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Stand der Technik: Was können Akkusauger wirklich?

 

Niemand holt ernsthaft den Staubsauger aus der Besenkammer, um mal eben ein paar Krümel unter dem Esstisch wegzusaugen. Gut, wer einen Akkusauger hat, denn der ist schnell einsatzbereit, leicht und kräftig genug. Dabei kann es sich um einen recht leistungsstarken Handsauger handeln oder um ein Gerät mit Stiel. Solche kabellosen Staubsauger gibt es zu Preisen zwischen knapp unter 100 Euro und bis hinauf zu 500 Euro.

Der Staubsauger für zwischendurch

Alle Experten sind sich einig: Kein Akkustaubsauger kann den klassischen Bodensauger ersetzen. Das war auch nie das Ziel der Entwicklung bei den namhaften Herstellern. Stattdessen gilt der kabellose Sauger als Lösung für Aufgaben, für die das schwere, kabelgebundene Gerät nicht so gut geeignet ist. Beispielsweise in Situationen fernab der Steckdose, in denen mal eben schnell ein paar Krümel, ein Büschel Tierhaare oder die eine oder andere Staubmaus entfernt werden soll.

Alle Akkusauger stammen vom batteriebetriebenen Tischstaubsauger ab, der in den Sechzigerjahren aufkam und zu seiner Zeit vielfach belächelt wurde. Dieses Luxusgerät entwickelte sich jedoch weiter zum Handstaubsauger, den vor allem Menschen anschafften, die ihr Auto, ihren Wohnwagen oder ihr Boot selbst sorgfältig reinigen wollen. Und so entstand eine Kategorie Staubsauger, die nur zweiter oder dritter Linie für die Bodenreinigung zu gebrauchen sind.

Nützliches Zubehör

Schaut man sich an, was der EP:Fachhändler in dieser Produktkategorie zu bieten hat, fällt sofort auf, dass sich hier der Handsauger klassischer Machart, aber eben auch Staubsauger mit Stiel tummeln. Wobei letztere meistens nichts anderes sind, als Handsauger, die mit einem Stiel ausgerüstet werden können. So werden aus den futuristischen Maschinen der Firma Dyson, Sauger, die schon fast wie Bodensauger aussehen, aber nicht dieselbe Reinigungsleistung bieten.

Immerhin liefern die großen Hersteller zu ihren Akkusaugern diverse Bürstenaufsätze und Düsen, sodass Schmutz sowohl von glatten Flächen, als auch von Textilien (Polstern, Teppichen, Vorhängen) gesaugt werden kann. Und dies an Stellen, an denen man mit den Spezialdüsen des Bodensaugers nicht gut herankommt.

Eine Frage der Laufzeit

Apropos: Die Länge der Kabel, die zum Aufladen des Akkus gebraucht werden, variiert je nach Hersteller stark. Wobei zu beachten ist, dass einige Modelle kein Ladegerät verfügen, sodass zum Stromtanken der komplette Sauger an der Steckdose angeschlossen werden muss.

Waren die Vertreter der ersten Generation Handsauger mit Akkubetrieb meist schon nach weniger als einer Viertelstunde am Ende, halten die Stromspeicher aktueller Geräte deutlich länger und bieten durchweg praxisgerechte Laufzeiten. Die liegen nach Angaben unabhängiger Tester zwischen mindestens 15 bis 20 Minuten und teilweise bei mehr als einer Stunde.

Fazit: Keine Konkurrenz für den Bodensauger

Kabellose Handsauger sind klein, leicht und deshalb schnell im Einsatz. Deshalb eignen sie sich besonders dafür, den Dreck wegzumachen, wenn man ihn sieht: Frühstückskrümel unter dem Tisch, Katzenhaare an der Sofaecke, Staub aus dem Bohrloch nach dem Setzen von Dübeln. Außerdem eignen sich diese Geräte für den Einsatz an Stellen, wo der große Bodensauger nicht hinkommt.

Davon dass einige Akkusauger mit Stiel ausgerüstet sind oder nachgerüstet werden können, sollte man sich nicht in die Irre führen lassen. Die Saugkraft der Kabellosen reicht nicht annähernd an die ihrer kabelgebundenen Kollegen heran. Außerdem verfügen die Akkusauger teilweise über sehr kleine Staubbehälter, die für den Schmutz einer größeren Teppichfläche nicht ausreichen.

Die leistungsstärkeren Sauger ohne Netzkabel sind aber sehr wohl dafür geeignet, größere Flächen glatter Böden vom Staub zu befreien. Allerdings kann es sein, dass zwischendurch der Staubbehälter geleert werden muss. Übrigens: Warentester bemängeln, dass bei einigen Akkusaugern nicht der ganze aufgesaugte Staub gespeichert wird; das gilt allerdings nicht für die Qualitätsgeräte, die man im EP:Fachhandel findet.