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Frisch & sauber – der Stand der Technik bei Zahnbürste und Munddusche

Angst vorm Zahnarzt? Wer frühzeitig mit der Zahnpflege begonnen hat und dabei immer auf die optimale Technik setzt, muss den Zahnarzt nicht fürchten, sondern kann sich auch noch im hohen Alter darüber freuen, wenn es heißt: Alles in Ordnung mit Ihrem Gebiss. Aber natürlich schreitet die Entwicklung bei elektrischen Zahnbürsten und anderen Mundpflegegeräten voran – hier der Stand der Technik.

Was ist besser, rotierend oder mit Schallwellen?

Aktuell tobt eine Art Glaubenskrieg unter den interessierten Anwendern von elektrischen Zahnbürsten, weil auf dem Markt zwei ganz unterschiedliche Prinzipien durchgesetzt haben. Bei den „klassischen“ E-Zahnbürsten – z.B. der Marke Oral-B von Braun – rotiert der runde Bürstenkopf, bei den Modellen der Philips-Sonicare-Reihe oszilliert der längliche durch Schallwellen angetriebene Bürstenkopf mit hoher Frequenz. So uneins wie die Käufer, sind sich allerdings auch die Experten.

In mehreren Studien wurden die Putzleistungen von rotierenden und oszillierenden Systemen nach verschiedenen Kriterien untersucht. Um es kurz zu machen: Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht. Die meisten Studien deuten darauf hin, dass sowohl mit elektrischen Zahnbürsten der Oral-B-Art, als auch Sonicare-Modelle bei richtiger Anwendung für sehr gute Ergebnisse sorgen.

Viele Anwender sind von den sanften Vibrationen der Schallwellen-Geräte begeistert, während eine ebenso große Anzahl an Nutzer der mechanisch spürbareren Rotationsmethode mehr vertrauen. Wer vor der Neuanschaffung von elektrischen Zahnbürsten steht, sollte wissen, dass Schallwellen-Systeme bei vergleichbaren Merkmalen, etwas teurer sind.

Wie oft muss man den Bürstenkopf wechseln?

In dieser Frage hat sich seit den Tagen der hölzernen Zahnbürste mit Schweineborsten wenig geändert: Sobald die Borsten ausfransen oder sich mehrheitlich zur Seite neigen, ist eine Neue fällig – das gilt so ähnlich auch für die Bürstenköpfe elektrischer Geräte. Aber natürlich hängt der Verschleiß nicht nur davon ab, wie oft man täglich putzt, sondern auch wie lange bei jedem Durchgang.

Trotzdem gibt es eine bewährte Faustregel: Bei zweimal Putzen pro Tag sollte die Bürste bzw. der Bürstenkopf spätestens alle drei Monate gewechselt werden. Übrigens empfehlen nicht nur die Hersteller, bei E-Bürsten unbedingt zu Originalbürstenköpfen zu greifen.

Braucht man wirklich eine Munddusche?

Unter Kennern gilt die Kombination aus elektrischer Zahnbürste, Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten als „Goldstandard“, also als das Optimum der täglichen Mundpflege. Da fragen sich Käufer nicht selten: Muss dann auch noch eine Munddusche sein? Die Antwort ist ein klares Ja. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Geräte dieses Typs optimal für die Beseitigung des sogenannten „Biofilms“ sind, also die Summe aller Ablagerungen, die sich durch Essen und Trinken bilden. Mit der täglichen Anwendung einer Munddusche kann die Plaque-Bildung drastisch minimiert und der Paradentose wirksam vorgebeugt werden.

Braucht man dann überhaupt noch Zahnseide? Auch hier ein klares Ja, weil Seide und Interdentalbürsten die einzigen Methoden sind, die Zahnzwischenräume nachhaltig säubern. Für die Munddusche spricht noch etwas Anderes: Viele Anwender solcher Geräte schwärmen von dem frischen Gefühl, dass nach der Reinigung mit Wasser entsteht.

Wie sinnvoll sind Zahnbürsten-Apps?

Der neuste Schrei sind elektrische Zahnbürsten mit Internet-Verbindung. Was sich auf den ersten Blick skurril anhört, macht bei näherem Hinsehen Sinn – auf die eine oder andere Art. So lassen sich Kinder durch Spiele in Form von Apps prima motivieren, etwas für die Zähne zu tun. Der Ansatz hier ist einerseits, die Kinder dazu zu bringen, von sich aus morgens und abends die Zähne zu putzen, andererseits wird durch kleine Games trainiert, ausreichend lange zu putzen.

Für Erwachsene mit großem Bewusstsein für die Bedeutung von Mundhygiene, sind die Apps dazu da, ein „Zahnputztagebuch“ zu führen. Dabei werden die Werte eines Putzdurchgangs (Startzeitpunkt und Dauer) an die App übertragen, die daraus eine Statistik erstellt. Man kann aber auch eines der angebotenen Putzprogramme wählen, sodass man an das Putzen erinnert wird und Benachrichtigungen über die Dauer erhält.

Ganz neu sind elektrische Zahnbürsten, die den Mund des Anwenders kartografieren und auswerten, ob alle Bereiche ausreichend oft und intensiv genug geputzt wurden. Dabei wird auch der Anpressdruck ermittelt und protokolliert. Ob die Hersteller damit nicht ein wenig übers Ziel hinausschießen, fragen sich nicht nur Konsumenten, sondern auch Zahnputzexperten.