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Soundbars: Raumfüllender TV-Klang aus der eckigen Büchse - geht das?

Da hat sich der Freund schöner Filme und spannender Serien einen schönen, großen HD- oder gar UHD-Fernseher ins Haus geholt und erlebt dann die böse Überraschung: Der Ton beim Lieblingsstreifen kann in keinster Weise mit dem brillanten Bild mithalten. Und stellt sich die Frage: Muss ich jetzt auch so ein 5.1- oder 7.1-Rundum-Dolby-Dings kaufen und mit das Wohnzimmer mit Lautsprechern zustellen? Es muss doch, denkt der Besitzer des schicken Flatscreens, etwas zwischen dem Dosengesäusel des Bildschirms und dem Homecinema-Supersound geben. Spätestens dann stößt er auf das, was seit einiger Zeit unter dem Gattungsbegriff „Soundbar“ zu Preisen ab etwa 200 Euro aufwärts angeboten wird.

Unauffällig, aber lautstark

Dabei handelt es sich um relativ flache Kästchen mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt und einer Länge, die meist in etwa der Breite eines TV-Geräts mit einer Diagonale von 35 bis 40 Zoll entspricht. Heißt im Klartext: Die Soundbar lässt sich unter dem Fernseher aufstellen und fällt dann optisch kaum auf. Eingebaut sind mindestens drei, oft fünf und manchmal sogar sieben Lautsprecherchassis, die so die Stereo- und den Center-Kanal des Raumklangsystems abbilden. Ungefähr zwei Drittel der angebotenen Geräte kommen mit einem separaten Subwoofer, der für die fetten Bässe zuständig ist.

Eine 5-Lautsprecher-Soundbar mit Subwoofer liefert in jedem Fall einen kraftvollen Klang. Die Qualitätsunterschiede liegen im Detail. So tun sich die preiswerteren Vertreter der Zunft bisweilen schwer damit, Musik und Sprache gleichermaßen gut widerzugeben. Das Geheimnis der Soundqualität liegt übrigens nicht allein bei der Anzahl, Beschaffenheit und Güte der Mittel- und Hochtöner, sondern auch bei der Software, mit der die Audioausgabe gesteuert wird. Die sorgt für die Breite und Tiefe der sogenannten „Bühne“ und regelt die automatische Anpassung von Lautstärke und -farbe je nach Quelle und Inhalt des widerzugebenden Klangs. Damit das auch unabhängig vom Klang, den der TV-Apparat liefert, klappt, enthalten alle Soundbars eine mehr oder weniger komplexe Elektronik.

Verbindungen sind alles

Wer eine komplizierte 5.1-Verkabelung scheut, möchte bei einer Soundbar nicht vor ähnliche Probleme gestellt werden. Deshalb sind die empfehlenswerten Tonquader in Sachen Connection vor allem eins: komfortabel. Die Verbindung zum Flatscreen kommt bei den meisten Soundbars per HDMI zustande; manche bieten auch Toslink- oder klassische Cinch-Verkabelung an. Besonders schön ist es, wenn der externe Subwoofer drahtlos mit seinem Mutterschiff verbunden werden kann.

Neben den bisher beschriebenen Geräten werden auch Teile namens „Sounddesk“ angeboten. Die sind ebenfalls flach, weisen aber eine größere Tiefe auf, sodass Standfernsehr darauf abgestellt werden können. Solche Systeme verfügen zum Teil auch über eingebaute AV-Receiver und in einem Fall sogar über einen Blu-Ray-Player.

Fazit

Wer seinen großen HD- oder UHD-Fernseher nicht unbedingt per Dolby-Surround-Maschinerie zum Homecinema aufrüsten will, ist mit einer Soundbar gut bedient, sollte aber auf jeden Fall zu einem Angebot mit externem, möglichst drahtlosen Subwoofer für den guten Tiefklang greifen. Da der Sound aus den flachen Kästen je nach Hersteller, Technik und Preis zum Teil drastisch unterscheidet, empfiehlt sich vor dem Kauf eine ausführliche Hörprobe beim ep-Fachhändler – am besten angeschlossen an genau den Flatscreen, den man zuhause hat.