Die Glaubensfrage: Mit oder ohne Beutel? 

Wer auf der Suche nach einem neuen Staubsauger ist, muss sich immer die Frage stellen: Beutel oder beutellos? Wo die wesentlichen Unterschiede liegen und welches Modell für wen geeignet ist – ein Überblick.

1. Kaufpreis und Unterhaltskosten

Grundsätzlich sind klassische Staubsauger mit Staubbeutel in der Anschaffung günstiger als beutellose Geräte. Dagegen punkten die Beutellosen mit niedrigeren Folgekosten, da über die gesamte Lebensdauer des Geräts keine teuren Filterbeutel gekauft werden müssen. Trotz des höheren Preises saugen beutellose Staubsauger daher bei häufigem Einsatz und großen Flächen langfristig sogar günstiger.

2. Die Saugleistung

Bei vielen klassischen Staubsaugermodellen mit Beutel lässt die Saugkraft nach, je voller der Beutel wird. Das kann Ihnen bei einem Beutellosen nicht passieren. Dank der Zyklonen-Technologie, die sich das physikalische Prinzip der Zentrifugalkräfte zu Nutze macht, um den Staub im Behälter aufzufangen, bleibt die Saugleistung bis zur maximalen Füllung praktisch konstant. Als Erfinder der Zyklonen-Technik gilt Dyson. Der Experte in Sachen beutellose Staubsauger brachte 1993 den ersten beutellosen Staubsauger auf den Markt und sorgt heute mit den beiden Modellen Big Ball und Cinetic Ball für Furore. 

3. Die Lautstärke

Kleiner Nachteil der innovativen Technologie der Beutellosen: Sie sind oft lauter als ihre Beutelkollegen – zumindest bisher. Mit einer Lautstärke von nur 71 dB zählt der Bosch BGS5ALL1 Relaxx’x ProSilence Plus zu den leisesten auf dem Markt und hat damit sogar einen niedrigeren Schallleistungspegel als viele Modelle mit der altbewährten Beutel-Technik. Und auch der Blizzard CX1 Jubilee EcoLine SKRP3 von Miele punktet mit einem angenehmen Geräuschpegel von nur 73 dB.

4. Die Entleerung

Um was Sie bei den beutellosen Modellen aber auf keinen Fall herumkommen, ist die Entleerung und Reinigung des Staubauffangbehälters. Während die vollen Staubbeutel bei der herkömmlichen Methode einfach in den Müll wandern, ist die Behälterentleerung der Beutellosen gerade für Allergiker nicht ohne. Doch auch hier werden die Hersteller immer findiger: Dyson setzt beim Big Ball Multi Floor 2 beispielsweise auf einen neuen federgespannten Behälterentleerungsmechanismus, der den Kontakt mit dem Staub so gering wie möglich halten soll. Und beim Blizzard CX1 sorgt eine besonders effektive Staubseparierung von Grob- und Feinstaub für eine hygienische Entleerung auf Knopfdruck.

5. Das Design

Neben Preis, Saugkraft, Lautstärke und Hygiene spielt aber natürlich auch das Design eine wichtige Rolle. Hier haben die Beutellosen klar die Nase vorn. Allen voran die beiden Dyson-Modelle mit Ball-Technologie. Die sehen nicht nur umwerfend aus, sondern richten sich auch selbst wieder auf, wenn sie mal aus dem Gleichgewicht kommen. 

Sie sehen: Beide Modellvarianten haben ihre Vor- und Nachteile. Ob Sie sich für einen Staubsauger mit oder ohne Beutel entscheiden, ist letztendlich eine Frage der persönlichen Vorlieben und des Geschmacks.