EP:

LCD, LED, QLED und OLED - Wissenswertes und praktische Infos

Wer aktuell auf der Suche nach einem neuen Fernseher ist, wird an den Kürzeln LCD, LED, QLED und OLED nicht vorbeikommen. Damit Sie sich besser zurechtfinden, haben wir die wichtigsten Infos zu den jeweiligen Begriffen für Sie und klären auf, was es in Sachen Fernsehen zu wissen gilt.

LCD

LCD steht für Liquid Crystal Display und bedeutet im Deutschen Flüssigkristallanzeige oder Flüssigkristallbildschirm. Diese Technik bildet sozusagen die Grundlage für die LED- und OLED-Fernseher. In einem LCD-Screen steckt eine große Menge an winzigen Bildpunkten, die mit Spannung sichtbar und unsichtbar gemacht werden können.

OLED 4k_9.jpg
So entsteht aber noch kein leuchtendes Bild – das wird erst durch zusätzliches Licht, das sogenannte Backlight, erzeugt. Dieses wiederum wird mit sogenannten Leuchtdioden (LEDs) erzeugt, von denen die LED-Fernseher schließlich auch ihren Namen bekommen haben.

LED

LED-Fernseher arbeiten mit sogenannten Leuchtdioden (Englisch: Light-Emmitting Diode – LED). Die Dioden werden bei den verwendeten Flüssigkristallbildschirmen zur Beleuchtung des Hintergrunds verwendet. Millionen von Flüssigkristallen öffnen und verschließen sich dem von den LEDs stammenden Licht und bringen so ein für das menschliche Auge sichtbares Bild auf den Fernsehschirm. LED-Geräte überzeugen durch verhältnismäßig schlanke Gehäuse und guten Kontrast.

Dabei gibt es unterschiedliche Methoden, die Dioden im Gerät zu verbauen:
Edge-LED: Diese Bauweise ermöglicht eine extrem schlanke Bauart für LED-Fernseher – und eine relativ günstige. Die Leuchtdioden sind hier nur an den Rändern angebracht und beleuchten die komplette Bildschirmfläche über Spiegel. Auf diese Art ist zwar keine perfekte Verteilung der Helligkeit für unifarbene Flächen möglich, beim bunten Bewegtbild von Filmen und Serien fällt das aber nicht wirklich ins Gewicht. Dank ihres relativ günstigen Preises und ihrer schlanken Bauart stehen Edge-LED-Geräte heute in vielen Wohnzimmern dieser Welt.

Full LED oder Full Backlight: Hier besetzen die Leuchtdioden die volle Fläche hinter dem Bildschirm – was eine gleichmäßigere Beleuchtung ermöglicht. Außerdem können Bereiche dieser Komplettbeleuchtung vollständig ausgeschaltet und so ein besserer Kontrast erzeugt werden.

Das wird allerdings mit einem dickeren Design und höheren Preisen bezahlt, weswegen Full LED-/Full-Backlight-Fernseher nicht zum selben Massenprodukt wie ihre Edge-LED-Kollegen geworden sind.

LCD- und LED-Fernseher entdecken

QLED

QLED-Fernseher können als Weiterentwicklung des LED-Fernsehers gesehen werden. Im Zentrum dieser Technik stehen die sogenannten Quantenpunkt-Leuchtdioden oder Quantum-Dots. Die Pixel auf dem Bildschirm werden mit Licht gefüttert, das bereits in der eigentlichen Farbe daherkommt – und werden nicht nur mit Weiß versorgt.

Fernseher mit QLED-Technologie weisen in ihrer Darstellung stärkere Kontraste und sehr tiefes Schwarz auf. Auch wenn der Blickwinkel auf den Bildschirm sehr steil wird, besteht kaum „Verdunkelungsgefahr“. Wie auch LED-Fernseher bauen QLED-Geräte auf LCD-Bildschirmen auf.

QLED-Fernseher entdecken

OLED

OLED-Bildschirme besitzen keine Hintergrundbeleuchtung wie LED- und QLED-Geräte – bei ihnen sind es die Bildpunkte selbst, die leuchten. Die Abkürzung OLED steht für Organic Light Emitting Diode – organische Leuchtdiode. Das Wort „organisch“ mag unter Umständen für Verwirrung sorgen: In der Chemie wird es aber auch für Verbindungen verwendet, die eine Kohlenstoff- oder Erdöl-Basis haben.

Der wohl größte Pluspunkt bei OLED-Fernsehern ist ihre Schwarz-Darstellung. Für schwarze Bildbereiche bleiben die selbstleuchtenden Pixel einfach ausgeschaltet – dunkler geht es bisher nicht. Im Vergleich dazu tritt bei LCD-basierten Bildschirmen eigentlich immer ein kleiner Rest Hintergrundlicht durch. Des Weiteren ermöglicht die OLED-Technologie wahnsinnig schlanke Bildschirme.

OLED-Fernseher entdecken
Zurück zur Übersicht