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Endlich Abkühlung! - Selbstgemachtes Stieleis und andere kalte Köstlichkeiten

Wenn im Hochsommer die Hitzewelle kommt, lechzen alle nach Abkühlung – äußerlich und innerlich. Gut hat’s, wer eine Tiefkühltruhe, einen Gefrierschrank oder eine moderne Kühlkombi besitzt. Denn in diesen Großgeräten kann man nicht nur prima Vorräte einfrieren, sondern herrlich kalte Köstlichkeiten herstellen – hier 5 Rezepte für eisige Leckereien, auch für den Hund:

1. Eis am Stiel aus Fruchtsaft

Voraussetzung für das selbstgemachte Eis am Stiel sind passende Formen. Die Auswahl an solchen Schablonen ist riesig – es gibt sie für vier, sechs, acht und neun Eislutscher in Normalgröße und im Miniformat, sie bestehen aus Kunststoff oder Silikon, aber alle sind so konstruiert, dass jedes Eis einen Stiel zum Anfassen hat. Die Preise bewegen sich zwischen knapp 5 und höchstens 20 Euro für die Luxusvarianten. Das Prinzip funktioniert so: Die aromatisierte Flüssigkeit wird in die Förmchen gegossen, dann kommt der Deckel mit dem Stiel drauf – und ab in den Gefrierschrank.

Hat der Kühlkasten verschiedene Kältezonen, gehört das Stieleis eher in die mittlere Ebene. Denn gerade Lutscher aus Fruchtsaft sollten nicht schockgefrostet werden, wenn sie ihr Aroma behalten sollen. In modernen Geräten braucht das Eis kaum eine halbe Stunde bis es wirklich vom Stiel geschleckt werden kann.

Nicht jede Frucht und nicht jede Art Fruchtsaftgetränk eignet sich gleich gut für Stieleis. Das hängt vom Frucht- und vom Zuckergehalt ab. Am zuverlässigsten funktioniert es mit Fruchtnektar, also mit Wasser verdünnten, gesüßten Getränken. Unter den Zitrusfrüchten ergeben Orangen und Pampelmusen sehr leckeres Eis; herrlich erfrischend wird das Stieleis aus dem Nektar von Beerenfrüchten. Apfel- und Birnensaft eignen sich nicht sehr gut, weil sie zu Kristallbildung neigen.

Tipp: Soll am Ende kein Wassereis, sondern etwas Ähnliches wie Eiscreme dabei herauskommen, füllt man die Formen mit einer Mischung aus Fruchtnektar und angeschmolzenem Vanilleeis.

2. Frozen Yoghurt am Stiel

Eigentlich wird der klassische Frozen Yoghurt wie Eiscreme in einer speziellen Maschine hergestellt. Man kann diese Leckerei aber auch in der Tiefkühltruhe als Eis am Stiel fabrizieren. Wichtig ist dann, dass die Eismasse nicht so cremig wird wie üblich, sondern eher flüssig. Deshalb verwendet man Magerjoghurt mit 1,5 Prozent Fett und rührt ihn mit ein wenig Wasser an, bevor man diese Basis aromatisiert. Die einfachste, extrem frische Variante entsteht, wenn auf 250 Gramm Joghurt ein Teelöffel Vanillezucker und ein Esslöffel frisch gepresster Zitronensaft beigefügt werden. Nach Belieben können dann frische Früchte wie Blaubeeren oder Himbeeren dazugegeben werden - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Damit die Masse wirklich fest genug zum Lutschen wird, braucht sie länger als Wassereis – eher 45 Minuten bis zu einer Stunde. Und: Weil es auch schneller wieder taut, muss man sich beim Schlecken beeilen.

3. Eistee am Stiel

Kinder lieben Wassereis, jung gebliebene Erwachsene auch. Und während man bei den Produkten aus dem Supermarkt weiß, dass darin allerlei künstliche Farbstoffe und Aromen enthalten sind, kann man sich zuhause ein fantastisches Wassereis aus selbstgemachtem Eistee zaubern. Der leckerste Eistee dafür geht so:

Zwei Beutel Pfefferminz- und drei Beutel Früchtetee mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen und etwa 15 Minuten ziehen lassen. Mit dem Saft einer halben Zitrone würzen und einem Esslöffel (es dürfen auch zwei sein) braunem Rohrzucker süßen. Gut durchrühren und auf Handwärme abkühlen lassen.

Wer ein bisschen experimentierfreudig ist, wagt sich an Stieleis aus Orangen-Ingwer-Tee, der mit Honig gesüßt wird. Eingefleischte Teetrinker brauen ihren Lieblingsschwarztee, fügen Zitrone und Honig bei und machen daraus ein besonders exotisches Eis am Stiel.

4. Eisige Longdrink-Lutscher

Das ist DER Hit der Sommerpartys in diesem Jahr: Longdrinks am Stiel! Und die gehen auch ohne Eisförmchen. Man nimmt transparente Einweg-Trinkbecher wie sie auf Open-Air-Veranstaltungen verwendet werden – allerdings die mit maximal 0,1 Liter Volumen. Die gibt’s in großen Verbrauchermärkten oder im Gastronomiebedarf. Als Stiele dienen Plastikeierlöffel, die ein Stück länger als die Becher hoch sind.

Eigentlich kann man nun einfach den Wunschdrink mixen, in die Becher geben und einfrieren. Aber mit ein paar Tricks werden die alkoholhaltigen Lutscher noch schicker:

Gin Tonic (für sechs Lutscher): 50 ml Gin mit 0,5 l Tonic Water und dem Saft einer Viertel Limette mixen; 12 Würfel einer geschälten und entkernten Gurke herstellen und je zwei Würfel in jeden Becher geben; für jeden Becher eine Scheibe Limette schneiden. Drink aufgießen, die Limettenscheiben auflegen und den Eierlöffel genau mittig durchstechen. Mindestens drei Stunden, besser aber über Nacht im Gefrierschrank gefrieren lassen; durch den Alkohol dauert es länger bis Eiskristalle entstehen.

Pina Colada (für sechs Lutscher): 50 ml weißer Rum mit 0,25 l Ananassaft und 0,25 l Kokossahne mixen; pro Becher vier Stück Ananas zurechtschneiden; Stücke in die Becher geben, Drink aufgießen und im Tiefkühler rund 20 Minuten anfrieren lassen. Eierlöffel mittig hineinstecken und mindestens sechs Stunden durchfrieren lassen.

Fruchtpunsch (für sechs Lutscher): Den Inhalt einer Dose klassischen Fruchtsalats in ein Sieb geben und den Sirup auffangen; das Obst gleichmäßig auf die Becher verteilen, den Sirup mit 0,4 l Zitronenlimo (z.B. Sprite) verrühren und über die Früchte gießen. Stiel so anbringen, dass er durch das Obst senkrecht gehalten wird. Mindestens vier Stunden, besser aber über Nacht durchfrieren lassen.

5. Eiscreme für den Hund

Viele Hunde LIEBEN Eiscreme! Das kalte Gemisch aus Fett und Zucker ist für Fiffi jedoch nur in ganz kleinen Mengen bekömmlich. Aber auf Joghurtbasis kann jeder Hundehalter seinem Liebling ein Eis zaubern, das nicht nur schmeckt, sondern zudem gesund ist.

Wichtig zu wissen: Hundeeis muss überhaupt nicht gesüßt werden, weil das Geschmacksempfinden des Canis familiaris Süßes nicht als besonders angenehm und erstrebenswert empfindet. Ist Waldi scheinbar wild auf Gezuckertes, hat das eher mit einer unabsichtlichen Konditionierung auf Süßigkeiten zu tun als mit seinen geschmacklichen Vorlieben. Außerdem reagieren die meisten Hunde auf Eiskaltes mit Verdauungsproblemen. Deshalb empfiehlt sich Eis, das wirklich geleckt werden muss, weil es beim Lecken antaut und nicht superkalt in den Magen kommt. Das ist auch der Grund, warum Hundeeis einfach in der Gefriertruhe hergestellt werden kann und sollte und nicht in der Eismaschine, die die Masse durchrührt, um die gewünschte Cremigkeit zu erzielen.

Was genau eingefroren wird, hängt von den Vorlieben des Fellträgers ab. Mag er Obst, wird ein Püree aus seinen Lieblingsfruchtsorten im Verhältnis 1 zu 3 mit 3,5-prozentigem Joghurt verrührt und einfach im Becher eingefroren. Ist er es gewohnt, Obst im Futter zu haben, gibt man vor dem Einfrieren Stücke zur Masse. Vor dem Servieren stürzt man das Eis aus dem Becher auf einen Teller und lässt es etwa fünf bis zehn Minuten antauen.

Steht der Hasso mehr auf Gemüse, wird der Joghurt mit Raspeln vom Lieblingsgemüse im Verhältnis 1 zu 4 vermischt. Gut eignen sich natürlich Möhren, aber auch rote Beete und Kohlrabi werden gern genommen. Das ultimative Hundeeis aber besteht aus Joghurt mit Leberwurst und Gemüse! Dazu die Leberwurst mit dem Joghurt und mit Hilfe einer Gabel innig vermischen. Dann die Gemüseraspeln unterheben. Auf ein Teil Leberwurst sollten vier bis fünf Teile Joghurt kommen sowie zwei Teile Gemüse.

Schließlich lässt sich auch ein bekömmliches Wassereis für den besten Freund herstellen, indem man nach dem obigen Rezept Möhrensaft einfriert. Aber Vorsicht: Am Wassereis darf der Hund drei-, viermal lecken, dann kommt es wieder in den Tiefkühler. Mit einem ganzen Stieleis holt sich Wautzi mit Sicherheit eine Magenverstimmung.