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NAS-Systeme: Speicher-Center für Privatnutzer

Wissen Sie, was ein NAS-System ist? Falls ja, dann haben Sie den praktischen Nutzen für Ihre digitale Unabhängigkeit und Ihr Mediacenter in den eigenen vier Wänden längst erkannt – falls nicht, dann bringen wir Licht ins Dunkel. Wir haben die wichtigsten Infos und Tipps für Sie zusammengefasst und bieten Ihnen einen detaillierten Überblick über alles, was Sie über NAS-Systeme wissen müssen.

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Was genau ist ein NAS-System?

NAS steht für Network-Attached Storage und bezeichnet ein Speichersystem in Form eines kleinen Netzwerk-Servers in den eigenen vier Wänden. Es besitzt ein traditionelles File-System sowie eine eigene IP-Adresse. Auf dem NAS können Dateien gespeichert werden, auf die man mit jedem anderen Gerät im selben Netzwerk Zugriff hat. 
 
Mit einem Internetzugang kann der Netzwerkspeicher sogar als private Cloud genutzt werden. Natürlich gibt es auch etliche öffentliche Cloud-Anbieter – diese haben jedoch alle einen gemeinsamen Nachteil: den Serverstandort. Es werden persönliche Dateien, wie beispielsweise Urlaubs- oder Kinderfotos, auf einem Server (häufig im Ausland) gespeichert, über den der User keine Kontrolle hat. Das NAS-System bietet gegenüber den großen Cloud-Anbietern den Vorteil, dass der Server zuhause in den eigenen vier Wänden oder an einem anderen persönlich ausgewählten Standort steht. Man hat also die komplette Kontrolle über das Gerät, aber natürlich auch die Verantwortung.

Die wichtigsten Komponenten eines NAS-Systems 

  • Die Prozessorstärke bestimmt die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung – je stärker die Prozessorleistung, desto schneller arbeitet das NAS. Vertreten sind dabei Varianten von einem bis hin zu vier Prozessorkernen.
     
  • Neben einem Prozessor besitzt ein NAS-System auch einen Arbeitsspeicher. Die Höhe des RAMs (Random-Access Memory) steigt in der Regel mit der Prozessorleistung.
     
  • Das Herzstück eines jeden NAS-Systems bilden seine Festplatten. Je nach Anforderung kann man dabei zwischen einem und mehreren Festplattenschächten wählen. Mehrere Schächte haben den Vorteil, dass (automatische) Backups erstellt werden können und die Daten somit abgesichert sind. Jeder Plattenschacht kann mehrere Terrabyte an Speicher verwalten.
     
  • In der Regel läuft auf einem NAS-Server das Betriebssystem Linux.

Wozu benötigt man ein NAS-System?

NAS-Systeme bieten eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. In erster Linie können sie als Universalspeicher im Heimgebrauch angesehen werden. Alles, was auf einem üblichen Speichermedium abgelegt werden kann, findet auch auf einem NAS Platz – so kann dort alles von privaten Urlaubsfotos über Videos bis hin zur Musiksammlung oder digitalen Steuererklärung aufbewahrt werden.
 
Dazu ein kurzes Beispielszenario: Man sortiert seine Urlaubsbilder bequem auf dem Rechner aus und lädt die schönsten Fotos auf den NAS. Nun kann man sich die Bilder/Videos mit der gesamten Familie auf dem Smart TV ansehen, da sich alle Geräte über den Router im selben Netzwerk befinden.
 
Neben dem Entertainment-Faktor gibt es auch einen weiteren Vorteil: die Datensicherung. Oft sucht man vergeblich einen sicheren Platz für wichtige Dateien wie digitale Rechnungen, digitale Steuerunterlagen oder E-Mail-Backups. Auch hier kann ein NAS behilflich sein – auf Exemplaren mit mehreren Festplattenschächten können permanent Backups vom Hauptspeichermedium erstellt werden. So sind die abgelegten Daten stets gesichert und können bei einem Ausfall der Hauptfestplatte wiederhergestellt werden.
 
Mit einem Internetzugang kann das NAS-System ganz einfach zur eigenen Cloud werden. Die Urlaubsfotos können dann beispielsweise auch von unterwegs aus Freunden gezeigt und/oder direkt mit ihnen geteilt werden. Ebenso kann man von unterwegs auch Daten über ein anderes Gerät, wie etwa das Smartphone (mit entsprechendem Zugang auf den NAS) hochladen. 

Was gilt es bei der Einrichtung zu beachten?

Der wohl wichtigste Punkt, den es zu beachten gibt, wenn man ein NAS-System einrichtet, ist das Passwort. Ändern Sie das Standardpasswort in ein eigenes, von Ihnen erstelltes und sicheres Passwort – benutzen Sie Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und auch Sonderzeichen. Generell gilt: Je kryptischer das Passwort und aus je mehr unterschiedlichen Zeichen es besteht, desto sicherer ist es.
 
Um nicht allen Nutzern des Netzwerkspeichers vollen Zugriff zu gewähren, bieten einige Geräte die Funktion an, mehrere Benutzerkonten anzulegen. So können Lese- und Schreibrechte eingeschränkt werden und nicht alle Nutzer können alle Daten sehen beziehungsweise sie ändern, löschen oder ersetzen.
 
Damit Sie das NAS mit Ihrem Mediacenter, Fernseher oder der Stereoanlage über das Netzwerk verbinden und nutzen können, finden Sie auf der Startseite der NAS-Benutzeroberfläche Dienste für das Musik- und Videostreaming. Mit deren Hilfe können Ihre Abspielgeräte dann mit dem Netzwerkspeicher zusammenarbeiten und über diesen die unterschiedlichen Medienformate ablaufen lassen.

Es gibt eine große Auswahl an Diensten, die ein NAS anbieten kann: Neben einem Cloud-Service können die Geräte auch als richtige Web-Server fungieren. Am besten informieren Sie sich vor dem Kauf eines Geräts über all seine Eigenschaften und Funktionen – damit der kleine Netzwerkserver all Ihren Anforderungen gerecht werden kann.

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