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Endlich Abkühlung! - So wird die Hitze im Heim erträglich

In den warmen Ländern gehören stationäre oder mobile Klimageräte zur Grundausstattung der gehobenen Wohnkultur. In Deutschland sind die Ventilatoren ausverkauft, sobald das Thermometer auch nur an der 30-Grad-Marke kratzt. Deshalb ist es empfehlenswert, sich schon vor der ersten Hitzewelle mit der entsprechenden Technik einzudecken. Zumal gerade mobile Klimageräte auch an nicht so heißen Tagen für eine angenehme Atmosphäre im Raum und sogar für eine Reinigung der Luft sorgen können.

Wirkungsvolle Ventilatoren

Böse Zungen nennen solch einen klassischen Ventilator bisweilen „Miefquirl“ und behaupten, ein Kühlungseffekt sei reine Einbildung. Das stimmt natürlich so nicht. Das wissen die Menschen in den Tropen, deren langsam laufende Deckenventilatoren für stetige Luftbewegung sorgen und so auch einen Teil der Hitze vertreiben. Außerdem kennt jeder den kühlenden Effekt einer frischen Brise, wenn diese auf die Haut trifft. Genau diesen Effekt erzielen Ventilatoren, bei denen sich drei bis acht Schaufeln – selbstverständlich hinter einem Schutzgitter – schnell drehen, so Luft ansaugen und nach vorne als Wind abgeben.

Noch wirkungsvoller arbeitet ein Ventilator, wenn er so aufgestellt wird, dass er kühlere Luft als die Raumluft herbeischaffen kann. Weil es bei einer Hitzewelle draußen normalerweise heißer ist als drinnen, macht es keinen Sinn, das Gerät vor ein geöffnetes Fenster zu stellen.

Die Größe macht den Unterschied bei der reinen Leistung. Und vor allem bei der Fläche, die gekühlt werden kann. Ein batteriebetriebener Taschenquirl reicht gerade fürs Gesicht, und auch der etwa tellergroße Ventilator für den Schreibtisch kann nur wenig ausrichten. Kühlung im ganzen Raum bringen nur Geräte mit einem Durchmesser von mindestens 60 Zentimetern, die am besten mit einer Schwenkautomatik versehen sind. Brauchbare Ventilatoren dieser Kategorie gibt es schon für unter 50 Euro. Eine echte Alternative stellen kleinere Maschinen dar, die auf dem Boden aufgestellt schräg nach oben blasen und einen erheblich höheren Luftdurchsatz bieten; sie kosten rund 40 Euro.

Aufsehenerregend sind die Geräte von Dyson, die nach einem völlig anderen Prinzip und ohne Schaufeln funktionieren. Die sogenannten „Air Multiplier“ sind sehr wirkungsvoll und arbeiten beinahe geräuschlos. Zudem sehen sie schick aus. Dementsprechend kosten sie ab deutlich über 200 Euro. Der EP:Fachhändler berät gerne bei der Auswahl.

Kühlung und Luftverbesserung

Wie gesagt: Ein Ventilator senkt die Raumtemperatur nicht. Dazu ist nur ein Klimagerät in der Lage, das tatsächlich die Raumluft abkühlt und die extrahierte Wärme nach außen abtransportiert. Die grundsätzliche Technik ähnelt der in einem Kühlschrank: Ein Kühlmittel, das durch dünne Röhren fließt, entzieht der vorbeiströmenden Luft die Wärme. Ein Wärmetauscher im Kreislauf nimmt dem Kühlmittel die Hitze und führt sie ab. Damit aber ein Raum von beispielsweise 20 Quadratmetern wirkungsvoll gekühlt werden kann, muss relativ viel Energie eingesetzt werden. Außerdem muss die warme Luft nach außen gebracht werden. Die geschieht bei mobilen Klimageräten meistens über einen Abluftschlauch.

Die einfacheren Klimamaschinen können das: Luft kühlen und Wärme ableiten. Beim Kauf ist es wichtig, genau festzustellen, welche Raumgröße in welchem Maße gekühlt werden soll. Ist das Gerät zu klein dimensioniert, wird sich kein ausreichender Kühleffekt einstellen. Eine breite Palette an mobilen Kühlgeräten ist auf Räume bis etwa 24 Quadratmeter ausgelegt – die Preise beginnen bei unter 250 Euro und gehen bis weit über 400 Euro. Die Preisspanne erklärt sich durch Unterschiede im Bedienungskomfort, den Zusatzfunktionen und dem Abluftsystem. Um das richtige Modell zu finden, empfiehlt sich eine Beratung beim EP:Fachhändler.

Bei mobilen Klimageräten der aktuellen Generation ist beispielsweise eine Zeitsteuerung möglich, sogar mit wechselnden Profilen: Während über Nacht eine Raumtemperatur von unter 20 Grad angestrebt wird, dürfen es über Tag zum Beispiel bis zu 22 Grad sein.

Den Hauptunterschied machen aber die möglichen Multifunktionen aus. So können viele aktuelle Geräte im Winter auch als Zusatzheizungen benutzt werden, und die besonders nützlichen Klimaanlagen verfügen auch über Funktionen zur Luftreinigung sowie zur Luftbe- oder entfeuchtung. Damit sind sie das ganze Jahr über nützlich und so auch Preise jenseits von 600 Euro wert.