Einheitliches USB-C-Ladekabel für Laptops: Was sich jetzt ändert

Seit dem 28. April 2026 gilt auch für Laptops und Notebooks: Statt vieler unterschiedlicher Anschlüsse dürfen neue Geräte in der EU nur noch mit einem einheitlichen USB-C-Anschluss für Ladekabel verkauft werden.

Dieser Standard soll wie schon bei Smartphones und Tablets das Chaos unterschiedlicher Ladekabel reduzieren und Elektroschrott vermeiden. Für Käufer bringt das Vorteile – aber auch neue Herausforderungen.

Mehr Komfort – aber nicht immer sofort startklar

Die Umstellung auf USB-C, den USB-Anschluss, über den sich sowohl Daten als auch Strom übertragen lassen, macht vieles einfacher, denn Notebook, Smartphone, Tablet, aber auch Digitalkameras oder E-Book-Reader lassen sich dann mit demselben Netzteil laden – zumindest in der Theorie.

Ganz so einfach ist es nämlich nicht: Während Ladekabel für Smartphone & Co. für eine Leistung zwischen 18 und 30 Watt ausgelegt sind, benötigen Laptops eine höhere Leistung von 60 bis 100 Watt. Dazu nutzen die meisten Laptops und Notebooks den Schnellladestandard Power Delivery (PD). Auch das zugehörige Netzteil muss kompatibel sein.

Im besten Fall lassen sich also mit einem Ladegerät Smartphone, Tablet und Notebook aufladen. Im schlechtesten Fall reicht die Ladung für den Notebook-Akku nicht. Der Laptop lädt sich dann entweder gar nicht oder nur sehr langsam. Paralleles Arbeiten und Laden ist dabei nicht möglich.

Laptops künftig ohne Netzteil

Und noch einen Haken gibt es: Viele neue Laptops werden teurer und künftig ohne Netzteil ausgeliefert. Gerade Modelle unter 500 Euro kommen in der Regel mit einem Hohlstecker. Hier müssen Hersteller künftig einen USB-C-Anschluss einbauen, was den Preis für solche Geräte erhöhen wird. Dazu hat Microsoft seine Vorgaben verschärft. Laptops mit einem Windows-Logo müssen künftig USB-C mit Power Delivery unterstützen. Denn nicht jeder USB-C-Port am Rechner unterstützt die neuen Standards.

Da Hersteller in Zukunft ihre Modelle auch ohne Ladekabel anbieten müssen, wird einem neuen Laptop oder Notebook dann kein passendes Ladekabel samt Netzteil mehr beiliegen. Das bedeutet, dass du zusätzlich in ein neues USB-C-Kabel samt Netzteil investieren musst, wenn du kein passendes zu Hause hast.

Das bringt die neue Verordnung

Insgesamt sorgt die neue Verordnung für mehr Klarheit bei Ladekabeln und dafür, dass sich alle mobilen Geräte im Haushalt mit demselben Ladegerät auftanken lassen.

Vorteile:

  • Weniger Kabelsalat im Alltag
  • Einheitlicher Anschluss für viele Geräte. Der schmale USB-C-Stecker kann auch nicht mehr verkehrt herum eingesteckt werden, wie das bei alten USB-Kabeln der Fall ist
  • Weniger Elektroschrott durch Mehrfachnutzung
  • Zusätzliche Funktionen wie paralleles Aufladen und Arbeiten am Notebook, gleichzeitige Übertragung von Bilddaten (Display-Port)

Nachteile:

  • Neue Laptops und Notebooks künftig ohne Ladegerät
  • Zusätzliche Kosten für Ladegerät und Kabel möglich
  • Gerätepreise können steigen
  • Auswahl des richtigen Zubehörs wird wichtiger

Unser Rat

Beim Kauf eines neuen Laptops ist es künftig noch wichtiger, genau auf die technischen Anforderungen und den Lieferumfang zu achten. Nicht jeder USB-Port unterstützt die neuen Standards, nicht jedes Ladekabel ist für Smartphone und Notebook geeignet. Unsere Partner vor Ort helfen hier gerne weiter.

Aktuelle Notebooks mit USB-C findest du hier