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Mehr Sicherheit im und ums Haus mit IP-Kameras

Offiziell heißen die Geräte, von denen hier die Rede ist, „Netzwerkkameras“, aber im Rahmen der laufenden Smarthome-Diskussion werden sie inzwischen meistens „IP-Kameras“ genannt. Wobei dieser Begriff auch schon auf die richtige Spur führt, denn es handelt sich um Kameras mit einer eigenen IP-Adresse. Alles was eine solche IP-Adresse (IP = Internetprotokoll) hat, kann über das Internet angesteuert werden. Weil die IP-Kameras aber in der Lage sind, einen Videostream zu erzeugen und zu senden, können die Bilder jeder einzelnen Netzwerkkamera mit einem Browser (oder einer speziellen App) über das Internet empfangen und betrachtet werden.

Nein, es ist keine Webcam

Auch wenn die klassische Webcam (die es übrigens schon seit gut 25 Jahren gibt) der Vorfahr der IP-Kamera ist, unterscheiden sie sich doch in einem entscheidenden Punkt: Die Webcam kann nur senden, wenn sie an einen Rechner angeschlossen ist; sie ist nicht mehr als ein dummes Peripheriegerät. Eine IP-Kamera aber trägt einen ziemlich leistungsfähigen Computer in sich, der nicht nur die Bildsignale aufbereitet und streamt, sondern die Verbindung zum Internet gewährleistet.

Kurz und gut: Wenn jemand eine IP-Kamera installiert und einrichtet und ihre IP-Adresse (und das unvermeidliche Passwort) kennt, kann er jederzeit sehen, was diese Kamera gerade sieht – live, in Echtzeit. Und damit wird klar, zu welchem Zweck IP-Kameras überwiegend eingesetzt werden; zu Überwachungszwecken.

IP-Kameras sehen alles

Das Tolle an modernen IP-Kameras ist, dass man mit ihnen Vorgänge sehen kann, die sich weit entfernt abspielen – zum Beispiel rund ums Eigenheim, während man gemütlich auf der Liege am Strand von Punta Plata liegt. Dazu reicht es, eine oder mehrere IP-Kameras am Haus anzubringen. Denn dann kann man als Betreiber die Live-Bilder aus der Heimat jederzeit auf dem Smartphone (oder jedem ans Web angeschlossenen Computer) sehen.

Falls sich also just in dem Augenblick, in dem man an seiner Pina Colada nippt, eine finstere Gestalt an der Terrassentür zu schaffen macht, kann man aus der Karibik mal eben die örtliche Polizei verständigen, die nachschaut, ob es sich beim Gast um einen Einbrecher handelt.

Eine solche Überwachung drinnen oder draußen einzurichten, ist weder kompliziert, noch teuer. Brauchbare IP-Kameras für den Indoor-Betrieb gibt es schon für um die 40 Euro; manche Modelle werden im günstigen Fünferpack für um die 250 Euro angeboten. Müssen die Kameras wetterfest sein, erhöhen sich die Preise natürlich deutlich. Wer handwerklich geschickt ist, bringt die Geräte selbst an, und liegt außerdem ein wenig Ahnung über das Einrichten digitaler Hardware vor, geht auch die Installation schnell vonstatten.

Hund, Katze, Mensch – wer darf überwacht werden?

Natürlich unterliegt die Überwachung per IP-Kamera den geltenden Datenschutzbestimmungen. So darf niemand außerhalb der eigenen Privaträume und des eigenen Grundstücks gegen seinen Willen per Video aufgenommen werden. Auch wenn die gesendeten Bewegtbilder nicht gespeichert werden, trifft dies zu. Bei Überwachungskameras im Innenbereich ist das unproblematisch; bei Außenkameras ist es aber unbedingt nötig, genauestens zu testen, dass nicht ein Fitzelchen Umgebung außerhalb der Grundstücksgrenzen im Bild ist. Dem Betreiber drohen andernfalls hohe Strafen.

Einen wunderbar praktischen Einsatzweck gibt es übrigens für IP-Kameras, wenn man Haustiere hat, die man gelegentlich allein lassen muss. Denn deren Tun in Abwesenheit im Bild zu überwachen, ist absolut legal und … ziemlich spannend.