Streaming auf der Überholspur

Das Streamen von Kinofilmen, Serien aber auch von sportlichen Live-TV-Übertragungen wird immer beliebter. Doch wie funktioniert das eigentlich? Und welche technischen Voraussetzungen benötigt man, um sein eigener TV-Programmdirektor zu werden? 

Fernsehschauen auf Abruf

Mittlerweile besitzt fast die Hälfte der deutschen Haushalte (46 Prozent) einen Smart-TV – das geht aus einer repräsentativen Studie hervor, die im Auftrag der gfu Consumer & Home Electronics GmbH durchgeführt wurde. Und auch die Nutzung von smarten TV-Anwendungen, dank denen die Zuschauer selbst bestimmen können, wann sie welche Inhalte anschauen, nahm seit 2015 stetig zu. Dabei wurden die Video on Demand (VoD)-Dienste dieses Jahr erstmals mehr genutzt als die Mediatheken. Lagen die Mediatheken in der gfu-Studie 2017 noch auf Platz eins, sind sie 2018 mit 52 Prozent Nutzung auf Platz 2 abgerutscht. Spitzenreiter sind jetzt mit 63 Prozent VoD-Angebote, wie Amazon Prime, Netflix, Google Play oder Maxdome. 

Zeit- und Programmautonomie beflügeln das Streaming

Die Vorteile des Streamings liegen auf der Hand: Erstens sind Sie endlich Ihr eigener Programmdirektor und nicht mehr an die Zeiten und Inhalte der TV-Sender gebunden, zweitens gibt es keine lästigen Werbeunterbrechungen und drittens können Sie die Inhalte nicht nur auf dem Fernseher, sondern auch auf dem Tablet, dem Notebook oder Smartphone abrufen. Einzige Voraussetzung: Die Internetverbindung muss mitspielen. Im Gegensatz zum TV-Empfang über Kabel oder Satellit werden die Multimediainhalte nämlich übers Netz gesendet und da ist eine Internetanbindung mit einer Bandbreite von mindestens 900 Kbit/s ebenso ratsam wie ein stabiles WLAN (oder der Anschluss via Netzwerkkabel). 

Welche Geräte sind fit fürs Streaming?

Ob Game of Thrones, James Bond oder der letzte Tatort – gute Unterhaltung aus dem Internet bekommen Sie heute mit so gut wie jedem Fernseher. Smart-TVs beherrschen das Streaming von Haus aus, doch mit entsprechenden Zusatzgeräten wie zum Beispiel dem Google Chromecast oder dem Amazon Fire TV Stick bringen Sie auch ältere TVs mit HDMI-Port ans Netz. Beide Mediaplayer müssen lediglich am TV eingesteckt werden, um die Dienste von Amazon Video, Netflix, Maxdome und Co. nutzen zu können. Mit Google Chromecast Ultra sogar in einer Bildqualität von bis zu 4K Ultra HD und HDR.

Streaming für Apple-Fans

Ähnlich wie die TV-Sticks funktioniert auch der Netzwerkspieler von Apple. Der aktuelle Apple TV 4K stellt eine Verbindung zu ihrem iPad, iPhone oder Mac her und überträgt die Inhalte auf einen Fernseher oder Monitor mit HDMI-Anschluss. Dabei kann er auch auf ein großes Filmangebot aus dem iTunes Store zugreifen und auf den TV streamen. Bisher sind allerdings alle Filme und Serien bei Apple nur im Pay-per-View-Modell erhältlich. Eine Filme- und Serienflat ist zwar für 2019 geplant, aber einen genauen Termin gibt es noch nicht.