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Ratgeber: Augen auf beim Notebook-Kauf!

Wer in diesen Tagen und Wochen einen neuen tragbaren Computer braucht, steht vor einem breiten Angebot ganz unterschiedlicher Konzepte mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten und vor allem extrem unterschiedlichen Preisen. Da ist eine gute Vorbereitung vor der Auswahl konkreter Geräte, die dann in die engere Wahl kommen, angeraten. Natürlich kann man als Kunde auch jederzeit zum ElectronicPartner-Händler seines Vertrauens gehen und sich beraten lassen. Aber selbst der allerbeste Berater muss wissen, was der Käufer mit dem Notebook tun will und was er anlegen kann.

Arbeiten, spielen, Filme gucken?

Die erste zu beantwortende Fragen lautet: Was will ich hauptsächlich mit dem neuen Notebook tun? Denn daraus ergeben sich die Anforderungen an die Leistungsmerkmale der neuen Maschine. Und nicht nur das: Seitdem es mit Windows 10 ein Betriebssystem gibt, das sich auch bestens für Tablet-PCs eignet, stellt sich auch die Frage nach der Bedienung. Wer im Wesentlichen schreibt und rechnet, der braucht einen klassischen Laptop mit mittelprächtigen Leistungsdaten, nicht allzu viel RAM und HD-Speicher, ermüdungsfreiem Display und vor allem eine hervorragende Tastatur.

Auf der anderen Seite: Gehört zum Routineprogramm aufwändige Bildbearbeitung oder gar Videoschnitt, braucht der neue Laptop jede Menge Power und Speicher und ein möglichst großes Display. Auch passionierte Gamer, die ihre Lieblings-3D-Spiele auf dem neuen Tragbaren genießen wollen, können das nur, wenn der neue PC am oberen Ende der Leistungs-Hitparade angesiedelt ist.

Otto Normalnutzer hat in der Regel einen Bedarf irgendwo dazwischen, wenn er das Notebook meistens zum Surfen im Web, für gelegentliche Büroarbeiten, einfache Fotobearbeitung, einen Film ab und an sowie nicht zu anspruchsvolle Games einsetzen will.

Viel unterwegs oder meist daheim?

Von Hause aus hat man Laptops ja für den Einsatz unterwegs entwickelt, genauer: für das Arbeiten fern vom eigenen Schreibtisch. Über die Jahre hat sich der Bedarf in dieser Hinsicht erheblich ausdifferenziert, denn es macht einen Unterschied, ob der Tragbare immer nur auf Tischen – z.B. auch im Zug oder im Flugzeug – aufgeklappt wird oder nicht selten mit dem Ding auf den Knien gearbeitet wird. Je mobiler der Anwender, desto leichter muss das Notebook sein und desto länger sollte der Akku halten – das ist die Regel.

Aber seit Langem schaffen sich User auch tragbare PCs für zuhause an, weil sie entweder gar keinen Schreibtisch daheim haben oder den Computer gern unauffällig aufbewahren wollen, wenn er gerade nicht gebraucht ist. Für weniger mobile Laptops im Allround-Bereich gilt: Das Display sollte eine Diagonale von mindestens 15 Zoll haben, was ungefähr 38 Zentimetern entspricht – natürlich mit möglichst hoher Auflösung. Selbst bei preiswerteren Geräten findet sich inzwischen Full-HD-Auflösung, und damit macht dann auch das Anschauen von Spielfilmen und Serien richtig Spaß.

Für Notebooks, die vorwiegend mobil eingesetzt werden, empfiehlt sich aus Gewichtsgründen eher ein Display mit maximal 13 Zoll Diagonale. Wird am neuen Portablen aber vorwiegend getippt oder gesurft und werden dort höchstens E-Mails geschrieben, dann kommt auch ein Ultrabook mit nur 10 oder 11 Zoll Diagonale in Frage.

Was muss der Akku leisten?

Notebook-Entwickler, die vor allem Mobilwerker im Visier haben, stecken in einem Dilemma. Die potenziellen Kunden wünschen sich möglichst lange Akkulaufzeiten, aber nicht zu viel Gewicht. Je kleiner ein solcher Stromspeicher ist, desto geringer ist seine Kapazität – jedenfalls im Prinzip. In der Realität ist aber selbst der beweglichste Notebook-User selten länger als acht Stunden von einer Steckdose entfernt. Wenn also ein Hersteller offiziell Standzeiten von 10 Stunden und mehr angibt, dann dürfte das für den Betrieb in der Echtwelt reichen.

Tipp: Wer wirklich deutlich länger ohne Netzstrom auskommen muss, kann zusätzliche Kapazität mithilfe einer 20.000-mAh-Powerbank mitnehmen. Dann muss aber gewährleistet sein, dass der interne Akku des Notebooks per USB-Kabel aufladbar ist.

Rechenleistung und Speicherplatz

Bleiben wir bei den Ultrabooks. Auch hier sind inzwischen die Prozessoren der Intel-Core-Serie angekommen. Lediglich wenn das Stromsparen absolut im Vordergrund steht, spielt der Intel Atom eine Rolle. Ansonsten fällt die Wahl leicht: Muss es Spitzenleistung sein, kommt der i7 in Frage. Der i5 ist in dieser Hinsicht der Allrounder, und der i3 ist zu empfehlen, wenn keine rechenintensiven Anwendungen geplant sind.

Noch enger ist der Korridor bei der Menge an RAM im Notebook: 8 GB müssen es bei höheren Leistungsansprüchen sein, 4 GB tun es in aller Regel bei weniger anspruchsvollen Aufgaben. Wer aber zu einem 17-Zoll-Laptop mit i7-Prozessor greift, weil unter anderem Videoschnitt und Bildbearbeitung geplant sind, sollte der Maschine dann aber auch gleich 16 GB RAM spendieren. Achtung: Nur bei wenigen aktuellen Notebooks kann der Arbeitsspeicher später noch aufgerüstet werden!

Eine mechanische Festplatte macht Geräusche und verbraucht viel Strom. Deshalb bieten immer mehr Hersteller von tragbaren Computern inzwischen SSD-Massenspeicher an. Die kann man sich im Prinzip als sehr großer Speicherkarte vorstellen, die aber wie eine klassische Harddisk angesprochen wird, aber eben lautlos wirkt und deutlich weniger Strom verbraucht. Außerdem wiegen SSDs nur einen Bruchteil dessen, was Festplatten auf die Waage bringen. Weil auch die Preise inzwischen nicht mehr astronomisch sind, kann eine SSD im Notebook rundheraus empfohlen werden. Die sollte eine Kapazität von mindestens 250 GB haben, damit neben dem System und den Hauptanwendungen noch Platz für Dateien bleibt.

Klassisch, 2-in-1 oder Tablet mit Tastatur?

Mit dem Surface 3 hat Microsoft vor gut zwei Jahren den ersten Tablet-PC vorgestellt, der als echtes Arbeitsgerät taugt, wenn man ihm eine Tastatur spendiert. Gerade unter Studenten erfreut sich dieser Ansatz, der mit dem leistungsstarken Surface 4 noch reizvoller geworden ist, einiger Beliebtheit. Apple hat das Konzept beim iPad Pro übernommen, geht aber nicht so weit, dieses Tablet als vollwertigen MacBook-Ersatz zu propagieren. Denn für Apple besteht ein richtiges Notebook immer noch aus einem Display mit angeflanschter Tastatur. Klassische Notebooks zu deutlich günstigeren Preisen gibt es aber in allen oben beschriebenen Kategorien – Hersteller wie Acer, Asus, HP und Lenovo haben für jeden Bedarf sehr gute Tragbare im Angebot.

Seit einiger Zeit sorgen aber sogenannte „Convertibles“, auch 2-in-1-Computer genannte Geräte für Furore. Die Idee ist einfach: Das Display kann als vollwertiger Tablet-PC genutzt werden, die Tastatur dient im Tablet-Modus vor allem als Bildschirmstütze. Damit vereinen Portables dieses Typs die Vorteile des klassischen Notebooks mit denen eines großen Tablets. Der überragende Vertreter dieser Art stammt von Microsoft und heißt Surface Book. Bei diesem PC kann die Tastatur einfach vom Bildschirm getrennt werden; ist sie dran, verhält sich das Microsoft-Gerät wie ein klassisches Notebook. Leider liegen die Preise für diesen wirklich feinen Computer in sehr, sehr hohen Dimensionen.

Fazit

Wer einen neuen Tragbaren braucht, sollte seinen Bedarf und seine Wunschvorstellungen genau definieren und so eine Vorauswahl treffen. So kann dann der Berater im Fachhandel – zum Beispiel beim ElectronicPartner-Händler – helfen, das genau richtige Notebook zu finden.