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Ratgeber: Küchenmaschine vs. Handrührgerät – wer braucht was?

Über Jahrzehnte war das Handrührgerät der Wunschtraum aller Familienköchinnen und -köche. Was man alles damit machen konnte! Und wie schön und schnell sich Eischnee und Sahne aufschlagen ließen! Aber dann begann die Invasion der Küchenmaschine mit ihren vielen Funktionen, die bis heute anhält. Da fragen sich manche Köche, ob es an der Zeit ist, den Handmixer durch eine Allzweckmaschine zu ersetzen. Hier gibt es die Antworten dazu:

Die Stärken und Schwächen des Handrührgeräts

Der klassische Handmixer hat Platz für zwei Schneebesen oder zwei Knethaken, die jeweils zum Lieferumfang gehören. Die preiswertesten Vertreter dieser Gattung sind schon für knapp 20 Euro zu haben – allerdings mit eher schwachen Leistungsdaten. Gemeint ist damit die Wattzahl des Motors. Soll das Gerät immer nur zum Aufschlagen von Eiweiß oder Sahne verwendet werden, reichen aber auch schon 200 Watt aus. Zum Kneten von Teig reicht das eher nicht.

Die guten Geräte der bekannten Marken, die es ab etwa 55 Euro beim EP:Fachhändler gibt, verfügen durchweg über Antriebseinheiten mit 500 Watt; das reicht dann auch zum Kneten von Kuchen- oder Pizzateig. Wobei hier die generelle Schwäche der Handrührer liegt: Man muss das Gerät die ganze Zeit über mit der Hand halten und in der Schüssel bewegen – das kann bei großen Mengen eines schweren Teigs ganz schön anstrengend werden.

Der ganz große Vorteil der Handmixer liegt in der simplen Reinigung. Nach getaner Arbeit werden die Schneebesen bzw. Knethaken ausgeklinkt und zum Besteck im Geschirrspüler gegeben. Notfalls muss man noch das Gehäuse mit einem feuchten Lappen abwischen – das war’s.

Was versteht man unter einer Küchenmaschine?

Zunächst: So ganz exakt ist die Definition des Begriffs „Küchenmaschine“ nicht, weil in dieser Kategorie sowohl Multifunktionsgeräte, als auch Maschinen, die aufs Rühren und Kneten spezialisiert sind, gefasst werden. Auch die Abgrenzung zum Standmixer ist nicht ganz klar. Richtig ist nur, dass die korrekte Wahl der Maschine davon abhängt, was man hauptsächlich und am häufigsten damit machen will.

Konkurrenz zu den Handmixern sind aber ohnehin nur Maschinen, die über Schneebesen und Knethaken verfügen, mit denen in der Rührschüssel Eischnee und Sahne geschlagen, aber auch Teige jeder Art geknetet werden können. Denn das geht mit einem solchen Gerät ohne körperliche Anstrengung, schnell, sicher und gründlich. Die Preise variieren erheblich, hängen aber vor allem von der Leistung und der Anzahl der Funktionen ab.

Wer wirklich mehrfach pro Woche Teig für Brot und Kuchen in größeren Mengen herstellt, dem können nur Maschinen mit mindestens 1.000 Watt Leistung, verschiedenen Geschwindigkeiten oder einer stufenlosen Regelung sowie einem planetarischen Rührsystem empfohlen werden. Letzteres sorgt dafür, dass die Knethaken sich automatisch durch den kompletten Teig bewegen. Geräte mit solchen technischen Daten gibt es im EP:Fachhandel an etwa 250 Euro; Maschinen auf Profiniveau werden zu Preisen bis annähernd 1.000 Euro angeboten.

Die Stärken und Schwächen der Küchenmaschine

Wenn es um Schlagsahne und Eischnee geht, um Cremes und Soßen, dann hat die Küchenmaschine ein paar deutliche Nachteile im Vergleich zum Handrührer. Das ist zunächst der Preis – wobei es in der Kategorie Küchenmaschine, Geräte gibt, die nicht mehr kosten als ein Handmixer, aber ähnlich gut beim Aufschlagen sind. Der vielleicht größte Nachteil besteht im Platzbedarf. Das Rührgerät hat in fast jeder Schublade Platz, die Maschine braucht – je nach Bauart und Größe – möglicherweise ein eigenes Schrankfach. Ideal ist es, wenn man eine große Küche mit ausreichend Stellfläche hat, in der die Küchenmaschine ihren festen Platz hat.

Beim Saubermachen ist das Handgerät nur scheinbar im Vorteil, weil nicht nur die Schneebesen bzw. Knethaken in die Spülmaschine müssen, sondern auch die Schüssel. Das ist bei einer Küchenmaschine nicht anders.

Unschlagbar sind Küchenmaschinen des entsprechenden Typs bei jeder Art Teigherstellung. Man gibt die Zutaten in die Schüssel, senkt die Knethaken ab und startet die Arbeit: kein Festhalten, kein Bewegen, einfach nur zuschauen und sich freuen. Erfahrungsgemäß gelingen auch schwierige Teigarten in einer Küchenmaschine deutlich öfter, wenn nicht sogar immer.

Die Alternativen: Standmixer, Stabmixer und Zerkleinerer

Alle guten Küchenmaschinen können wesentlich mehr als Rühren, Schlagen und Kneten. Fast alle sind auch zum Zerkleinern, Reiben und Schneiden, ja, oft auch zum Entsaften einsetzbar. Und die besonders Vielseitigen haben Funktionen zum Mixen und Pürieren. Wer sich für ein solches Gerät entscheidet, braucht eigentlich keinen weiteren Küchenhelfer.

Aber gerade das Mixen und Pürieren ist bei einigen Küchenmaschinen die Schwachstelle. Deshalb gehört ein Stabmixer  in jede ambitionierte Küche – entweder als Ergänzung zur Küchenmaschine oder als Kollege des Handmixers. Zumal man mit den hochwertigeren Stabmixern auch Cremes und Soßen aufschlagen kann.

Fazit

Küchenmaschinen haben eindeutige Stärken beim Kneten von Teig – da kann kein Handmixer mithalten. Gehört aber das Backen nur ganz selten zu den häuslichen Tätigkeiten, reicht ein leistungsstarkes Handrührgerät in Kombination mit einem guten Stabmixer aus. Die Investition und der Platzbedarf sind deutlich geringer als bei einer Küchenmaschine.