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Geräte verbinden mit Bluetooth

Die von Ericsson, Intel und Nokia entwickelte Bluetooth-Technologie steckt heutzutage fast in jedem digitalen Gerät oder kann nachgerüstet werden. Inzwischen hat sich Bluetooth rasant weiterentwickelt, sodass viele frühere Verbindungs- und Übertragungsprobleme gelöst sind. Aber manchmal braucht es einen Griff in die Trickkiste, um Geräte miteinander sprechen zu lassen.

Drahtlos fürs Handy

Begonnen hat alles in den frühen Nullerjahren mit den Handys von Ericsson und Nokia. Denen hatte man etwas eingepflanzt, das sich „Bluetooth“ nannte. Diese Technologie sollte dafür gut sein, zwei dieser Mobiltelefone so miteinander zu verbinden, dass sie drahtlos Daten austauschen können – was aber nicht immer wirklich gut funktionierte. Allerdings war die Idee dahinter klasse.

Und diese stammte vom Niederländer Jaap Haartsen und dem Schweden Sven Mattisson. Ihre Vorstellung war es, Kabel- durch Funkverbindungen zu ersetzen, um dem Strippensalat ein Ende zu setzen. Tatsächlich waren es am Ende zwei Technologien, die den Draht überflüssig machten: Wlan und eben Bluetooth, das nach dem König Harald Blauzahn benannt war. Dem war es gelungen, die verfeindeten Teile von Norwegen und Dänemark zu verbinden. Deshalb besteht das berühmte Bluetooth-Logo aus den nordischen Runen für H und B.

Erkennen und verbinden

Nun ist nicht die Funkverbindung zwischen zwei elektronischen Geräten über kurze Entfernungen das Problem, das können ja schon Walkie-Talkies für Kinder. Die Verbindung sollte a) einfach zu erzeugen, b) stabil und c) abhörsicher sein. Also schufen die Erfinder das Prinzip der automatischen Erkennung. Sobald an einem Gerät die Bluetooth-Funktion eingeschaltet ist, sendet der zuständige Funkchip zwei Minuten lang sein individuelles Erkennungszeichen.

Gleichzeitig lauschen die Bluetooth-Chips bei aktivierter Funktion, ob im Umkreis von einem bis 100 Meter (je nach Sendeleistung) ein anderes Gerät seine Kennung ausstrahlt. Ist das der Fall, wird es in die Liste der kopplungsbereiten Partner aufgenommen. Damit zwei Geräte miteinander kommunizieren können, müssen sie aber noch einen Sicherheitscode austauschen.

Sicherheitscode und Abhörschutz

In rund sechzehn Jahren Bluetooth-Technologie hat sich eingebürgert, dass Peripheriegeräte, die keine Daten im engeren Sinne versenden automatisch verbunden werden und keinen expliziten Sicherheitscode brauchen. Das gilt besonders für Bluetooth-Tastaturen und -Mäuse. Wird aber doch nach einem Code gefragt, ist der meist mit 0000 oder 1234 festgelegt. Wobei: Verschlüsselt ist JEDE Bluetooth-Verbindung; sonst könnte ja ein Hacker die einzelnen Tastendrücke abfangen und aufzeichnen und so mitkriegen, was man auf der Tastatur tippt.

Früher war es Usus, dass der Anwender selbst einen Code erfinden und eingeben musste, und zwar auf beiden Geräten, die es zu verbinden galt. Heute erzeugen die Anwendungen und Apps, die für Bluetooth zuständig sind, Codes, die in der Regel mindestens sechs-, oft aber sieben-, acht- oder neunstellig sind.

Koppeln und verbinden

Eine grundlegende Erfindung der Entwickler war es, dass die einmal erfolgte Erkennung zweier Bluetooth-Devices gespeichert wird, sodass man den Prozess des Erkennens und den Sicherheitscode nicht jedes Mal braucht. Sind die Bluetooth-Funktionen zweier gekoppelter Geräte aktiviert, verbinden sie sich jedes Mal automatisch, wenn sie eingeschaltet sind und sich in der Nähe befinden. Natürlich kann man ein Gerät jederzeit aus der Liste der gekoppelten Partner entfernen.

Konkret heißt das: Explizit verbinden muss man zwei Bluetooth-Maschinen nur einmal. Jedenfalls in der Theorie. Denn in der Praxis vergessen die digitalen Geräte schon einmal ihre Pairing-Partner – meist nach Updates vom Betriebssystem, Apps oder Treibern.

Was kann man aber tun, wenn es partout nicht klappen will mit einer Bluetooth-Verbindung? Hier ein paar Tricks und Tipps:

Partnergerät wird nicht gefunden:

  1. Checken, ob das zu verbindende Gerät überhaupt eingeschaltet ist
  2. Checken, ob auf dem zu verbindenden Gerät die Bluetooth-Funktion aktiviert ist
  3. Checken, ob die Sichtbarkeit des zu verbindenden Geräts aktiviert ist
  4. Bei bereits gekoppelten Geräten: Gerät aus der Liste entfernen und neu koppeln
  5. Checken, ob die Bluetooth-Technologien der Geräte miteinander kompatibel sind
  6. Bluetooth-Funktion an beiden Geräten aus- und wieder einschalten
  7. Bei zu verbindenden Geräten mit Akku: Checken, ob noch ausreichend Ladung vorhanden ist 

Verbindung bricht zwischendurch ab:

  1. Checken, ob die Entfernung zwischen den Geräten nicht zu groß ist; manche Peripheriegeräte dürfen nicht weiter als ein Meter entfernt sein
  2. Checken, ob störende Funkquellen (altmodische Funkverbindungen wie bei Wetterstationen o.ä.) in der Nähe sind
  3. Testweise die evtl. vorhandenen NFC-Funktionen an beiden Geräten ausschalten

Gekoppelte Geräte werden vergessen:

  1. Fast immer ein Treiber- oder App-Problem; deshalb App und/oder Treiber updaten
  2. Checken, ob eine Sicherheitseinstellung das Speichern der Pairing-Liste verhindert