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Fit durch den Sommer - Wearables

Wer bisher lieber faul in der Sonne gelegen hat, sollte sich ernsthaft überlegen, das schöne Sommerwetter für den Start ins neue Fitness-Leben zu nutzen (mehr zum Thema). Das kann schon mit den berühmten 10.000 Schritten pro Tag beginnen – mit denen, so die Experten, legt man die minimalen Grundlagen für die gesunde Bewegung. Nur woher soll man wissen, wie viele Schritte man zurückgelegt hat? Die einfache Antwort lautet: mit einem Schrittzähler. Die etwas ausführlichere Erklärung endet mit dem Zauberwort „Wearable“.

Damit sind zunächst alle elektronischen Komponenten gemeint, die man direkt am Körper oder in Kleidung und Schuhe integriert trägt. Zwar gibt es bereits Laufschuhe, die über Sensoren verfügen, Daten aufnehmen und diese an den Computer senden, aber die aktuelle Hauptrolle unter den Wearables spielen Fitness-Armbänder und Smartwatches. Die gute Nachricht: ALLE Wearables dieses Typs sind mindestens in der Lage, die Schritte des Trägers zu zählen. Wobei Schritte nicht gleich Schritte sind…

Aktivitäten messen statt nur Schritte zählen

Deshalb heißt es unter Kennern auch nicht mehr „Schritte zählen“, sondern „Aktivitäten messen“. Ab einem bestimmten Preisniveau sind sowohl Armbänder, als auch intelligente Uhren mit mehreren Sensoren ausgestattet, aus deren Zusammenspiel die Software ermitteln kann, ob der Proband nur mal eben von der Couch auf den Sessel gewechselt ist oder ernsthaft Sport getrieben hat. Diese Kategorie Wearables weiß natürlich zwischen Spazieren, Wandern, Joggen und auch Radfahren zu unterscheiden.

Damit ist auch schon definiert, was ein geeignetes Gerät können muss, soll es den persönlichen Fitnessplan unterstützen. Wichtig für eine ernsthafte Auswertung des Trainings ist auch ein Pulsmesser und/oder ein Sensor zum Ermitteln der Herzfrequenz. Beide Werte zeigen nämlich an, in welchem Trainingszustand sich der Körper akut befindet, was darauf schließen lässt, ob die Aktivität den gewünschten Fitness-Zuwachs fördert.

Software genauso wichtig wie Sensoren

Der Preis eines Fitness-Armbandes steigt mit der Anzahl der enthaltenen Sensoren, denn je mehr Messfühler das Ding enthält, desto genauer wird gemessen und desto besser können Aktivitäten ausgewertet werden. Um zum Beispiel Laufstrecken noch genauer zu ermitteln als durch bloßes Zählen der Schritte, verfügen die hochwertigeren Armbänder über einen GPS-Empfänger. Manche haben zusätzlich einen Höhenmeter eingebaut, um ein Streckenprofil speichern zu können.

Der Rest ist Software. Das gilt besonders für Smartwatches, die allesamt über die nötigen Sensoren und fast alle über ein GPS-Modul verfügen. Einfach ausgedrückt ist jede Smartwatch auch ein Fitness-Armband – mit diversen Zusatzfunktionen. Während es im EP:Fachhandel aber brauchbare Fitness-Armbänder schon für um die 60 Euro gibt, kosten die gängigen Smartwatches ein Vielfaches davon. Wer auf die Verbindung mit dem Smartphone verzichten kann und keine Apps am Arm braucht, ist mit einem Fitness-Armband als Unterstützung des Sportprogramms besser beraten.

Wie gesagt: 10.000 Schritte jeden Tag sind für vormalige Sportmuffel ein guter Einstieg. Damit sich der neue Sportler freut, kann er auf seinem Armband diese Zahl als Zielwert eingeben und wird benachrichtigt, wenn er sie erreicht hat. Das ist das Prinzip auch komplexerer Auswertungs-Software: Das Erreichen oder Überschreiten von Zielwerten wird gemeldet, was den Sportler motivieren soll. Einfache Nachrichten versenden alle Armbänder aller Preisklassen – umfangreichere Berichte werden vom Wearable an einen Account in der Cloud gesendet, der dann mit einer Smartphone-App oder über eine Website ausgelesen werden können.

Welches Wearable für welchen Einsatz?

Alle einschlägigen Tests zeigen, dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt. So haben Vergleiche erhebliche Unterschiede bei den ermittelten Werten ergeben und geradezu drastische Abweichungen bei der Beurteilung dieser Werte – bis an den Rand der Brauchbarkeit. Aktuell lässt sich sagen, dass Geräte, die mit bekannten Fitness-Apps wie Runtastic kooperieren, die Nase vorn haben. Und natürlich die zurzeit marktführenden Marken, die erhebliche Mittel gerade in die Entwicklung der Software gesteckt haben.

Die Preisspanne bei den Fitness-Wearables beginnt bei etwa 60 Euro für gute Armbänder mit dem Schwerpunkt Schrittzähler und reicht bis über 400 Euro für Geräte, die meist Fitness-Tracker genannt werden, weil sie alle Aktivitäten des Träger rund um die Uhr messen, auswerten und beurteilen können. Gedacht sind diese hochkomplexen Geräte vorwiegend für ambitionierte Sportler mit detaillierten Trainingsplänen und –zielen.

Bleibt die Frage, welche Wearables sich für welchen sportlichen Einsatz eignen. Jogger brauchen zum Beispiel mehr als reine Schrittzähler und sollten deshalb zu einem Fitness-Armband mit mehreren Bewegungssensoren greifen (Preise ab 80 Euro). Wer als Radler Funktionen erwartet, die er von seinem klassischen Bike-Computer kennt, muss bereits um die 100 bis 120 Euro ausgeben. Wer Wandern sportlich betreibt, sollte auf jeden Fall zu einem Tracker greifen, der wenigstens ein GPS-Modul besitzt und eventuell auch als Zu-Fuß-Navi brauchbar ist (um die 160 Euro).

Bei der Auswahl des persönlichen Sport-Wearables sollte man aber unbedingt einen genaueren Blick auf die Software werfen, um herauszufinden, ob die Apps tatsächlich die gewünschten Werte auswerfen und ob diese ausreichend genau sind. In diesem Punkt kann sich der Sommersportler gern von seinem EP:Fachhändler beraten lassen.