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Pollen im Anflug

Wirklich schützen können sich Menschen mit „Heuschnupfen“ gegen die bösen Pollen nicht; die sind in der jeweiligen Blütezeit der Pflanzen einfach in der Luft und kommen so fast überall hin, wo auch Luft hinkommt. Bei den meisten Allergikern werden die lästigen Symptome ausgelöst, wenn die Pollen in die Atemwege geraten; manche reagieren aber auch auf den Hautkontakt mit diesen pflanzlichen Partikeln. Wer betroffen ist, tut gut daran, sich erstens von direktem Kontakt mit Pollen fernzuhalten und zweitens die Pollen zu entfernen, wo sie zu kriegen sind.

Im Haus haften die Blütenprodukte vor allem an textilen Werkstoffen – angefangen beim Teppich über die Polstermöbel bis zur Bettwäsche und zur Kleidung. Pollen können besonders die nötige Nachtruhe ruinieren, wenn sie sich im Schlafzimmer niedergelassen haben und am Pyjama und den Bettbezügen haften. Dass Pollenallergiker während der für sie unangenehmen Zeit bei geschlossenem Fenster schlafen, versteht sich von selbst. Mit folgenden Maßnahmen kann die Belästigung weiter reduziert werden:

-Wäsche NICHT an der „frischen“ Luft trocknen – sie lädt sich nur mit Pollen auf

-Vor dem Schlafengehen die Haare waschen, denn auch dort setzen sich tagsüber Pflanzenpartikel fest

-Schlafanzug, Pyjama und Bettzeug im geschlossenen Schrank lagern und möglichst täglich wechseln

Unverzichtbar ist es zudem, TÄGLICH das zu entfernen, was sich scheinbar als „Staub“ auf den Böden und den Möbeln niederlässt. Denn dieser gewöhnliche Hausstaub ist zwischen Februar und Oktober in der Regel massiv mit Pollen durchsetzt. Im Klartext: Einmal am Tag alle Räume mit dem Staubsauger zu bearbeiten und glatte Böden anschließend feucht zu wischen, kann jedem Pollenallergiker das Leben erleichtern.

Staubsauger für Pollenallergiker

Leider erreicht man mit nicht geeigneten Staubsaugern oft das genaue Gegenteil vom angestrebten Effekt. Meist verfügt der Sauger über einen ungeeigneten Filter oder dieser ist verstopft und müsste gewechselt werden. Hersteller wie z. B. Miele und Dyson bieten daher anti-allergie-geprüfte Geräte an, die mit speziellen Hygienefiltern ausgerüstet sind, in denen die unangenehmen Pollen sicher haften bleiben. Der EP:Fachhändler berät Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, gern bei der Auswahl eines passenden Staubsaugers.

Etliche höherwertige Staubsauger, die nicht von Hause aus für Allergiker gedacht sind, können mit speziellen Filtern nachgerüstet werden. Diese entsprechen in der Regel den Standards für sogenannte „Kabinenluftfilter“, die sich auch in den Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen finden. Eine echte Alternative sind übrigens sogenannte „Wasserstaubsauger“, bei denen Wasser als Filter dient, denn nichts bindet Pollen besser als Feuchtigkeit. Beim EP:Fachhändler werden solche Geräte – u.a. vom Hersteller Kärcher oder Thomas – angeboten.

Luftwäscher für ein pollenfreies Heim

Noch intensiver wirken sogenannte „Luftwäscher“. Das sind Geräte, die kontinuierlich die Luft im Raum ansaugen, durch einen Wasserbehälter leiten und dann gereinigt und befeuchtet wieder abgeben. Dabei wird die Atmosphäre im jeweiligen Zimmer im wahrsten Sinne des Wortes gewaschen und auch konsequent von Pollen befreit.

Die Luftwäscher von Beurer und Venta – das Unternehmen von Fritz Hitzler, dem Erfinder dieser Technologie – bewältigen jeweils einen Raum, wobei je nach Kapazität des Gerätes Zimmer zwischen 20 und 75 Quadratmetern gewaschen und befeuchtet werden können. Ausreichend große Wasserbehälter sorgen dafür, dass die verschmutzte Flüssigkeit nicht allzu oft gewechselt werden muss; der Stromverbrauch ist bei allen Reinigern dieser Art gering.

Tatsächlich empfehlen sich solche Geräte nicht nur für Pollenallergiker, sondern auch für Menschen, die empfindlich auf Hausstaub und Tierhaare reagieren oder sonstige Beschwerden mit den Atemwegen haben. Wer einmal eine Nacht in frisch gewaschener Luft verbracht hat, wird einen solchen Luftwäscher nicht mehr missen wollen.

Fazit

Wer als Pollenallergiker ein paar einfache Regeln beherzigt und die Pflanzenpartikel so gut wie möglich aus Haus und Wohnung fernhält, kommt möglicherweise ganz ohne Medikamente und Hyposensibilisierung durch Frühjahr und Sommer.