Anschluss nicht verpassen!

Die Analog-Abschaltung im Kabelnetz geht in die nächste Runde

Nach der Umstellung des Antennen- und Satellitenfernsehens auf digitalen Empfang geht jetzt auch für Kabelhaushalte der Umstieg von analog auf digital in die heiße Phase. Wer von der Umstellung betroffen ist und was Sie bei der Anpassung beachten sollten – hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wen trifft’s? 

Knapp 3,1 Millionen von insgesamt 17,6 Millionen Haushalte nutzen noch analoges Kabel-TV. Für all diejenigen heißt es ab sofort: Aufgepasst! Durch die Analog-Abschaltung vieler Kabelbetreiber könnten Sie nämlich bald nur noch Schwarz sehen. Weil die Analogabschaltung nicht bei allen Anbietern am gleichen Tag stattfindet, werden betroffene Zuschauer in den reichweitenstärksten TV-Programmen mindestens drei Wochen vor Beginn der Umstellung über eingeblendete Laufbänder über den Termin der Abschaltung informiert. 

Was ist zu tun?

Spätestens dann müssen alle Zuschauer, die noch das analoge TV-Signal empfangen, Ihre Geräte technisch an den Digitalempfang anpassen. Für ältere Fernsehgeräte bedeutet dies: Sie benötigen einen digitalen Receiver mit DVB-C-Tuner von ihrem Kabelanbieter. Wer bereits einen moderneren Flat-TV mit einem DVB-C-Tuner besitzt, muss in den meisten Fällen lediglich einen neuen Sendersuchlauf durchführen. Denn im Zuge des Umstiegs erfolgt gleichzeitig eine Neusortierung der Programme. Nur bei manchen Kabelnetzbetreibern benötigen Sie zusätzlich noch ein CI-Modul und eine Smartcard.

Wie erkenne ich, ob ich noch analoge Fernsehprogramme nutze?

Sie nutzen analoges Fernsehen, wenn Sie bei der Programmanzahl auf circa 32 Sender beschränkt sind oder über ein älteres TV-Gerät ohne DVB-C-Tuner und ohne einen digitalen Kabelreceiver schauen.

Wer stellt im August um?

Nach einigen Pilotprojekten im Frühjahr gehen ab August viele Kabelnetzbetreiber aufs Ganze und stellen vollständig auf die digitale Signalübertragung um: Dazu zählen zum Beispiel Vodafone, die Telekom, M-Net, Pyur, Wilhelm.tel und G. Ziegelmeier. Doch nicht nur Fernsehzuschauer, auch Radiohörer, die das Kabel für den Radioempfang nutzen, sind betroffen. Mit dem Ende des analogen Fernsehens stellen viele Netzbetreiber die analoge Radioverbreitung über UKW ein.

Was bringt es?

Die Umstellung mag für viele, die noch analog TV gucken, lästig sein – doch sie hat auch ihre Vorteile: mehr Programme, bessere Bildqualität durch die Übertragung der Inhalte in HD oder Ultra HD und schnelleres Internet. Also besser den Anschluss nicht verpassen!