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Pollenapp


  
Wer nur auf die Frühblüher mit Niesen und Schnupfen reagiert, ist vergleichsweise gut dran. Denn viele Allergiker haben vom Frühjahr bis weit in den Spätsommer hinein Probleme mit dem pflanzlichen Zeug, das durch die Luft fliegt. Und für die besonders schwer Betroffenen ist der sogenannte „Heuschnupfen“ nicht bloß eine lästige Sache, sondern etwas, das das Leben ziemlich einschränken kann.

Nun können Menschen mit geringerer Allergie die schlimmsten Symptome mit (inzwischen gut verträglichen) Medikamenten dämpfen, und auch die bekannten Therapien wie die Hyposensibilisierung schlagen bei vielen Patienten so gut an, dass die Probleme verschwinden oder zumindest zurückgehen. Die gute Nachricht für viele Pollenallergiker: In sehr vielen Fällen lässt der Heuschnupfen mit zunehmendem Alter ab oder kommt eines Frühlings einfach nicht wieder.

In der Zwischenzeit sind gerade Menschen, bei denen die Allergie zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zu ernsten Asthmaanfällen reichen, gut beraten, Orte zu meiden, an denen eine starke Belastung herrscht oder an Tagen mit besonders intensivem Pollenflug lieber drinnen zu bleiben.

Pollenflugwarnungen finden sich inzwischen überall im Web, und selbst TV- und Radionachrichten verteilen entsprechende Informationen. Aber leider treffen die oft gerade nicht auf den Ort zu, an dem sich das Pollenopfer aufhält. Der Arzneimittelhersteller Hexal bietet nun eine hervorragende App namens „Pollenflug-Vorhersage“ für Android und iOS an (www.allergie.hexal.de/pollenflug/pollenflug-app/), die exakt auf den aktuellen oder einen gewählten Standort hin für den aktuellen und die folgenden zwei Tage angibt, welche Pflanzen in welchem Maße Pollen verbreiten.

Auch die Pollenstiftung bietet eine Warn-App (www.pollenstiftung.de/aktuelles-einzelansicht/pollen-app-die-app-fuer-allergiker/ae4d0a4af9aede087b781d06d74eb9f8/) an, die für Deutschland, Österreich und die Schweiz gilt. Außerdem können Betroffene in der App ein persönliches „Heuschnupfen“-Tagebuch führen – eine wertvolle Hilfe, weil Pollenallergiker dazu neigen, vom einen zum anderen Jahr zu vergessen, wann es für sie unangenehm wird.

Überhaupt glänzt diese App mit einigen hilfreichen Zusatzfunktionen, die auf Basis der Erfahrungen von Allergikern und entsprechenden Medizinern entwickelt wurden:

-Allergiefragebogen: macht eine erste Einschätzung möglich, ob eine Pollenallergie für die Beschwerden
 verantwortlich sein kann

-Persönliche Pollenwarnung: Liefert individuell zugeschnittene Informationen wie eine persönliche
 Belastungswarnung, Eilmeldungen bei akuter Belastung, spezifische Blühzeiten, Saisonstart etc.

-Durchschnittliche Tagesbelastung für den eigenen Standort

-Pollenlexikon: Steckbriefe zu den Allergenen, detaillierte Blühzeiten, Pollen-Countdown bis zum Saisonstart

-Erinnerung an den Arztbesuch

-Benachrichtigungssystem: Warnungen zum Start der Saison, Warnungen zu einer bestimmten Belastungsstärke
 etc.

Leider nicht als App verfügbar ist der Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizespollen/gefahrenindexpollen.html), der für das Bundesgebiet die Belastung der sieben schlimmsten Pollen angibt.

Auf jeden Fall können die vorgestellten Apps Pollenallergikern das Leben zwischen Februar und Oktober ein kleines bisschen erleichtern.