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4 ungewöhnliche Grillsoßen, die jeden Gast überzeugen

 

Genau wie ewig Bratwurst und Schweinenacken keinen Grillgast mehr vom Hocker reißen, langweilen auch die üblichen Grillsoßen. Vor allem, wenn sie aus dem Supermarkt stammen und voller Geschmacksverstärker stecken. Dabei ist es ganz einfach, ungewöhnliche Soßen, Dips und Chutneys zu kreieren, die bei jedem Mitesser Ohs und Ahs auslösen. Zum Beispiel mit diesen vier Kandidaten:

1. Betrunkener Schotte (Whisky-Soße)

Viele BBQ-Soßen, die man im Supermarkt kaufen kann, enthalten Whisky, meistens Bourbon, oder entsprechende Aromen, die dem Ganzen eine rauchige Note verleihen. Diesen Effekt kann man natürlich mit echtem Whisky in einer selbstgemachten Grillsoße auch erzielen.

Zutaten: 1 Dose stückige Tomaten, 1 Döschen Tomatenmark, 2 EL selbst eingekochter Zuckersirup (Läuterzucker), 2 EL Apfelmus, 1 Knoblauchzehe, 30 ml schottischer Whisky, 100 ml Apfelessig, 1 TL helle Sojasoße, 1 TL Rauchsalz, Salz, Paprikapulver, Chilipulver, Pimentpulver nach Geschmack, wenig neutrales Öl

Zubereitung:

Öl in einem Töpfchen sanft erhitzen, Knoblauch hineinpressen und leicht andünsten. Dann auch das Tomatenmark kurz anrösten. Tomaten, Sirup, Apfelmus, Sojasoße und Gewürze hineingeben und gut miteinander vermischen, knapp 30 Minuten köcheln lassen.

Ca. 250 ml Wasser und den Essig hineingeben und das Ganze für weitere rund 30 Minuten einkochen. Jetzt den Whisky hinzufügen und noch einmal 20 Minuten kochen lassen. Abkühlen lassen und nach Geschmack nachwürzen. Vor Gebrauch mindestens acht Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

Tipp: Läuterzucker ist leicht hergestellt. Einfach Wasser und Kristallzucker zu gleichen Mengenanteilen aufkochen, maximal 3 Minuten brodeln und dann abkühlen lassen.

2. Scharfes Früchtchen (Pfirsich-Meerrettich-Dip)

Etwas Süßes mit einem scharfen Nachgeschmack kommt zu Gegrilltem immer gut an. In der Version aus frischen Pfirsichen, ganz besonders.

Zutaten: 600 g süße Pfirsiche, 1 rote Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 80 g brauner Rohrohrzucker, 50 ml Sherryessig, 2 EL Meerrettich aus dem Glas (kein Sahnemeerrettich), Salz, wenig neutrales Öl

Zubereitung:

Die Pfirsiche müssen natürlich geschält werden. Das geht so: Pfirsich mit sehr heißem Wasser überbrühen oder Pfirsich auf einer Gabel in fast kochendes Wasser halten. Dann lässt sich die Samthaut mit einem Messer abziehen. Danach alle Pfirsiche halbieren, entsteinen und recht fein würfeln. Zwiebel und Knoblauch ebenfalls fein würfeln.

Zuerst Zwiebel- und Knoblauchwürfel in ganz wenig neutralem Öl weich dünsten, dann Pfirsiche, Zucker und Essig beigeben und das Ganze einmal aufkochen lassen. Danach auf kleiner Flamme gut 20 Minuten einkochen. Leicht abkühlen lassen und den Meerrettich einrühren. Nach Geschmack mit Salz würzen.

3. Indisch für Gärtner (Apfel-Curry-Soße)

Immer wenn etwas nach Curry schmeckt, empfinden wir Europäer das als indisch. Selbst wenn das vielleicht europäischste Obst überhaupt die Basis bildet: der Apfel. Wie genau diese Soße schmeckt, hängt von der Apfelsorte (säuerlich oder süß) und der Curry-Paste ab. Grundsätzlich gilt: mildes Curry passt am besten zu säuerlichen Äpfeln, scharfe Paste zu süßen Vertretern dieser Art.

Zutaten: ½ Bund Frühlingszwiebeln, 2 mittelgroße Äpfel, 1 Stück Ingwer, 3 TL Curry-Paste, Prise Zucker, Saft einer ½ Zitrone oder einer ganzen Limette, Salz, Pfeffer, 8 EL Öl

Zubereitung:

Frühlingszwiebeln waschen und das Weiße sowie ein wenig vom Grün in Ringe schneiden. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und reiben. Ein knapp daumengroßes Stück Ingwer ebenfalls schälen und sehr fein würfeln. Zwiebeln, Ingwer und Äpfel mit dem Öl und dem Zitronen- bzw.- Limettensaft mischen und die Curry-Paste unterrühren. Zuletzt mit Salz, schwarzem Pfeffer und Zucker abschmecken. Vor dem Verbrauch mindestens eine Stunde lang im Kühlschrank durchziehen lassen.

4. Verminzte Sache (Pfefferminz-Ingwer-Chutney)

Minze in allen Varianten hat in den letzten Jahren Karriere gemacht – aber als Bestandteil eines Pflaumen-Chutneys? Das ist so überraschend wie lecker, denn Minze bringt frische in die Soße.

Zutaten: ca. 50 g Minzblätter (frisch von den Stielen gezupft), 100 g entsteinte Trockenpflaumen, 1 Chili-Schote, 2 bis 3 TL frisch geriebener Ingwer, 1 Knoblauchzehe, 2 Schalotten, 1/8 l Apfelessig, Salz, Zucker

Zubereitung:

Minzblätter waschen, trockenschleudern und fein hacken. Chili waschen, entkernen und ebenfalls fein würfeln. Beides mit Essig sowie Salz und Zucker (je ca. 1 TL) verrühren. Schalotten und Knoblauch hacken. Die Trockenpflaumen in sehr kleine Stücke schneiden, Ingwer schälen und reiben. Knoblauch, Ingwer und Pflaumen mit der Minz-Mischung verrühren, zuletzt die Schalottenwürfel beigeben. Die Konsistenz kann durch Zugabe von Apfelessig gesteuert werden. Abschließend mit Salz und Zucker abschmecken.

 

Lesen Sie hier den Blog Beitrag "Grillen mal anders: Jenseits von Bratwurst und Schweinenacken"

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