einrichten, um auf alle wettertechnischen Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Für die Kombination aus Wasserkocher, Kühlgerät und Kochstelle muss der Laubenpieper also mindestens knapp 120 Euro ausgeben. Wer mehr Möglichkeiten bei der Lagerung und beim Garen haben möchte, sollte mit einer Investition von ungefähr 250 bis 400 Euro rechnen. Werden Kühlbox UND Kühlschrank sowie E-Grill UND Kochplatte angeschafft, kommen eher 500 Euro oder mehr zusammen.