text.skipToContent text.skipToNavigation

Ratgeber: Drahtlos-Boxen – Wlan oder Bluetooth?



Spätestens seit dem vergangenen Sommer sind drahtlose Boxen DER Hit für Musikliebhaber, die ihre Lieblingssongs überall hören wollen – unabhängig von Steckdosen, Hifi-Anlagen oder Quellen, die nur per Kabel angezapft werden können. Wo zwei, drei Jahre zuvor aber noch vorwiegend quäkende Kistchen am Werk waren, bekommt der Musik-Gourmet inzwischen drahtlose Lautsprechersysteme vom Feinsten, zum Beispiel die Kultboxen von Riva. Aber, Vorsicht: Zwei Varianten der Übertragungstechnik gibt es, die sich jeweils für einen anderen Anwendungszweck eignen: Boxen, die per Bluetooth mit der Quelle verbunden werden, und Lautsprecher, die über Wifi in ein Wlan-Netz eingebunden werden.


Was macht Bluetooth eigentlich genau?

Hinter dem Namen „Bluetooth“ – benannt nach einem Wikingerkönig – verbindet sich ein technischer Standard für die drahtlose Datenübertragung zwischen zwei Geräten per Funk. Also können Boxen, die mit Bluetooth ausgerüstet sind, nur Musik von Geräten holen, die ebenfalls bluetooth-fähig sind. Die gute Nachricht: In fast jedem mobilen Device steckt heutzutage ein Bluetooth-Chip – das gilt durchweg für Smartphones, Tablets und Notebooks, aber auch für viele SmartTVs und AV-Receiver, die allesamt auch als Quelle für Musik dienen können. Auf der anderen Seite stehen Kopfhörer, Headsets, Autoradios, Drucker und eben auch Lautsprecherboxen.

Um eine Verbindung zwischen zwei Bluetooth-Geräten herzustellen, müssen diese miteinander gekoppelt werden; Experten sprechen vom Pairing. Sobald der Bluetooth-Chip in einem Gerät aktiviert ist, kann er auf Befehl Signale senden, die von anderen Bluetooth-Geräten in der Nähe aufgefunden werden können. Sobald dies geschieht, kann auf beiden Seiten die Kopplung ausgelöst werden. In vielen Fällen muss auf einem der Geräte ein Zahlencode zur Autorisierung eingegeben werden.

Sind die Devices gekoppelt, kann der Datenaustausch beginnen. Startet man z.B. auf einem gekoppelten Smartphone den Musikplayer, kommt der Sound aus der gekoppelten Box. Dabei kann der Abstand zwischen den Partnern im Bluetooth-Verkehr im Freien bis zu 100 Meter betragen – in geschlossenen Räumen sind es oft nur ein paar Meter.


Was ist der Unterschied zwischen Bluetooth und Wlan?

Das einzig verbindende Merkmal dieser beiden technischen Standards ist, dass sie Signale per Funk austauschen. Hinter dem Kürzel „Wlan“ (oft auch „Wifi“ genannt, obwohl dies strenggenommen falsch ist) stecken die Begriffe „Wireless“ und „LAN“, was wiederum die Abkürzung für „Local Access Network“ ist und einen Standard für die Vernetzung von Computern bezeichnet. Diese Technologie ist in der drahtgebundenen Version so alt wie der PC an sich. Die drahtlose Variante gibt es dagegen erst seit rund 18 Jahren.

Auch ein Wlan ist ein Netzwerk, allerdings eines, bei der die Daten per Funk ausgetauscht werden. Ein sogenannter „Router“ steuert das Netz, alle Rechner sind mit diesem Gerät verbunden, das den Austausch regelt.

Die Idee, sogenannte „Peripheriegeräte“, z.B. Drucker, Kameras und eben auch Boxen, in ein Wlan einzubinden, ist relativ neu, hat sich aber als Methode, Daten bereitzustellen, bewährt. In Sachen Lautsprecher hat die Wlan-Technik im Vergleich zu Bluetooth einen entscheidenden Nachteil: die deutlich geringere Reichweite. Wlan-Router für Otto Normalverbraucher überbrücken in geschlossenen Räumen selten mehr als 20 Meter. Ohne störende Wände dazwischen schaffen sie ohne Zusatzgeräte maximal 30 Meter. Dafür können alle Quellen im Netzwerk angezapft werden, wenn man per Wlan-Box Musik abspielen möchte.


Fazit: Wlan- oder Bluetooth-Boxen?

Man kann es auf einen einfachen Nenner bringen: Beim Vernetzen von Lautsprechersystemen per Wlan kann man sich die Verkabelung sparen. Weil die Reichweite aber meist nur Drinnen groß genug ist, ist Wifi die ideale Technologie, um Boxen in anderen Räumen zu bespielen. So sind Wlan-Boxen ideal, um Musik ins Bad, in die Küche, ins Schlafzimmer und auf Terrasse und Balkon zu bringen.

Bluetooth-Boxen machen dagegen jede Musik vollkommen transportabel. Soll draußen am See eine kleine Party fernab von Steckdose und Receiver laufen, reichen ein Smartphone voll mit MP3-Songs und eine akku-gespeiste Box mit Bluetooth-Chip absolut aus. Übrigens: Bluetooth-Boxen aus besserem Hause können paarweise im Stereo-Modus betrieben werden.