EP:


Clevere Dosiersysteme: i-DOS, TwinDos & Co.

Ohne Waschmittel läuft bei der Wäschepflege gar nichts. Die richtige Dosierung ist jedoch eine Wissenschaft für sich. Welche Menge an Waschmittel in die Maschine gehört, hängt ab von Textilart, Beladungsmenge, Verschmutzungsgrad und Wasserhärte. Doch viele Menschen tun sich schwer zu bestimmen, wieviel Kilogramm Wäsche sie gerade in die Trommel stecken oder wie hoch der Grad der Verschmutzung ist. Geschweige denn, dass sie wissen, welchen Härtegrad ihr Leitungswasser besitzt. Pi mal Daumen ist daher ein gern genommenes Maß und in der Regel ist die manuelle Dosierung zu hoch.

Intelligenter-Waschen11.jpg

Viel macht nicht sauber
Das Motto „Viel hilft viel“ ist für ein optimales Waschergebnis allerdings eher kontraproduktiv. Bei einer Überdosierung kommt die Wäsche statt porentief rein oft mit weißen Waschmittelrückständen aus der Trommel. Denn zu viel Waschmittel hat die Folge, dass viel zu viel Schaum produziert wird, der verhindert, dass das Wasser ordentlich durch die Fasern der Kleidungsstücke ziehen kann und schlierige Laugenrestflecken zurücklässt. Oder Ihre Maschine baut einen zusätzlichen Spülgang ein, was dann aber auf Kosten der Umwelt geht und die Wasserrechnung in die Höhe treibt. Wer andererseits immer am Waschmittel spart, tut sich, seiner Maschine und seiner Wäsche auch nichts Gutes: Die Maschine verkalkt, die Wäsche bekommt einen hässlichen Grauschleier und Lieblingspulli, Handtücher und Socken werden
hart und kratzig. Deshalb lassen einige Hersteller den Waschmittelbedarf kurzerhand gleich von der Waschmaschine selbst berechnen und dosieren. Eine wunderbare Erfindung, die die Umwelt entlastet, für optimale Sauberkeit bei geringstmöglichem Ressourcenverbrauch sorgt und uns kein Kopfzerbrechen mehr bei der Mengenberechnung bereitet.

 
Wie arbeitet die automatische Waschmitteldosierung?

Ob das intelligente Dosiersystem i-DOS von Bosch und Siemens, TwinDos von Miele, Auto Dispense von Samsung oder die Präzisions-Dosierautomatik von LG – das Prinzip ist immer das gleiche: Elektronische Sensoren wiegen die Menge der zu reinigenden Wäsche, bestimmen den  Verschmutzungsgrad anhand des Abwassers und ermitteln im Zusammenspiel mit eingestelltem Härtegrad des Wassers und Bekleidungsart exakt die passende Menge Waschmittel für jeden Waschgang. Bei extrem verschmutzter Bekleidung erkennen die cleveren Dosierer sogar, falls eine verschmutzungsabhängige Nachdosierung nötig ist.

Einmal volltanken, bitte!
Die Tanks für die Pflegemittel – in der Regel arbeiten Dosierautomatiken mit Flüssigwaschmittel – sind in der Maschine selbst verbaut und bestehen aus zwei Kammern: Die eine dient der Vorratslagerung des Waschmittels, die andere ist für Weichspüler oder Spezialwaschmittel, wie Imprägniermittel, Daunenpflegemittel, Hygienespüler o.ä. gedacht. Wer keinen Weichspüler möchte, kann die automatische Dosierung dafür natürlich ausschalten, entweder grundsätzlich oder auch für einzelne Waschgänge, z. B. beim Waschen von Fleeceteilen. Etwa alle 20 Wäschen müssen die Tanks aufgefüllt werden.

Intelligenter Waschen12.jpg