Die CES-Highlights 2026

Die Consumer Electronics Show 2026 in Las Vegas eröffnete vom 6.–9. Januar mit knapp 150.000 Besuchern und über 4000 Ausstellern das Technik-Jahr 2026. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren, in denen die Aufmerksamkeit oft spektakulären Konzeptstudien galt, die jedoch nie in die Produktregale kamen, zeigte die CES 2026 viele ausgereifte Produkte. So wahrt die Messe ihren Ruf als eine der wichtigsten Veranstaltungen für Hersteller von Unterhaltungselektronik, Smarthome-Produkten, Technik-Gadgets und intelligenten Haushaltsgeräten. Wir zeigen Euch die spannendsten Produkte für Office und Gaming, Haushalt, Garten und Pool.

Fernsehen 2026: Runde OLEDs, ein superdünnes Wallpaper-TV und 130-Zoll-Riesen-LEDs

Echte Hingucker präsentierte Samsung mit seinem AI OLED Turntable und dem AI OLED Cassette. Tatsächlich dienten die runden Displays mit KI-Interface auf der CES dazu, die Vielfalt von OLEDs 2026 zu zeigen und waren keine gebrauchsfähigen Geräte. Dies soll zumindest der Samsung R95H in naher Zukunft werden. Das 130-Zoll-Micro-RGB-TV bietet einen gigantischen Rahmen für TV-Erlebnisse, die dank Micro-LED-Technik eine herausragende Helligkeit, einen hervorragenden Kontrast und eine brillante Farbdarstellung versprechen. Damit der Riesen-Bildschirm nicht leer bleibt, soll er wie The Frame mit Kunst gefüllt werden können. Ansonsten setzt Samsung auf TV-Geräte mit matter Antiglare-Beschichtung und auf Super-Quantum-Dots mit neuen Farbfiltern.

LG kam mit zwei großen Neuheiten nach Las Vegas. Zum einen zeigte der LG evo W6 Wallpaper TV wie dünn 77 oder 83 Zoll große TV-Bildschirme heute sein können – nämlich nur neun Millimeter. Ohne Rahmen und fast ohne jedes Kabel wird das Modell fast unsichtbar an der Wohnzimmerwand hängen. Im W6 Wallpaper wird, wie auch in den großformatigen Modellen der LG C6-Series, die neue Tandem-WOLED-Technologie zum Einsatz kommen. Sie fügt den bisherigen drei farbigen Pixelschichten noch eine vierte hinzu und bietet so mehr Helligkeit und einen größeren Farbraum.

Auf mehr Farbe setzt auch Hisense. Der Hersteller fügt seinem Hisense 116 UXS neben Rot, Grün und Blau ein viertes Cyan-Pixel ein (entspricht der Farbe Türkis) und vergrößert so den Farbraum.

Generell lässt sich sagen, dass 2026 voraussichtlich RGB MiniLEDs bei TV-Geräten dominieren werden. Zumindest, wenn man die Flut neuer Geräte von LG, Samsung, Hisense, Sony und vielen anderen betrachtet. Merken sollte man sich auch den Begriff Dolby Vision 2. Der dynamische HDR-Standard passt das TV-Bild optimal an die Lichtverhältnisse bei Dir zuhause an. Bislang integrieren ihn TCL, Hisense und Philips in ihre Smart-TVs. Dass nun auch der erste Streaming-Anbieter Inhalte in Dolby Vision 2 angekündigt hat, dürfte der Verbreitung einen echten Push geben, auch wenn Peacock aktuell nur in den USA streamt.

Klappbar, klein oder besonders sicher: neue Smartphones 2026

Wie ausgereift Smartphones mittlerweile sind, zeigt sich an Updates oder Neuvorstellungen. Da wird zwar an Details gefeilt, der Aha-Effekt bleibt oftmals aus. Auf der CES haben drei Anbieter mit ausgefallenen Neuvorstellungen für Aufmerksamkeit gesorgt:

Das Samsung Galaxy Z-TriFold ist ausgeklappt 10 Zoll groß, das entspricht in etwa einem Samsung 7 plus drittem Display. Es lässt sich zweimal einfalten und ist dann so groß wie ein normales Smartphone, wenn auch deutlich dicker und schwerer. CES-Besucher und erste Tests waren begeistert vom nahtlosen Übergang an den Faltstellen und dem gelungenen Design. Wann das Highend-Foldable nach Deutschland kommt, steht noch nicht fest.

Der Clicks Communicator soll mit minimalistischer Ausstattung den Umgang mit dem Smartphone auf das Wesentliche beschränken, gemäß dem Motto „Designed for doing, not doomscrolling.“ Der Communicator hat über der Tastatur ein fast quadratisches, etwa 4 Zoll großes OLED-Touch-Display und erinnert so an den Blackberry. Er hat eine 24-MP-Kamera vorne und eine 50-MP-Kamera hinten, und setzt auf Android 16. Eine Besonderheit ist eine seitliche Taste, die vom Anwender mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden kann. Eine weitere ist der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss. Das Gerät funktioniert mit Nano-SIM oder eSIM und hat einen Micro-SD-Steckplatz.

- Ganz ohne US-amerikanische Dienste kommt das MC03 der Schweizer Firma Punkt. Komplett in Europa erstellt nutzt es ein eigenes System namens AphyOS, das auf einer Open-Source-Version von Android programmiert wurde. Die Hersteller versprechen höchste Datensicherheit und Verzicht auf Google-Dienste. Weiterer Pluspunkt ist der tauschbare Akku. Wie der Vorgänger ist auch das MC03 nur im Abomodell zu haben.

Cool ist der kleine Spielecontroller Flippad von 8Bitdo für Smartphones. Er wird an den USB-C-Port gesteckt und dann auf iPhone oder Android-Smartphone geklappt. Mit seinem Steuerkreuz und vier roten Knöpfen erinnert er stark an einen Gameboy

Auswirkungen des KI-Booms: wenig neue Grafik-Chips

So viele Vorteile der Run auf KI-Sprachmodelle verspricht, einen Nachteil konnte man auf der CES 2026 sehen: Die Chip-Hersteller fokussieren sich auf diesen Bereich und weniger auf neue Grafikchips. So arbeitet Nvidia vorerst nur an neuen KI-Superchips und mit Siemens an einem KI-Betriebssystem für die Industrie. Siemens soll außerdem an einer deutlich schnelleren Grafikkarte arbeiten, genaue Details zur Intel Arc B770 sind aber noch nicht bekannt. Auch AMDs Grafikkarten mit einer neuen RDNA5-Architektur kommen erst 2027 und der Nachfolger des Ryzen 7 9800X3D, der Ryzen 7 9850X3D, ist gerade mal angekündigt. Zu sehen gab es eine MSI Lightning Grafikkarte mit Display. Die MSI Geforce RTX 5090 Lightning soll mit AiO-Wasserkühlung und einem großen Display höchste Leistung bringen.

Außerdem wurde auf der CES 2026 der Intel Panther Lake Chip mit besonders schneller integrierter B390-Grafik-Einheit vorgestellt. Er ist besonders interessant für Hersteller von Gaming-Hardware. Intel hat laut eigenen Angaben Anfragen von Acer, MSI oder GPD, die den Chip wohl für eigene Gaming-Handhelds nutzen wollen.

Geburtstag bei ROG und ein umstrittener Holo-Avatar: CES-Highlights für Gamer

So hatte sich Razer die Präsentation seines Projekt Ava auf der CES 2026 nicht vorgestellt: Erst regte sich die Gaming-Community über den Slogan „The Future of Gaming is AI“ auf, dann geriet der holografische KI-Begleiter in den Shitstorm um Grok. Der KI-Chatbot von Elon Musk steckt nicht nur im Inneren von Projekt Ava, sondern hatte von beliebigen Fotos sexuell anzügliche Varianten kreiert. 

Was Projekt Ava leisten soll und wie sich Razer die Zukunft mit seinen KI-Avatar im Alltag und beim Gaming vorstellt, seht Ihr am besten hier.

Ebenfalls in der Razer-Pipeline sind Projekt Motoko, ein KI-unterstütztes Headset mit zwei an der Frontseite integrierten Kameras und Projekt Madison, ein multisensorischer Gaming-Stuhl für ein besonders immersives Spieleerlebnis mit Lichteffekten, THX Spatial Audio sowie einem haptischen Feedback-Kissen. 

Nicht nur für Gamer gab es zahlreiche neue Monitore, darunter den MSI MPG 341CQR QD-OLED X36 im Format 21:9- mit UWQHD-Auflösung und 360 Hz. Zwei weitere MSI-Monitore mit 32 Zoll-Display sollen dank ihres OLED-Displays mit einer neuen Beschichtung namens Darkarmor Film besonders gute Schwarzwerte erreichen. Auch LG präsentierte eine Reihe neuer OLED- und UltraGear-Monitore mit 5K-Upscaling und Bildwiederholraten von bis zu 540 Hz.

Ein echter Trend sind 6K-Monitore mit 3D-Unterstützung. Sie zeigen Filme und Games ohne 3D-Brille in 3D. Auf der CES zu sehen auf Samsungs Odyssey 6K mit 3D-Unterstützung oder Onsas 3D 6K Monitor.

Die Asus-Gaming-Marke ROG feiert 20. Geburtstag und gönnt sich dazu jede Menge neuer Produkte. Darunter die Zephyrus Laptops G14 und G16 mit schnelleren CPUs und Nvidia RTX 5000 Grafikkarten und das klappbare Zephyrus Duo mit zwei 16 Zoll großen Displays. „Built to be seen“ heißt es bei der durchsichtigen Gaming-Station ROG G1000 mit holografischen Effekten. Außerdem hat man mit den Spieleentwicklern von Kojima ein futuristisches Spiele-Headset samt Maus entwickelt.

Ausrollbare Displays und viel KI: neue Notebooks und PCs 

Während viele Hersteller in Las Vegas auf KI und schnelle Grafik setzten, setzte Lenovo mit seinen ausrollbaren Notebooks ein Statement. Mit dem Thinkbook Plus Gen 6 verkauft Lenovo schon seit letztem Herbst ein Notebook mit ausrollbarem OLED. Bei den auf der CES vorgestellten Prototypen Thinkpad Rollable (für Office) als auch dem Legion Pro Rollable (für Gaming) hat der Hersteller die Technik in den Deckel integriert. Die Notebook-Schirme lassen sich sowohl seitlich (Legion Pro) als auch nach oben (Thinkpad) ausrollen. 

Neben den oben erwähnten Asus-Laptops der Reihe Zephyrus kam auch HP mit einem neuen Gaming-Laptop nach Las Vegas. Das Unternehmen vereint künftig seine Gaming-Marken Hyper X und Omen. Erstes Produkt ist das 16 Zoll große HP HyperX Omen Max 16. Es soll besonders sparsam bei der Stromaufnahme sein und hat als besonderes Feature eine mechanische Tastatur. Einen CES Innovation Award erhielt HP für sein neues EliteBoard G1a, eine Tastatur mit integriertem PC (Ryzen AI 3000), ideal für alle, die an wechselnden Arbeitsplätzen arbeiten.

Trotz gegenteiliger Aussagen lässt Dell seine Office-Notebooks der XPS wieder aufleben. Das Dell XPS 14 und das XPS 16 kommen mit neu gestaltetem Aluminiumgehäuse und auf Wunsch mit Tandem-OLED. Sie sollen bei starker Performance hohe Akkulaufzeiten bieten und lassen sich dank herausnehmbarer Tastaturen gut reparieren. 

Im Haushalt, im Garten und in der Luft: KI-Robots auf der CES 2026

Den spektakulärsten Roboter der CES 2026 präsentierte wohl Hyundai. Atlas geht, springt und bewegt sich und seine Hände erstaunlich flüssig. Der Roboter soll noch dieses Jahr in Serie gehen – allerdings nur für die Industrie. Als Haushaltshilfen konzipiert sind LG Cloid oder Switchbot Onero H1. Sie erkennen, was daheim zu tun ist und sortieren unsere Wäsche, bevor sie sie in die Waschmaschine stecken, falten und verräumen. Sie bereiten uns kleine Mahlzeiten zu oder gießen die Blumen. Onero H1 soll noch dieses Jahr in Serie gehen. Wir bleiben skeptisch, denn bislang hat es keine der auf früheren Messen vorgestellten Konzeptstudien in den Verkauf geschafft. 

Da halten wir uns lieber an die serienreifen KI-Robots, die den Boden putzen, den Rasen mähen oder den Pool reinigen. Davon gab es jede Menge auf der CES 2026. 

Neue Saugroboter: Spektakulär bewegt sich der Mova Pilot 70 per Drohne an die Arbeit. Der Roborock Saros Rover klettert auf zwei Beinen die Treppen rauf und runter. Damit schafft er deutlich mehr Stufen als der jetzt schon verfügbare Roborock Saros 20. Dreame setzt mit nur 8 cm hohen Saugrobotern auf ganz flache Reinigungshelfer und zeigte in Las Vegas erneut den H16 Pro Steam, der mit heißem Wasser für besonders reine Böden sorgt. Der Eufy S2 versprüht bei der Arbeit auf Wunsch einen von drei Raumdüften. 

Neue Mähroboter: Wie kleine Panzer fahren die Mähroboter der CES 2026 über den Rasen. Allen voran der bullige Roborock RockMow X1 Lidar. Wie der Dreame OmniSense 3.0 und der Mammotion LUBA 3 setzen die Geräte auf einen 360-Grad-Lidar-Scanner (Light Detection and Ranging) bei dem ein Laser die Entfernung präzise misst. Mit Allrad und einer Mapping-KI können sie auch in unebenen Gärten arbeiten und machen einen Bogen um Blumenbeete und Nachbars Garten.

Neue Poolroboter: Wer einen Außen-Pool hat, weiß, wie mühselig es ist, das Ding sauber zu halten. Jetzt jagt der Beatbox AquaSense X Poolroboter Schmutz im Wasser mit Infrarot, Ultraschall, Kamera und KI und sammelt ihn in einem Behälter, der bis zu 2 Monate lang vorhalten soll. Der Mammotion Spino S1 Pro Pool-Roboter hält zwar nicht so lange durch, klettert aber nach dem Putzen aus dem Wasser und rollt eigenständig in seine Ladestation.

Wellbeing mit KI im Bad und am Bett

Immer noch im Trend sind AI-Wearables als Kette, Ring oder Clips: Neu sind etwa Switchbot Mindclip oder Pebble Index Ring. Sie messen Körperfunktionen, Aktivitäten oder die Umgebung und sorgen mit der passenden App für Gesundheit und Wohlbefinden. Waagen werden immer ausgefeilter und liefern wie die Withings Body Scan 2 Daten zu 60 Biomarkern. So lassen sich Herzalter, Stoffwechselaktivität oder Zellaktivität dauerhaft kontrollieren. 

Für die Schönheit sorgen künftig KI-gesteuerte Haarschneidemaschinen ebenso wie LED-Gesichtsmasken. L’Oréal hat in Las Vegas eine besonders dünne und flexible vorgestellt, die mit 630 nm rotem und 830 nm nahinfrarotem Licht Dermatologen zufolge die Haut wirklich verbessern soll. Ausprobieren können wir das leider erst 2027.

Einen Blick wert waren Tech-Fans die elektrischen Zahnbürsten und Rasierer von Laifen. Nicht nur wegen der guten Verarbeitung, sondern weil die durchsichtigen Hüllen einen Blick auf das Innere der Geräte erlauben. Hersteller Laifen verspricht, dass die Wave Pro mit ultrawide Oszillation in 60 Grad und der P3 Pro mit drei Klingen und integrierter KI auch saubere Arbeit leisten. 

Sonnenlicht-Wecker und Biorythmus-Lampen, die das Aufstehen erleichtern und bei Schlafproblemen helfen sollen, werden immer populärer. Auf der CES 2026 waren unter anderem der Wecker Dreamie von Ambient mit Sonnenlicht-Lampe und die Restful Atmos Bedside Lamp mit Weckerfunktion zu sehen.

Sicherheit im Smarthome 2026

Mit einer ganzen Reihe neuer Produkte kam Aqara auf die Messe. Das Aqara U400 Smart Lock mit Ultra-Wideband-Technologie (UWB) öffnet die Haustür kontaktlos, sobald Ihr mit dem Smartphone nach Hause kommt. Das System misst die Annäherung eines Geräts sehr präzise und entriegelt das Schloss erst kurz vor Erreichen. So bietet es Sicherheit auch für Menschen, die Systeme mit biometrischen Zugangserkennungsmethoden wie Fingerabdruck-, Handflächen- oder Gesichtsscannern ablehnen. 

Ebenfalls für Vorsichtige ist die Reolink KI Box. Sie überwacht Videosignale von angebundenen Überwachungskameras ohne Internet und ist eine gute Lösung für alle, die ihre Daten nicht in die Cloud laden wollen. Ähnlich arbeiten die neuen Überwachungskameras und Türklingeln von Ugreen Syncare ohne Cloud. Das bisher für NAS-Systeme bekannte Unternehmen zeigte in Las Vegas die Außenkamera SynCare OD600 Pro, zwei Innenkameras und eine Türklingel. Alle vier Geräte lassen sich über ein zentrales Display steuern, die Daten wandern verschlüsselt auf einen lokalen Speicher wie ein NAS. 

Für gutes Raumklima sorgt der Dreo Turbo Cool MistingFan. Der Ventilator kühlt mit einem Nebel aus feinem Wasserstaub. 

Unternehmen wie Bosch und Samsung zeigten vernetzte Wohnwelten. Samsung macht den Kühlschrank zum zentralen Family Hub. Wer kompatible Smarthome-Geräte zu SmartThings und dem Assistenten Bixby hat, kann am Kühlschrank-Display sehen, wer vor der Tür steht, andere Geräte per Spracheingabe steuern oder die Einkaufsliste ans Smartphone schicken. Ähnlich scannt der viertürige Kühlschrank GE Profile Smart den Inhalt sowie die Barcodes von Lebensmitteln und erstellt daraus Einkaufslisten. 

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