6 Regeln, die jeder beim Wäschewaschen beachten sollte

Das Schöne an modernen Waschvollautomaten  – kurz: „Waschmaschinen“ genannt – ist ihre Intelligenz. Sagt man ihnen, welche Art Wäsche man zu waschen gedenkt, wissen sie schon, welche Temperaturen, Waschgänge und Schleudertouren richtig sind. Und trotzdem bleiben dem Benutzer noch ein paar Aufgaben übrig. Und die kann er/sie anhand der folgenden sechs Regeln perfekt erledigen.

1. Wäsche richtig sortieren

Die Wäsche sollte nach maximaler Waschtemperatur, Textilart, Verschmutzungsgrad und Farben sortiert werden. Bei den meisten Waschmaschinen kann mit 20° (Kaltwäsche), 30°, 40°, 60° oder 90° (Kochwäsche) gewaschen werden. Man kann eine Menge Energie sparen, wenn man normal verschmutzte Wäsche immer mit so geringer Temperatur wie möglich wäscht.

Unabhängig von der Temperatur sollte man feinere Textilien (z.B. aus Seide oder Wolle oder mit Spitzen) getrennt von robusteren Stücken (Jeans, Baumwollbekleidung, Bettwäsche, Frottierware) waschen, da gröbere Gewebe feine Stoffe mechanisch angreifen können. Weil grob verschmutzte Stücke eine höhere Temperatur brauchen, sollte man sie von normal verschmutzter Wäsche getrennt waschen.

Und natürlich sortiert man auch nach Farben. Hier gilt: Weißwäsche sollte immer nur mit anderer Weißwäsche zusammen gewaschen werden. Stücke in hellen und Pastellfarben kann man ohne auf den Farbton zu achten mischen. Schwarze Kleidung sollte man möglichst ebenfalls separat oder nur zusammen mit anderen sehr dunklen Teilen waschen. Bei Farbwäsche, die bekanntermaßen beim Waschen mehr oder weniger Farbe abgibt, sollte man mindestens eine Trennung nach den Farbgruppen Rot/Orange/Gelb und Violett/Blau/Grün durchführen.

Außerdem sollte man im Zweifel immer die Angaben auf den Etiketten der Textilien zu Rate ziehen.

2. Wäsche nach Bedarf vorbehandeln

Stark verschmutzte Stücke sollte man immer so schnell wie möglich waschen, weil frischer Schmutz in der Maschine leichter ausgewaschen wird als eingetrockneter. Notfalls kann man stark verschmutzte Textilien auch bis zum nächsten Waschgang nass lagern.

Durch bekannt aggressive Einwirkungen entstandene Flecken müssen vor dem Waschen unbedingt manuell vorbehandelt werden. Für schwierige Verschmutzungen – zum Beispiel durch Blut, Wein, Gras, Tinte, Öle und Fette – kann man die diversen Tipps und Tricks beherzigen. Bei normalen Flecken empfiehlt es sich, diese vor dem Waschen mit einem Flüssig- bzw.- Gelwaschmittel von Hand einzureiben.

3. Waschmaschine optimal beladen

Zu wenig Wäsche in der Maschine verbraucht unnötig Wasser und Energie, zu viele Stücke können dagegen das Rotieren der Trommel beeinträchtigen und so verhindern, dass die Wäsche wirklich sauber wird. Deshalb sollte man auf jeden Fall die vom Hersteller genannten Werte für das Fassungsvermögen beherzigen.

Weil aber verschiedenartige Textilien und Stücke mehr oder weniger Volumen ergeben, gilt unabhängig vom Gewicht der Ladung folgende Faustregel: Ist die Wäsche in der Trommel locker geschichtet, sollte zwischen der Lage und dem oberen Trommelrand eine Hand mit gespreizten Fingern hineinpassen. Bei Beladung mit Woll- oder Feinwäsche darf die Trommel nur zur Hälfte gefüllt sein.

Ganz einfach wird es bei modernen Waschvollautomaten mit Sensortechnik, die in Echtzeit wiegen, was in der Trommel liegt und Alarm geben, wenn die Maximalmenge erreicht ist.

4. Das geeignete Waschmittel wählen

Für weiße Wäsche eignen sich alle Universalwaschmittel der bekannten Hersteller und Marken – ganz gleich ob als Pulver, Gel, Perls, Tabs oder Caps. Gerade bei Waschmitteln, die direkt in die Trommel gegeben werden, sollte man sich aber vergewissern, ob dies bei der eigenen Waschmaschine vom Hersteller empfohlen wird.

Für farbige Wäsche kann man zu besonderen Color-Waschmitteln greifen, die keine oder geringere Mengen an potenziell bleichenden Substanzen enthalten. So bleiben die Originalfarben länger erhalten. Wer viel schwarze Wäsche hat, kann zu Spezialwaschmitteln greifen, die schwarze Farbtöne auffrischen. Für Wolle und Seide sollte man grundsätzlich zu speziellen Produkten für diese empfindlichen Textilien greifen.

5. Waschmittel und Weichspüler perfekt dosieren

Wichtig: Die richtige Waschmittelmenge richtet sich nach der Härte des lokalen Leitungswassers und dem Verschmutzungsgrad der Textilien. Diesen Wert kann man beim lokalen Wasserversorger per Hotline erfragen oder auf der jeweiligen Website finden. Alle bekannten Hersteller und Marken drucken Dosiertabellen auf den Verpackungen ihrer Produkte, denen man entnehmen kann, welche Dosierung die örtliche Wasserhärte verlangt.

Zum Abmessen der benötigten Waschmittelmenge benutzt man eine Dosierhilfe mit Skalierung. Bei vielen Waschmitteln liegen Messlöffel, -becher oder -schaufeln bzw. Dosierkugeln bei. Die Marke Persil schickt interessierten Konsumenten entsprechende Messbecher oder Dosierkugeln auf telefonische Anfrage zu – über die gebührenfreie Nummer (0800) 111 2290.

6. Das passende Programm einstellen

Moderne Waschmaschinen bieten zwei unterschiedliche Wege zum passenden Waschprogramm. Entweder man wählt einen der vordefinierten mit einem „sprechenden Namen“ versehenen Waschgänge oder man stellt Temperatur, Waschintensität, Spülgänge und Schleudertouren manuell ein. Die vorgegebenen Waschgänge regeln diese Werte entsprechend der eingefüllten Textilien automatisch. Bei den meisten Geräten kann man Varianten von Hand eingeben, zum Beispiel das Schleudern mit nur 1200 Umdrehungen bei 60°-Wäsche. Auch Kurzprogramme mit kürzeren Wasch-, Spül- und Schleudergängen lassen sich einstellen.

Verwendet der Hersteller bei seinen Maschinen den Begriff „Pflegeleicht“, ist dieses Programm besonders gut geeignet für Textilien die nicht oder nur oberflächlich gebügelt werden müssen. Leider weicht bei den verschiedenen Anbietern deutlich voneinander ab, was unter „Schongang“ oder „Sonderprogramm stark verschmutzt“ verstanden wird. Der Blick in die Bedienungsanleitung bringt Aufklärung.

Bei aktuellen Maschinen, die sehr gute Waschergebnisse erzielen, ist eine Vorwäsche nur bei wirklich sehr stark verschmutzter Wäsche nötig. Wäsche, die mit 90° gewaschen werden muss – sogenannte „Kochwäsche“ – gibt es im normalen Haushalt kaum noch. Die meisten Kleidungsstücke für den Alltag aus Baumwolle oder Baumwolle-Synthetik-Mischungen können bei normaler Verschmutzung ohne weiteres immer bei 30° gewaschen werden. Im Zweifel sollte man immer die Herstellerangaben auf den Etiketten der Kleidungsstücke beherzigen.

Schleudern beansprucht Textilien. Deshalb sollten empfindliche Stücke entweder gar nicht oder mit geringer Tourenzahl und kürzer geschleudert werden.

 

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