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Perfekte Bügeltechniken – mit Dampf geht alles besser

Fragt man im Freundes- und Bekanntenkreis nach, wird man vermutlich erfahren, dass das Bügeln zu den unbeliebtesten Haushaltsarbeiten gehört. Besonders viele Männer verabscheuen die Arbeit am Bügelbrett. Aber nur so lange bis sie eine dieser hochmodernen Dampfbügelstationen kennengelernt und/oder erworben haben. Denn eines steht fest: Je mehr Dampf, desto besser und leichter bügelt es sich.

Wie funktioniert Bügeln überhaupt

Im Prinzip funktionieren alle Bügeleisen und -stationen nach demselben Prinzip: Die Hitze des Bügeleisens sorgt dafür, dass die Fasern des Wäschestücks sich ausdehnen und geschmeidig werden. Das Gewicht des Bügeleisens und der Druck beim Plätten bringen dann die Fasern wieder in die gewünschte Ordnung. So verschwinden Falten und das Kleidungsstück sieht wieder aus wie neu.

Wie aber jede gute Hausfrau und auch jeder versierte Hausmann weiß, funktioniert Bügeln von knochentrockenen Stücken schlecht oder gar nicht. Deshalb muss die Wäsche vor dem Bügeln immer auf die eine oder andere Art angefeuchtet werden. Nur so gewinnen die Fasern ihre Elastizität zurück. Weil das Anfeuchten von Stoff mit Dampf viel besser funktioniert als mit der Sprühflasche, sind viele moderne Bügeleisen mit einem eingebauten Dampferzeuger ausgestattet. Per Knopfdruck wird das Wäschestück so befeuchtet.

Gilt es, große Wäscheberge schnell und optimal zu plätten, ist eine Dampfbügelstation die beste Wahl. Während Dampfbügeleisen mit einem kleinen Wassertank direkt im Gerät ausgestattet sind, der häufig nachgefüllt werden muss, ist bei einer Bügelstation der Dampferzeuger separat und versorgt das Plätteisen über einen Schlauch mit Dampf.

Welches Bügelsystem ist optimal?

Das Angebot an Bügeleisen ist weit gefächert und deckt eine Preisspanne von etwa 20 bis über 150 Euro ab. So hat man die freie Auswahl zwischen verschiedenen Geräten für unterschiedliche Einsatzzwecke. Die Palette beginnt beim kleinen, leichten Gerät mit geringer Watt-Zahl, das man als Zweit-Bügeleisen für unterwegs nutzen kann. Auch wenn für die Qualität des Ergebnisses nicht entscheidend ist, mit wie viel Watt das Bügeleisen heizt, so sind Geräte mit 2.400 Watt am ehesten für umfangreiche Bügelarbeiten geeignet.

Je größer der Wasserbehälter, je höher die Watt-Zahl und je besser die Sohle des Bügeleisens, desto höher der Preis. Tatsächlich finden sich in der mittleren Preisklasse die meisten Allzweckgeräte, die auch mit dem Wäscheaufkommen eines Vierpersonenhaushalts klarkommen. Hi-End-Bügeleisen bieten nicht nur höhere Watt-Zahlen und mehr Möglichkeiten, mit Dampf zu arbeiten, sondern auch allerlei elektronische Hilfsmittel. So gibt es Bügeleisen, die automatisch erkennen, welche Hitze ein bestimmter Stoff verträgt, die Temperatur des Bügelguts messen und die Wärme der Sohle kontinuierlich regulieren. Und wenn ganz besonders schonendes Bügeln angesagt ist, sind Bügeleisen mit einer Sohle aus Ceran besonders empfehlenswert.

Bügelstationen mit separatem Dampferzeuger und Wassertanks, die einen Liter und mehr fassen, zielen auf den sehr großen Haushalt und den Profi, der im Modehaus, im Theater oder in der Feinwäscherei über mehrere Stunden hinweg große Menge Wäsche in einen schönen Zustand zu bringen hat. Im Hi-End-Bereich landet man mit All-in-one-Bügelstationen. Die zeichnen sich dadurch aus, dass der Dampferzeuger im Bügelbrett eingebaut ist. So kann das Eisen immer gleich auf der Station abgelegt werden, wenn es gerade nicht gebraucht wird. Besonders komfortabel sind Exemplare mit Ansaug- und Absaugfunktion. Beim Ansaugen wird das Bügelgut an das Brett gepresst, was das Bügeln erleichtert.

Was muss man beim Bügeln beachten?

Vor dem Bügeln muss man sich sehr genau anschauen, welche Fasern und Textilarten man vor sich hat. Der Blick aufs Etikett ist unvermeidlich! Auf dieser Webseite von Persil findet man die genaue Erklärung aller Pflegesymbole.

Je nach der Textilart empfehlen sich bestimmte Techniken. So werden Samt, Seide, Nylon, Polyester, Acryl, Acetat und Viskose (Kunstseide) grundsätzlich auf links gedreht gebügelt. Baumwolle, Leinen und Mischgewebe mit geringem Anteil an chemischen Fasern bügelt man dagegen von rechts. Außerdem gibt es ein paar Tricks, die schon die Oma kannte. So behält Satin seinen Glanz, wenn man ihn vor dem Bügeln von der Rückseite her mit Essigwasser befeuchtet.

Empfindliche Stoffe wie Seide oder Acryl sollten im feuchten Zustand, aber ohne Dampf gebügelt werden. Nylon und ähnliche Gewebe sollte man nur mit sehr geringer Hitze bügeln. Bei Wolle ist wichtig, immer ein Tuch zwischen Wäschestück und Eisen zu haben, um bleibende Spuren zu vermeiden.

Wie geht man beim Hemdenbügeln vor?

Generationen Profis in Wäschereien haben die optimale Technik des Hemdenbügelns entwickelt, die völlig unabhängig vom verwendeten Bügelsystem sicher funktioniert. Natürlich muss das Eisen entsprechend der Pflegesymbole eingestellt sein, bevor es losgeht:

  • Als Erstes bügelt man die Rückseite des Kragens.
  • Danach dreht man das Hemd um und bügelt den Kragen von vorn.
  • Auch bei den Manschetten werden erst die Innenseiten…
  • …und dann die Außenseiten gebügelt.
  • Als nächstes werden die Ärmel ausgelegt (Knöpfe nach oben!) glattgestrichen und von den Schultern aus nach unten gebügelt.
  • Nun kommt das Hemd so übers Brett, dass die Seite mit der Knopfleiste nach oben zeigt.
  • Zuerst wird eine Hälfte der Oberseite gebügelt – und zwar immer so viel davon wie aufs Brett passt.
  • Dann immer weiter schieben und bügeln bis die Rückseite oben liegt.
  • Ist der Rücken glatt, kommt die andere Hälfte der Vorderseite dran.
  • Als Letztes wird die Knopfleiste Stück für Stück gebügelt; und zwar vorsichtig und mit der Spitze des Bügeleisens.

Hier finden Sie Wasch-Tipps.