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Lautsprecher-Kunde – diese Boxen gibt es

Egal, ob zum Musikhören oder Filmschauen: guter Sound ist vielen Menschen ein Bedürfnis, das befriedigt werden will. Die Auswahl an Lautsprechern ist groß – da verliert man schnell den Überblick, welche Box man sich zu welchem Zweck anschaffen sollte. Wir haben die gängigsten Varianten für Sie zusammengetragen und erklären, was diese können und wozu sie gut sind.
 

Center-Lautsprecher: Stimmen aus dem Zentrum

Der Center-Lautsprecher ist das insgeheime Boxen-Zentrum unter den Heimkino-Lautsprechern. Oft etwas stiefmütterlich behandelt ist er verantwortlich für die Stimmwiedergabe der heimischen Kino-Anlage – und was wäre ein Film schon ohne Dialoge? Jedes Schreien, Flüstern, Weinen und Sprechen läuft über den Center-Lautsprecher – darüber hinaus kommt auch ein gewisser Teil der Musik und einige Soundeffekte aus der Mittel-Box. In der Regel empfehlen sich 2- und 3-Wege-Systeme mit Hoch- und Tieftöner beziehungsweise Tiefmitteltöner.

Platziert wird der Sender am besten dort, wo es sein Name schon prophezeit: Im Zentrum zwischen den Frontboxen und in der Nähe des Fernsehers, wo er seiner Aufgabe als sogenannte punktförmige Schallquelle am besten gerecht werden kann.

Zu beachten: Der Center-Lautsprecher wird liegend und nicht stehend wie die restlichen Boxen der Surround-Anlage installiert.
 

Multiroom-Lautsprecher: Musik aus allen Ecken

Multiroom-Lautsprecher ermöglichen es, die eigene Musik in jedem Raum des Hauses oder der Wohnung zu genießen – und das mit oder ohne Kabel. Heutzutage ist natürlich für viele Menschen die Variante ohne Kabelsalat besonders interessant. Musik aus der eigenen Digital-Sammlung oder von Streaming-Diensten wird über das heimische WLAN angesteuert, auswählt und abgespielt – ganz einfach über das Smartphone oder ein Tablet. Mit den Multiroom-Lautsprechern entscheiden Sie selbst, ob der gewählte Song in allen Zimmern oder nur dort abgespielt wird, wo sie sich aktuell befinden.

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Die Multiroom-Lautsprecher lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: Lautsprecher für geschlossene und solche für offene Systeme. Offene Systeme erlauben die gemischte Nutzung von Boxen von verschiedenen Herstellern, die sich dann über universelle Apps steuern lassen.
 
Zu beachten: Der Vernetzungsstandard DLNA (Digital Living Network Alliance) macht die Gerätekommunikation besonders einfach. 250 Firmen wie LG, Panasonic oder Sony unterstützen diesen Standard. Apple hingegen baut mit AirPlay auf einen eigenen – ebenfalls sehr benutzerfreundlichen – Standard.
 
 

Portable Lautsprecher: Musik für draußen und unterwegs

Die kleinen Boxen für unterwegs sind aus den Parks, Freibädern und Gartenpartys von heute gar nicht mehr wegzudenken. Die Soundleistung ist ob der geringen Größe bei vielen Geräten schier überwältigend. Die meisten der Musik-Kästchen sind in der Lage, Musik via Bluetooth von Smartphone, MP3-Player, Tablet und Co. zu empfangen, verfügen in der Regel aber auch über zusätzliche Anschlüsse wie eine Audio- oder USB-Buchse.

Wichtige Punkte, die es beim Kauf eines portablen Lautsprechers zu beachten gibt, sind Akku-Zeiten und die Empfindlichkeit gegen Wasser. Hier gilt die einfache Regel: Je länger die Akkuleistung und je unempfindlicher gegen Nässe, desto besser.

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Zu beachten: Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht! Was hier wichtig ist, ist die sogenannte IPXX-Deklarierung.
 

Regal-Lautsprecher: aufgeräumter Sound

Oft die erste Wahl für HiFi-Fans: Regal-Lautsprecher lassen sich sehr gut platzsparend in einem Raum unterbringen – und liefern dabei dennoch Musik-Sound vom feinsten. Wie der Name schon sagt, lassen sie sich spielend leicht in einem Regal unterbringen, können aber oft auch an der Wand oder Decke oder auf Lautsprecherständern angebracht werden. Sie sind also auch für Heimkino-Enthusiasten zu empfehlen, die es eher dezent halten möchten oder schlicht und einfach keinen Platz für allzu große Boxen haben.

Zu beachten: Regallautsprecher bieten eine adäquate Alternative zu Standlautsprechern, die richtig guten und spritzigen Sound liefern kann. Unter Umständen kann es aber sein, dass (vor allem sehr tiefe) Bässe nicht ganz so befriedigend ausfallen.
 

Soundbars & Soundplates: Kinosound aus kleinem Raum

Der Schlankheitswahn bei Fernsehern geht bei vielen Modellen zu Lasten des Sounds – ganz einfach, weil nicht genügend Körper für den Klang vorhanden ist. Abhilfe schafft hier zum Beispiel eine Heimkino-Anlage. Wer dafür aber nicht den nötigen Platz hat oder eventuelle Kabelverlegungen durchs Wohnzimmer vermeiden möchte, greift gerne auf eine Soundbar oder eine Soundplate zurück. Die Ton-Aufwerter werden vor, über oder unter dem Fernsehgerät angebracht und bringen zum Teil erstaunlich gute Sound-Ergebnisse. Manche Modelle kommen sogar bereits mit Dolby-Atmos-Raumklang – eine wirklich erwägenswerte Alternative zur klassischen Heimkinoanlage also.

Zu beachten: Bass-Fans sollten sich vielleicht eher in Richtung Soundplates orientieren. Diese können durch ihre tiefere Bauweise unter Umständen auf einen zusätzlichen Subwoofer verzichten – der bei manchen Soundbars nötig ist, wenn eine starke Basswiedergabe gewünscht ist. Außerdem können Soundplates in vielen Fällen als Sockel für den Flachbildfernseher dienen, was bei Soundbars aufgrund ihrer „Riegel“-Form nicht der Fall ist. Sie lassen sich dafür meistens relativ einfach an der Wand montieren.

Standlautsprecher: Musiktürme

Der Größte unter den Lautsprechern für Zuhause ist vielen auch bekannt als Tower-Lautsprecher oder schlicht und einfach Tower. Egal ob klassisch schwarz oder beispielsweise in glänzendem Weiß – Standlautsprecher sind wahre Hingucker, wenn sie zu Stil und Einrichtung Ihres Zuhauses passen. Allein durch ihre Größe bringen sie die idealen Voraussetzungen mit, Musik laut und mit ordentlichem Bass wiederzugeben, was oftmals einen zusätzlichen Subwoofer fürs Heimkino obsolet macht. Stand-Lautsprecher bieten also ein gutes Sound-Komplett-Paket – wenn man den entsprechenden Platz beziehungsweise Raum dafür hat.

Zu beachten: Wer alles aus seinen Standlautsprechern herausholen möchte, sollte sie an- beziehungsweise entkoppeln und natürlich richtig ausrichten.
 

Subwoofer: Der bringt die Bässe ins Spiel

Der Subwoofer – auch bekannt als Bassbox oder kurz Woofer – ist für die tiefen Töne beziehungsweise die Bässe verantwortlich. Er ist Teil vieler Heimkino-Anlagen und sorgt für ordentlich Stimmung bei zum Beispiel Actionfilmen – eine Film-Explosion macht einfach nur halb so viel Spaß ohne richtig tiefen Bass in der Magengrube. Die Tieftonsysteme lassen sich relativ beliebig im Raum platzieren, da der Ort der Entstehung von Frequenzen unter 100 Hertz für den Menschen kaum lokalisierbar ist.

Zu beachten: Wenn Sie bereits im Besitz von ordentlichen Standlautsprechern sind, sollten Sie überprüfen, ob die Anschaffung eines Subwoofers für Sie überhaupt notwendig ist oder ob die vorhandenen Boxen bereits genug Bass produzieren.

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