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Energiesparen im Haushalt – Sparmythen und Sparwahrheiten

Rund um das Thema „Energiesparen“ kursieren mindestens so viele Mythen mit geringem Wahrheitsgehalt wie Tipps, die tatsächlich zu geringerem Stromverbrauch führen. Und den Betrag auf der Stromrechnung zu reduzieren, das möchte wohl jeder. Deshalb hier zehn realistische Hinweise und Stromsparwahrheiten.

1. Standby am besten per schaltbarer Steckdosenleiste ausschalten

Dass der Standby-Modus von Geräten der Unterhaltungselektronik und der Telekommunikation völlig unnötig Strom verbraucht, hat sich bereits herumgesprochen. Wer nun brav seine Geräte einzeln ausschaltet und vom Stromnetz trennt, kann ordentlich zu tun kriegen und muss später alles wieder einstecken und anschalten. Steckdosenleisten mit Schaltern erleichtern die Sache enorm. Zumal man ganz sicher sein kann, dass eine solche Leiste keine Energie aus der Dose zieht, wenn der Schalter auf Aus steht. Tipp: Am komfortabelsten wird es, wenn man Geräte zu Gruppen zusammenfasst, die über je eine Leiste ein- und ausgeschaltet werden. So hängen dann TV, AV-Receiver, Bluray-Player und Aktivboxen an einer Steckdosenleiste und zum Beispiel PC, Bildschirm und Drucker an einer anderen.

2. Ladegeräte bei Nichtgebrauch immer aus den Steckdosen ziehen

Viele Anwender haben es sich angewöhnt, die diversen Ladegeräte dauerhaft in einer Steckdose oder Leiste zu belassen, selbst wenn gerade kein Gerät zum Aufladen daran hängt. Diese Ladegeräte verbrauchen auch in diesem Zustand Strom. Deshalb sollte man sie immer abziehen, wenn sie nicht gebraucht werden. Besonders clever ist eine Steckdosenleiste mit Schalter, in der alle (wichtigen) Ladegeräte zentral untergebracht werden.

3. Energiespar- und LED-Birnen ruhig eingeschaltet lassen

Als noch die meisten Lampen mit klassischen Glühbirnen bestückt waren galt die klare Regel: Licht ausschalten, wenn es nicht gebraucht wird. Das hat sich mit den sogenannten „Energiespar-“ und LED-Birnen im Hinblick auf das Stromsparen erledigt. Die modernen Leuchtmittel verbrauchen beim Einschalten Strom, ziehen aber im Betrieb nur sehr wenig Energie aus dem Netz. Häufiges Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer der Birnen – bei billigen Produkten sogar drastisch. Wählt man hochwertigere Energiesparlampen oder LED-Birnen, fällt die geringere Haltbarkeit kaum ins Gewicht.

4. Passende Töpfe auf Herdplatten

Früher hieß es oft: Am wenigsten Strom wird verbraucht, wenn man hohe, schmale Töpfe benutzt. Das war nie ganz richtig und trifft in den Zeiten der Ceran- und Induktionskochfelder nicht mehr so ganz zu. Viel wichtiger ist es, nur Töpfe zu verwenden, deren Böden exakt den Durchmesser des jeweiligen Kochfeldes haben. Denn sowohl bei der Verwendung von zu großen, als auch bei zu kleinen Töpfen und Pfannen wird Energie verschwendet. Ist rund um das Kochgeschirr noch etwas vom Herdplattenbereich zu sehen, wird über diese Zone sinnlos die Umgebung aufgeheizt. Ist der Topfboden größer als das Kochfeld, kühlt der Inhalt außen immer wieder ein wenig ab, sodass sich die Kochzeit verlängert. Es lohnt sich tatsächlich, alle Töpfe, Kasserollen und Pfannen auszusondern, für die es keinen passenden Bereich auf dem Herd gibt.

Hinweis: Sehr hochwertige Induktionsherde sind so gestaltet, dass ein Kochfeld überhaupt nur dann Strom verbraucht, wenn ein Topf darauf steht. Im Alltagsbetrieb kann ein solcher E-Herd der aktuellsten Bauart bis zu 80 Prozent weniger Strom verbrauchen als ein herkömmlicher Herd mit Ceran-Kochfeldern.

5. Wasserkocher statt Herdplatte

Wenn man Wasser in einem geschlossenen Topf auf dem Herd zum Kochen bringt, wird man dabei etwa 30 bis 50 Prozent mehr Energie verbrauchen als bei der Nutzung eines Wasserkochers. Moderne und hochwertige Wasserkocher wie sie im EP:Fachhandel angeboten werden, erzeugen in wesentlich kürzerer Zeit und mit drastisch geringerem Stromverbrauch kochendes Wasser.

6. Backofen nie voll vorheizen

In beinahe jedem Rezept ist die Rede davon, den Backofen auf eine bestimmte Temperatur vorzuheizen, bevor das Kochgut hineingeschoben wird. Allein schon weil es kaum möglich ist, das Vorheizen so zu timen, dass das Rohr genau dann die richtige Hitze hat, wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird man bei dieser Methode immer Strom verschwenden. Natürlich gelingen die meisten Aufläufe, Kuchen und Schmorgerichte nicht, wenn die Formen und Töpfe in den kalten Ofen gestellt werden. Aber: In keinem Fall muss die vorgegebene Temperatur erreicht sein bevor man loslegen kann. Soll beispielsweise ein Auflauf bei 200° Umluft garen, reicht es völlig, wenn das Rohr 140° bis 150° erreicht hat, wenn man die Form hinein stellt. Voraussetzung: Die Temperatureinstellung bzw. -anzeige muss ziemlich genau funktionieren. Das tut sie bei aktuellen Backöfen in der Regel – der EP:Fachhändler kann dazu weitere Informationen geben.

7. Ein voller Kühlschrank verbraucht weniger Strom

Wann verbraucht ein Kühlschrank am meisten Strom? Wenn er gerade mit vielen noch ungekühlten Produkten befüllt wird. Denn auch die Dinge, die schon dort aufbewahrt werden und ihre optimale Temperatur von unter 10° erreicht haben, helfen dabei, Neulinge abzukühlen. Deshalb spart man mit einem immer einigermaßen vollen Kühlschrank Energie – jedenfalls im Vergleich mit einem leeren Kühlkasten. Das spricht für eine geplante Vorratshaltung und gegen das spontane Einkaufen vieler Produkte, die kühl gelagert werden müssen.

Dass Dinge, die in den Kühlschrank gestellt werden, allerhöchstens Zimmertemperatur haben sollten, wissen inzwischen alle Familieneinkäufer und –einkäuferinnen.

8. Lieber mit dem Geschirrspüler spülen als von Hand abwaschen

Es gibt seit vielen Jahren zahlreiche Studien, die sich mit der Frage befassen, ob der Abwasch per Hand mehr oder weniger Strom verbraucht als das Spülen im Geschirrspüler. Die Ergebnisse sind im Detail durchaus unterschiedlich, die Tendenz aber eindeutig: Die Spülmaschine hilft beim Energiesparen. Das hat vor allem mit der Art und Weise zu tun, wie warmes bzw. heißes Wasser erzeugt wird und wie hoch die Temperatur des Wassers ist. Während moderne Geschirrspüler schon bei 35° hygienisch sauber abwaschen, wird beim Spülen von Hand meist Wasser von 40° oder mehr genutzt. Es gilt aber, auch Hinweis 9 zu beachten.

9. Spülmaschine erst starten, wenn sie voll ist

Selbst bei hochaktuellen Geschirrspülern wird unabhängig von der Menge der Dinge, die zu reinigen sind, dieselbe Menge an Wasser erhitzt und verwendet. Zwar gibt es bei vielen Geräten „Spartasten“, die man drücken kann, wenn die Maschine nicht voll ist, aber die wirkt auch nur richtig, wenn zumindest die Hälfte der Kapazität erreicht ist. Viele Experten empfehlen daher, die Spülmaschine erst dann zu starten, wenn sie so voll wie nur irgend möglich ist. Außerdem gilt: Hohe Temperaturstufen nur dann nutzen, wenn das Geschirr extrem mit Fettschmutz belastet ist.

10. Am besten bei 40° waschen, wenn die Waschmaschine voll ist

Auch wenn viele Waschvollautomaten heutzutage über eine Mengenautomatik verfügen, gilt die alte Faustregel: Erst dann waschen, wenn die Maschine zu 80 bis 90 Prozent gefüllt ist. In diesem Bereich ist die Menge an Strom pro Wäschegewicht am besten. Außerdem sollte man immer die geringstmögliche Waschtemperatur verwenden. Fachleute sagen, dass es kaum noch Wäschestücke gibt, die mit mehr als 40° gewaschen werden müssen. Oft reichen auch 30°. Tatsächlich kann auch die geschickte Mischung aus richtiger Temperatur und Sparprogramm für einen deutlich sinkenden Stromverbrauch beim Wäschewaschen sorgen.

Energieklasse A+ oder besser – Neukauf lohnt!

Haben Sie noch ältere Elektrogroßgeräte? Dann lohnt es sich diese auf ihren Stromverbrauch zu analysieren. Der EP:Fachhändler berät gerne umfassend zum Thema Energiesparen und stimmt gerne einen individuellen Termin für eine Beratung vor Ort ab. Die Ergebnisse können schockierend sein. So kann eine zwölf Jahre alte Tiefkühltruhe leicht das Doppelte bis Dreifache an Strom aus dem Netz ziehen wie ein modernes Gerät. Wasch- und Spülmaschinen der Energieklasse A verbrauchen nicht selten nur noch ein Viertel dessen an Strom, was ältere Geräte zu sich nehmen. Deshalb gilt die deutliche Empfehlung: Nicht lange warten mit der Umrüstung auf Elektrogroßgeräte der Energieklassen A+ oder besser. Der Neukauf amortisiert sich schneller als man denkt.

 

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