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Energiesparen im Haushalt - Tipps für Kühlgeräte

Stromsparen stellt eine Möglichkeit dar, die Umwelt zu schützen. Zusätzlich kann satt Geld gespart werden, weil sich ein geringerer Verbrauch unmittelbar auf der Stromrechnung widerspiegelt. Dass der sieben Tage die Woche, 24 Stunden lang betriebene Kühlschrank ein optimaler Kandidat zum Sparen ist, liegt auf der Hand. Beherzigt man ein paar Tipps, lassen sich direkt deutliche Spareffekte erzielen. Übrigens: Der EP:Fachhändler berät gerne umfassend zum Thema Energiesparen und stimmt gerne einen individuellen Termin für eine Beratung vor Ort ab.

Der richtige Standort

Eine alte Quizfrage lautet: Wird es im Raum kälter oder wärmer, wenn man die Tür des Kühlschranks offen lässt? Natürlich ist die naheliegende Antwort, das Gerät kühle den Raum, falsch. Das liegt daran, dass alle Kühlgeräte mit einem Wärmetauscher arbeiten. Der entzieht dem Inneren des Kühlschranks Wärme und gibt sie nach außen ab. Steht der Kühlschrank offen, muss der Tauscher mehr arbeiten und gibt somit auch mehr Wärme ab. Das sollte man bei der Wahl des Standorts von Gefrierkombis und Kühlschränken beachten:

- möglichst weit entfernt von Heizkörpern und Geräten, die Wärme abgeben (Herd, Backofen)

- an einer Stelle mit längerer direkter Sonneneinstrahlung

- mit einem Mindestabstand von der Wand, der für eine freie Luftzirkulation an der Rückseite sorgt

Natürlich verbraucht ein Kühlgerät umso weniger Strom, je geringer die Temperatur im Raum ist. Schon 1°C geringere Raumwärme bringen bis zu 3% Energieeinsparung!

Die richtige Einstellung

Moderne Geräte verfügen über eine Automatik, die in allen Kühlzonen immer für die optimale Temperatur sorgt. Andere Kühl- und Gefrierschränke erlauben es, Temperaturen für die verschiedenen Bereiche vorzugeben. Traditionell ist aber die Methode, eine Stufe für das gesamte Gerät – meist zwischen 0 und 6 – einzustellen, die einen relativen Kühlungsgrad bestimmt. Das ist aber leider auch das Verfahren, das die geringsten Möglichkeiten zum Stromsparen mit sich bringt. Ob man die richtige Stufe gewählt hat, kann man eigentlich nur ganz subjektiv daran feststellen, ob die entnommenen Lebensmittel zu kalt, zu warm oder genau richtig sind.

Können Temperaturen eingestellt werden, sollte man sich natürlich für eine geringstmögliche Kühlung entscheiden. Für den Kühlbereich werden allgemein Werte zwischen +5° und +7° empfohlen, wobei ein separates Gemüsefach auch bei +10° noch akzeptabel kühlt. In der Tiefkühltruhe bzw. dem Gefrierschrank und dem Gefrierbereich einer Kühlkombi sollten ca. -18° herrschen. Temperaturen unter -20° sind unnötig und erhöhen den Stromverbrauch deutlich.

Das optimale Einräumen

Dass ein Gefrierabteil regelmäßig enteist werden muss, hat sich ja schon herumgesprochen. Wie man aber den Inhalt in einer Tiefkühltruhe organisiert, um Energie zu sparen, ist weniger bekannt. Auch bei ganz aktuellen Geräten herrschen innerhalb der Gefrierabteilung nur leicht unterschiedliche Temperaturen. Als Faustregel gilt: Je empfindlicher Lebensmittel sind, d.h. je schneller sie verderben, desto näher sollten sie am Kühlaggregat gelagert werden.

Im Tiefkühl-Sektor gelten zudem ein paar Regeln, die man auch im Hinblick auf die Energieeffizienz einhalten sollte:

- Gefriergut sollte beim Einlagern höchstens Zimmertemperatur haben

- möglichst enge Verpackungen verhindern, dass Luft mit gekühlt werden muss

- Lebensmittel zum Einfrieren vorher im Kühlschrank bzw. –bereich vorkühlen

Auch für den Kühlschrank gilt, dass man Lebensmittel zumindest auf Handwärme abkühlen lassen sollte, bevor man sie hineinstellt. An welchem Platz sie aufbewahrt werden sollten, hängt auch hier von Ihrer Empfindlichkeit ab. Ganz oben im Kühlschrank ist es am wärmsten. Hier können zubereitete Speisen und Marmelade aufbewahrt werden. Am kältesten ist es unten über dem Gemüsefach. Dieses Fach eignet sich für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch.

Energieverbrauchskennzeichnung nach EU-Richtlinien

Inzwischen tragen praktisch alle in Europa angebotenen Kühl- und Gefrierschränke, Tiefkühltruhen und Gefrierkombis eine Kennzeichnung entsprechend ihrer Energieeffizienzklasse. Sie gibt – übrigens nicht nur bei Elektrogroßgeräten, sondern auch bei Autos – Auskunft darüber, ob ein Gerät vergleichsweise viel oder wenig Strom verbraucht. Die Einteilung entspricht dem britischen Schulnotensystem mit Noten von A bis G, wobei A die beste Klasse (niedriger Bedarf) darstellt und G die schlechteste (hoher Bedarf). Da es innerhalb der Klasse A dennoch große Unterschiede beim Energieverbrauch gibt, wurden zusätzlich die Informationszusätze „+“, „++“ und „+++“ eingeführt. Im Vergleich zu Geräten mit nur einem A, bieten hochwertige Kühlgeräte der Energieklasse A+++ eine durchschnittliche Energieeinsparung von 60% und mehr.

Sparen durch Neuanschaffung

Wenn sich nun herausstellt, dass die alte Kühlkiste ein Energiefresser ist, lohnt sich die Entscheidung für ein neues Gerät allemal. Denn gerade bei den Kühlschränken haben die Hersteller in den vergangenen zehn, zwölf Jahren enorme Fortschritte erzielt. So liegt der Verbrauch aktueller Geräte teilweise bei nur noch 130 Kilowattstunden Strom (kWh/p.a.) im Jahr! Einfach Beratung beim EP:Fachhändler vereinbaren und los geht das Stromsparen.



Mehr zum Thema Energiesparen im Haushalt? Wir haben Sparmythen und Sparwahrheiten für Sie unter die Lupe genommen.