Streaming – die neue Art des Fernsehens

Wo sich vielerorts vor ein paar Jahren noch DVDs und Blu-rays stapelten, ist heute in den Regalen und Schränken Platz für andere schöne Dinge – denn immer mehr Film- und Serien-Fans greifen auf die Möglichkeit des Streamings zurück. Und nicht nur das: Mehr und mehr ersetzen die neuen Angebote auch das klassische Fernsehen mit Zappen und Co. Aber was genau ist Streaming eigentlich? Und wie funktioniert es?

Der Unterschied zwischen Streaming und einem Download

Streaming und Download lassen sich wohl am besten als Gegenstücke mit Gemeinsamkeiten beschreiben. Denn entgegen einer landläufigen Überzeugung findet beim Streaming sehr wohl eine Art von Download statt – allerdings ein temporärer. Der gewünschte Film oder die sehnsüchtig erwartete neue Episode der Lieblingsserie werden beim Streaming nämlich in kleinen Datenpaketen übertragen. Allerdings werden diese Pakete nach dem Schauen wieder entfernt und nicht behalten wie beim Download.

 

 

 

Ein persönliches Fernsehprogramm für jeden – die Videotheken von heute

Vorbei sind die Zeiten, zu denen sich Film-Fans zu einer festen Zeit vor dem Fernseher einfinden mussten, um das gewünschte Programm nicht zu verpassen. Streaming-Portale wie Netflix, Amazon Prime Instant Video oder der deutsche Anbieter Maxdome stellen an sieben Tagen der Woche 24 Stunden am Tag eine schier unglaubliche Auswahl aus allen erdenklichen Genres zur Verfügung. Der Nutzer entscheidet, was er wann sehen möchte – und er kann seinen Film oder seine Serie jederzeit stoppen und zu einem anderen Zeitpunkt weiterverfolgen. Das gleiche gilt für viele sogenannte Mediatheken: Hier stellen beispielsweise Fernsehsender ihr Programm (oder zumindest Teile davon) im Stream zur Verfügung.

Tipp: Viele Portale bieten eine Filterfunktion nach Genres und geben dem User die Möglichkeit, eine persönliche Watchlist zu erstellen – so lassen sich Filme nach Lust und Laune im Voraus auswählen und „zurücklegen“.

Was brauche ich fürs Streaming-Erlebnis?

Die Wiedergabe-Möglichkeiten für Streaming-Inhalte sind groß. Bevor über die Hardware nachgedacht wird, ist aber die Geschwindigkeit der jeweiligen Internet-Verbindung von Bedeutung – ist diese zu langsam, kann der Stream ganz schnell ins Stocken geraten. Das gilt sowohl für zuhause als auch für die mobile Übertragung.

Um die vielfältigen Streaming-Angebote zu nutzen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Tablets und Smartphones: Die meisten Mediatheken und Streaming-Anbieter haben Apps für ihr Angebot im Programm. So kann sowohl unterwegs über das mobile Internet (Bestimmungen des Mobilfunkvertrags beachten) als auch zuhause im WLAN nach Herzenslust gestreamt werden – zumindest bis der Akku leer ist.
  • Smart TVs: Diese auch Hybrid-TV genannten Geräte lassen sich wohl am ehesten als Fernseher mit Computerfunktionen beschreiben. Die internetfähigen Geräte können viele Streaming-Dienste und Mediatheken direkt über diverse Apps wiedergeben.
  • Streaming-Boxen und Sticks: Wer keinen Smart-TV sein eigen nennt, kann auf Zusatzgeräte wie Amazon Fire TV, Google Chromecast oder Apple TV zurückgreifen. Solche Streaming-Helfer werden in der Regel über HDMI an den Fernseher angeschlossen und via Netzteil oder USB mit Strom versorgt.

Tipp: Wer eine internetfähige Spielkonsole besitzt, sollte einmal überprüfen, ob diese nicht auch in der Lage ist, auf Streaming-Dienste zuzugreifen und neben Spielespaß auch noch Film- und Serien-Unterhaltung im Programm hat.